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m4_lab-franke-bauer-rogg v.l Prof. Rainer Franke, Theresia Bauer MdL, Dr. Walter Rogg - gemeinsam gaben Sie den Startschuss für das Projekt
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Startschuss für das Innovationslabor M4_LAB an der HFT Stuttgart <<

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer brachte am 15. November 2018 zusammen mit Rektor Prof. Rainer Franke und WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg feierlich das Innovationsprojekt M4_LAB auf den Weg. Die HFT Stuttgart konnte sich in einem bundesweiten Wettbewerb unter 118 Anträgen in der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ durchsetzen. Rund 120 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil und konnten sich in verschiedenen Workshops einbringen.
„Die Fähigkeit zur Innovation entscheidet über unser Schicksal.“ sagte der damalige Bundespräsident Roman Herzog 1997 in seiner berühmten Berliner Rede. Innovationsfähigkeit würde im Kopf anfangen, bei unserer Einstellung zu neuen Techniken, neuen Arbeits- und Ausbildungsformen und unserer Haltung zu Veränderung schlechthin.

Es sei erstaunlich, welche Dinge aus einer Idee wachsen können, eröffnete Theresia Bauer MdL ihre Grußworte. Was durch das M4_LAB geschaffen werden könne, sei genau das, worum es im Land ginge und was gebraucht würde: mutige Lösungen für eine nachhaltige Zukunft, Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und die Nähe zur Bürgergesellschaft. Durch die Erfahrungen der HFT Stuttgart mit dem Reallabor und dem Leuchtturmprojekt der FH-Impuls-Partnerschaft iCity sei das M4_LAB so etwas wie eine natürliche Weiterentwicklung, das den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis weiterhin vorantreibt. Hiermit sei die HFT Stuttgart ein überregionales Vorbild für Wissenstransfer.
Die Einbettung in eine Internationale Bauausstellung biete hier die einzigartige Chance, die Ideen und Konzepte in den Bereichen urbaner Energiesysteme, grüner Logistik, Digitalisierung und dreidimensionaler Modellierung in ambitionierten und anwendungsorientierten Umsetzungsprozessen einzubringen und umzusetzen.

Bezug auf die IBA nahm auch Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS), der als Kooperationspartner die Fachkräftesicherung und gezielten Wissenstransfer als wesentliche Schlüsselfaktoren einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung betrachtet. Sein Bestreben in der Zusammenarbeit – eben auch in IBA-Projekten – ist, die Angebote der HFT Stuttgart in die Region zu vermitteln und ebenso Rückmeldungen und Bedarfe aus der Region an die HFT Stuttgart zu kommunizieren. Hierdurch werden Erfahrungen gewonnen, die in die zu entwickelnden Formate eingebracht werden können.

Wie das Neue in die Welt kommt

In seiner Keynote teilte Ludwig Kannicht von der Berliner Innovationsagentur Dark Horse GmbH & Co. KG. seine Erfahrungen der Innovationsfindung aus dem sich ständig verändernden Agenturleben. Schließlich gelangte er zu der Erkenntnis: „Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und man muss es immer wieder schaffen, dass dieser Anfang nicht am Anfang ist, sondern die ganze Zeit. Wir müssen immer wieder anfangen, denn so kommt das Neue in die Welt.“

Auch der zweite Keynote-Speaker Adrian Thoma von der Pioniergeist GmbH hat viel Erfahrung im Anfangen. Selbst mehrfacher Gründer verhilft sein Unternehmen nun in der Rolle des Company-Builders Gründern, ihren Anfang zu finden und zu verfolgen. Er forderte die Hochschulen auf, mehr in die Verantwortung zu gehen, indem sie mehr tun als hoffnungsfrohe Gründer an das passende Förderprogramm zu verweisen. Sie sollten Ausgründungen mit guten Partnern begleiten und Potenziale in der Kollaboration suchen. 

Nach diesen inspirierenden Worten waren die Teilnehmer der Veranstaltung gefordert, an einer der drei Workshop-Einheiten teilzunehmen und sich mit ihren Ideen einzubringen. In den Gruppen diskutiert wurden das Zusammenspiel zwischen IBA und iCity, Ideen zur Weckung des Innovationsgeistes an der HFT Stuttgart und Gedanken zur intelligenten Vernetzung um den Transfer an der HFT Stuttgart zu gestalten.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Huep, Prorektor für Forschung fasste die Ergebnisse des Tages in einem Satz zusammen: „Suchen wir nicht Probleme – sondern Lösungen.“

Christine Kraus (christine.kraus@hft-stuttgart.de)

Der Fotograf: Udo Schönewald