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Mit dem Reallabor auf dem Weg zum klimaneutralen Campus <<

Als eines der ersten sieben BaWü-Labs erhielt das EnSign RealLabor der HFT Stuttgart die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und erarbeitet seit 2015 Antworten auf transdisziplinäre Forschungsfragen rund um das Thema "Nachhaltige Konzepte für einen klimaneutralen Innenstadtcampus“. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes hat sich die Hochschule auf den Weg gemacht, Szenarien aufzuzeigen, wie ein klimaneutraler Innenstadtcampus gestaltet werden kann.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sagte bei ihrem Besuch des EnSign-Reallabors der Hochschule für Technik Stuttgart: "Unser Ziel ist es, die Landesverwaltung bis zum Jahr 2040 weitgehend klimaneutral aufzustellen. Den Energieverbrauch kontinuierlich zu reduzieren, ist uns ein besonderes Anliegen. Mit den Projekten EnSign-Reallabor und i-city der Hochschule für Technik soll die Umsetzungsstrategie für einen klimaneutralen Hochschulcampus und eine nachhaltige Stadt der Zukunft entwickelt werden. Das deckt sich auch mit der Strategie des Landesbaus. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen unserem Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg und der Hochschule auch so wichtig."

Die HFT Stuttgart kann als eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg für solche Projekte durch die entsprechenden Studiengänge auf eine hohe Expertise zurückgreifen. Professorinnen und Professoren aus den Studiengängen Architektur, KlimaEngineering, Baupyhysik, Vermessung und Geoinformatik, Stadtplanung, Wirtschaftspsychologie sowie Betriebswirtschaft arbeiten im EnSign Reallabor fakultätsübergreifend und interdisziplinär zusammen.

Während der Projektlaufzeit wurde bereits eine Vielzahl an Maßnahmen in der Lehre und Verwaltung, durch Netzwerkarbeit, bei nutzerzentrierten technischen Entwicklungen und durch konkrete Veränderungen in den Gebäuden angestoßen. Darüber hinaus sind auch noch weitere innovative Umsetzungsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Vermögen und Bau Baden-Württemberg und der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg geplant. Davon konnten sich Ministerialdirektor Ulrich Steinbach vom MWK, Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sowie Baudirektor Thorsten Wenisch beim Rundgang durch die Gebäude der HFT Stuttgart einen Eindruck verschaffen. Vorgestellt wurden die Geothermieanlage im Neubau der Architektur-Fakultät, innovative Licht- und Verschattungsmaßnahmen für Hörsäle sowie Teststände einer Solaranlage. Vonseiten der HFT Stuttgart wurde die Delegation durch Rektor Prof. Rainer Franke und Kanzlerin Ulrike Messerschmidt in Empfang genommen.

Ziel des Reallabors an der HFT Stuttgart ist auch, Erkenntnisse für andere öffentliche Liegenschaften in Baden-Württemberg zu gewinnen, um unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit Konzepte für energetische Baumaßnahmen im öffentlichen Sektor realisieren zu können.

Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. habil Ursula Eicker, Leiterin des Instituts für Angewandte Forschung, das Projektmanagement unterliegt Michael Bossert und Maximilian Haag. Prof. Dr. Bastian Schröter ist als Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hochschule involviert.

Konkret werden im Rahmen des EnSign Reallabors folgende Schwerpunktthemen bearbeitet:

  • HFT als Nachbar: Städtebauliche Analyse, räumlich-funktionale Akteursanalyse, Energieleitplan unter der Leitung von Prof. Dr. Christina Simon-Philip

 

Petra Dabelstein (petra.dabelstein@hft-stuttgart.de)