Öffentliche Baustoffprüfstelle

Aufgaben der Öffentlichen Baustoffprüfstelle

Die Öffentliche Baustoffprüfstelle an der Hochschule für Technik (ÖBP) führt Materialprüfungen an Baustoffen als Dienstleistung für öffentliche und private Auftraggeber durch.

Schwerpunktmäßig handelt es sich dabei um Untersuchungen der mechanisch-technologischen und chemischen Eigenschaften von Beton, Estrich, Mörtel, hydraulischen Bindemitteln, Mauersteinen, keramischen Baustoffen, Holz und Betonstählen sowie der Wärmeleitfähigkeit und des Schallschutzes. Neben der Feststellung von Normeigenschaften an Bauprodukten werden Eignungsprüfungen und Kontrollprüfungen durchgeführt. An bestehenden Bauwerken werden zerstörungsfreie und zerstörende Prüfungen vorgenommen. Dem Labor der ÖBP stehen moderne Frostprüfgeräte zur Verfügung, mit denen der zunehmend steigende Bedarf zum Nachweis des Frost- und Frost-Taumittelwiderstandes von mineralischen Baustoffen nach den neuen europäischen Prüfverfahren (CF- und CDF-Test, Plattenverfahren, Würfeleintauchverfahren) abgedeckt werden kann.

Die ÖBP ist durch das Innenministerium Baden-Württemberg für die Fremdüberwachung von Betonsanierungsarbeiten nach ZTV ING-StB (früher ZTV-SIB und ZTV-Riss) anerkannt. Darüber hinaus ist sie vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) als Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle gemäß der Landesbauordnung sowie des europäischen Bauproduktengesetzes (BauPG) für eine ganze Reihe von Baustoffen anerkannt.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1962 überwacht die ÖBP im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045-3 die Betonqualität auf Baustellen, auf denen Betone der Überwachungsklassen 2 und 3 verarbeitet werden.

Im Jahr 2004 wurde die ÖBP vom DIBt für die Überwachung und Zertifizierung der Abdichtungssysteme nach § 19 WHG zugelassen.