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Vom Umweltmanagementsystem EMAS zum Startup <<

Daniel Worm und Prof. Dr. Tobias Popović waren Anfang November zu einem Expertengespräch im Bundesumweltministerium (BMUB) eingeladen. Im Zuge dessen würdigte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks mit der Übergabe einer Urkunde auch das außergewöhnliche Engagement der HFT Stuttgart im Bereich der Kreislaufwirtschaft.

Am "Vorabend" des Weltklimagipfels (COP 23) in Bonn waren Daniel Worm und Prof. Dr. Tobias Popović eingeladen, im BMUB in Berlin vor dem Hintergrund ihrer mehrjährigen Erfahrung im Bereich des Umweltmanagements mit weiteren Experten aus Unternehmen, Hochschulen, des BMUB, des Umweltbundesamtes (UBA), des Umweltgutachterausschusses und des DIHK über die EMAS-Novelle 2017 zu diskutieren.

Zusätzlich hatten sie die Gelegenheit, im Rahmen einer Präsentation davon zu berichten, wie die HFT Stuttgart in den letzten Jahren zunächst eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie entwickelte und anschließend entlang von fünf Gestaltungsfeldern umsetzte. Ein zentraler Bestandteil des Gestaltungsfelds "Betrieb" war das Umweltmanagementsystem nach EMAS. Im Zuge dessen entstand gemeinsam mit den Professoren Rainer Kettemann und Volker Coors die Idee, eine App zu entwickeln, die die mit EMAS verbundenen Prozesse deutlich verschlankt und somit nicht nur zu weniger Aufwand, sondern auch zu mehr Ressourceneffizienz beiträgt. Im Rahmen des BMWi-geförderten Startups BuildingScout wurde die ursprüngliche App als Umwelt- und Auditsoftware sukzessive weiterentwickelt. Als Innovation an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Software über das reine Umweltmanagement hinaus mittlerweile vielfältige zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen und Organisationen, z.B. in den Bereichen Energiemanagement und -audit sowie Facility Management.

In ihrer Ansprache betonte die Bundesumweltministerin die Bedeutung von EMAS für die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sowie dem Klimaschutz. Ebenso berichtete sie davon, dass der in Bonn stattfindende Weltklimagipfel nach EMAS gemanagt werde. Auch unterstrich sie - angesichts der jetzt bereits dramatisch spürbaren Folgen des Klimawandels - die Erfordernis zielführender und verbindlicher Vereinbarungen der Staatengemeinschaft auf dem COP 23-Gipfel.
In einem weiteren Programmpunkt des Fachgesprächs würdigte Bundesumweltministerin Hendricks die Teilnehmenden des Fachgesprächs mit der Übergabe von Urkunden für ihr außergewöhnliches Engagement im Bereich der Kreislaufwirtschaft.

Ein weiterer Bericht zum EMAS-Fachgespräch ist hier abrufbar.

Prof. Dr. Tobias Popovic (tobias.popovic@hft-stuttgart.de), Daniel Worm (daniel.worm@hft-stuttgart.de)