Nachrichten

Kick-off Meeting des Forschungsprojekts GeoCADUp <<

Erforschung neuer Technologien im Bereich der Gesamtfahrzeugkonstruktion

Am Freitag, den 16.3.2018 hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie Ingenieurnachwuchs mit ca. einer halben Million Euro geförderte Forschungsprojekt GeoCADUp mit dem Kick-off Meeting seine Arbeit aufgenommen.

Drei starke Partner in der Geometrieverarbeitung
Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Nicola Wolpert von der HFT Stuttgart. Als Kooperationspartner konnten die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Firma invenio Virtual Technologies GmbH aus Ismaning bei München gewonnen werden. Die drei Partner werden in den kommenden vier Jahren ihre jahrelange Erfahrung in der Geometrieverarbeitung nutzen, um gemeinsam neue Technologien im Bereich der Gesamtfahrzeugkonstruktion zu erforschen und zu entwickeln. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist, dass die beiden an der HFT Stuttgart beschäftigten Mitarbeiter über ihre anzufertigenden wissenschaftlichen Arbeiten abschließend an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz promovieren.

GeoCADUp – neue Technologien im Bereich der Gesamtfahrzeugkonstruktion
In der der Gesamtfahrzeugkonstruktion werden alle Bauteile zunächst virtuell am Rechner konstruiert und bezüglich ihrer Funktionalität abgesichert. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, geometrisch zu prüfen, dass Bauteile nicht in Konflikt zu ihren Nachbarn stehen, also nicht den gleichen Bauraum einnehmen. Der Automatisierungsgrad bei den etablierten Absicherungsprozessen geht heute nur soweit, dass große Mengen an Bauteilen auf Kollisionen mit ihren Nachbarn untersucht werden können. Die endgültige Bewertung in kritisch oder unkritisch muss noch immer manuell durch einen Experten erfolgen.
In GeoCADUp sollen Verfahren für eine automatisierte Klassifizierung und auch erste Bewertung der Kollisionen entwickelt werden. Um das zu erreichen, werden in dem Projekt über den jetzigen Stand der Technik hinaus Algorithmen erforscht, die über ein großes Maß an Maschinenintelligenz verfügen. Die Geometrien sollen an Kollisionsstellen klassifiziert werden, um Funktionen und Aufgaben zu benennen. Aus den Klassifikationen sollen dann in einem weiteren Schritt Wechselwirkungen mit benachbarten Geometrien und erste Bewertungen der Kollisionen abgeleitet werden.

Prof. Dr. Nicola Wolpert (nicola.wolpert@hft-stuttgart.de)