Projekt

Klimaneutraler Campus

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, die Landesverwaltung bis zum Jahr 2040 weitgehend klimaneutral zu organisieren und eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Wer jedoch den überalterten Gebäudebestand und die finanziellen Ressourcen des Landes kennt, weiß, dass dies eine erhebliche Herausforderung darstellt. Im Rahmen des Forschungsprojektes EnSign RealLabor hat sich die Hochschule für Technik Stuttgart in diesem Zusammenhang auf den Weg gemacht, Szenarien aufzuzeigen, wie ein klimaneutraler Innenstadtcampus gestaltet werden kann.

Als eines der ersten sieben BaWü-Labs erhält das EnSign RealLabor die Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und erarbeitet seit dem 01. Januar 2015 Antworten auf transdisziplinäre Forschungsfragen rund um das Thema "Nachhaltige Konzepte für einen klimaneutralen Innenstadtcampus“.

So hat das HFT-RealLabor-Team in Co-Produktion mit internen und externen Akteuren ein Arbeitspaket mit verschiedenen Handlungsfeldern geschnürt. Im Mittelpunkt steht der Weg hin zu einer nachhaltig klimaneutralen Hochschule. Viele integrative und innovative Maßnahmen sind notwendig, um dieses Ziel zu erreichen: eine Verbesserung der städtebaulichen Situation und der baulichen Substanz sowie der Anlagentechnik, einschließlich des Betriebskonzepts. Auch die internen Prozesse kommen auf den Prüfstand: die Bereitstellung erneuerbarer Energien auf dem Campus, neue Finanzierungsmodelle für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude sowie die Entwicklung eines geeigneten Mobilitätskonzepts, um nur einige Beispiele zu nennen. Und, ganz besonders wichtig: bei den verschiedenen Nutzergruppen der Hochschule muss ein gesteigertes Bewusstsein für Themen des Energie- und Ressourcenverbrauchs und entsprechende Verhaltensänderungen erreicht werden. Für einen erfolgreichen Transformationsprozess zu einer nachhaltigen klimaneutralen Hochschule ist es aber auch notwendig, dass das Campusprojekt in eine nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklungsstrategie eingebunden wird. Deshalb gehören auch städtebauliche und infrastrukturelle Entwicklungsstrategien (Energieleitplan) zu den Projektinhalten.

In den zurückliegenden Monaten wurden Daten erhoben und mit den EMAS-Beauftragten (Eco-Management and Audit Scheme) ausgetauscht, Simulationen gemacht, Energieverbräuche gemonitort und unterschiedlichste Konzepte und Strategien untersucht, um herauszufinden, wie ein nachhaltiger und klimaneutraler Campus aussehen soll und welchen der möglichen Wege die HFT Stuttgart einschlagen sollte. Aus unterschiedlichsten Fachdisziplinen wurden und werden hier Szenarien untersucht und mit internen und externen Akteuren diskutiert. So sind unter anderem auch bauliche Maßnahmen vorgesehen, die sich aus haushaltstechnischen Gründen innerhalb der Ministerien leider verzögert haben. Dennoch hofft das RealLabor-Team, dass zeitnah mit diesen als sinnvoll erachteten Maßnahmen begonnen wird.


Wie Sie sich einbringen können:


Projekt- und Abschlussarbeiten

Wissenschaftliches Arbeiten zu vielfältigen Themen in der aktuellen Forschung.

HFT goes Green
Interdisziplinäres Seminar mit fachübergreifenden Aufgabenstellungen (Erhalt von Credit Points).

Ethikum / Studium Integrale
Möglichkeit der Weiterbildung im Bereich Nachhaltige Entwicklung (Erhalt von Zertifikaten, Ethikpunkten, Credit Points).

HiWi-Stellen
Mitarbeit und aktives MITforschen in einem der sieben Themenfelder des RealLabors.

Greening HFT
Eine Studierendengruppe der HFT Stuttgart widmet sich globalen und nachhaltigen Themen. Facebook bietet nähere Informationen.

Ideengeber
Alle Anregungen und Ideen rund um das Thema „Klimaneutraler Innenstadtcampus“ bitte an: reallabor@hft-stuttgart.de.