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Studentische Konzepte für das Industriedenkmal Pausa in Mössingen vom 22.03. bis 01.04.18

Die Ausstellung zeigt Konzepte, die Studierende der Fakultät Architektur und Gestaltung für das Industriedenkmal Pausa entwickelten. In Mössingen am Fuße der Schwäbischen Alb findet sich mit der ehemaligen Textildruckerei Pausa ein bemerkenswertes Denkmal der württembergischen Design- und Industriegeschichte. Ein großer Teil des Gebäudebestands liegt derzeit allerdings ungenutzt im Dornröschenschlaf. Studierende aus den Studiengängen Innenarchitektur und KlimaEngineering haben nun Konzepte entwickelt, die das Areal wieder mit Leben füllen.

Geschichte der Textildruckerei Pausa

Die aus einer mechanischen Weberei hervorgegangene Firma Pausa widmete sich von 1919 an dem Textildruck. Nach einer wechselvollen Geschichte, zu der auch die Enteignung der jüdischen Besitzerfamilie Löwenstein unter dem Nationalsozialismus gehört, erlebte sie in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts unter der Leitung von Willi Häussler ihre wirtschaftlich erfolgreichste und künstlerisch produktivste Zeit: Künstler und Designer von Weltrang wie Willi Baumeister, HAP Grieshaber, Anton Stankowski oder Verner Panton entwarfen damals für die Pausa. In dieser Phase entstanden zwischen 1951 und 1961 nach Entwürfen des Architekten Manfred Lehmbruck neue Produktions- und Verwaltungsgebäude auf dem Firmengelände. Durch ihre aus den Nutzungsanforderungen heraus entwickelte, präzise ausformulierte Struktur und ihre ausdrucksstarke Gestaltung sind sie herausragende Beispiele moderner Industriearchitektur. Nach der Insolvenz der Firma Pausa im Jahr 2003 gingen die Gebäude in den Besitz der Stadt Mössingen über – zusammen mit dem Pausa-Archiv bestehend aus zahlreichen Stoffmustern, grafischen Stoffentwürfen, Musterbüchern und Zeugnissen der Firmengeschichte. In diesem Zuge wurden die Lehmbruck-Gebäude einschließlich der in ihnen vorhandenen Sammlungen als Sachgesamtheit unter Denkmalschutz gestellt. Um die Gebäude dauerhaft erhalten zu können, sollen sie in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege neue Nutzungen bekommen.

Ausstellung

Auf Einladung von Bürgermeister Martin Gönner legten Studierende Ideen und Konzepte für besonders markante Gebäude vor. Die ausgewählten Ergebnisse werden durch Pläne, Modelle und schriftliche Ausarbeitungen in der Ausstellung präsentiert. Großformatige Fotografien dokumentieren den Zustand und vermitteln den verwunschenen Flair der Gebäude. Die von Baldauf Architekten sensibel umgebaute Pausa-Tonnenhalle bildet einen eindrucksvollen Rahmen für die Ausstellung.

Exponate

  • Beiträge des Bachelor-Studiengangs Innenarchitektur zur Umnutzung des Kesselhauses und Werkstattgebäudes.
  • Nutzungskonzepte und Vorschläge zur Reduktion des Energiebedarfs für das ehemalige Verwaltungsgebäude vom Bachelor-Studiengang KlimaEngineering
  • Eine fotografische Dokumentation von Honorarprofessor Eberhard Winkler zeigt atmosphärisch den gegenwärtigen Zustand der Gebäude

Die Arbeiten wurden betreut durch Prof. Peter Krebs, Micha Klein, Prof. Markus Binder, Andreas Waggershauser, Martin Kusic, Volker Auch-Schwelk.

Ausstellungseröffnung: 22. März 2018, 18:00 Uhr
Grußwort OB Michael Bulander
Einführung Prof. Markus Binder und Prof. Peter Krebs
Sektempfang

Öffnungszeiten der Ausstellung: 24. März bis 01. April 2018
Die Ausstellung kann samstags, sonntags und mittwochs von 14:00 bis 18:00 Uhr besucht werden.

Ausstellungsort: Pausa Tonnenhalle, Löwensteinplatz 1, 72116 Mössingen

Prof. Markus Binder (markus.binder@hft-stuttgart.de)