Thema 6

Bewertung des klimaneutralen Campus mit Nachhaltigkeitsindikatoren <<

Leitung: Prof. Dr. Tobias Popović

Parallel zu den vorgenannten Themen sollen im Austausch mit den beteiligten Akteuren Indikatoren für eine möglichst umfassende Beurteilung der unterschiedlichen energetischen Maßnahmen identifiziert werden. Ziel der Untersuchung ist es, zusätzlich zu klassischen Wirtschaftlichkeitskriterien unterschiedliche Nachhaltigkeitsindikatoren zur Analyse von Energieeffizienzinvestitionen für Hochschulen zu identifizieren und miteinander in Beziehung zu setzen. Aufgrund seiner interdisziplinären Ausrichtung zielt dieses Thema darauf ab, technische Innovationen sowie sämtliche Bereiche der Hochschule mittels Nachhaltigkeitsindikatoren zu bewerten (Fokus: energetische Maßnahmen). Dies soll auf unterschiedlichen Ebenen geschehen:

  • Ökonomische Ebene (z.B. mit Hilfe der Investitionsrechnung),
  • auf Ebene der „klassischen“ Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt/Environment, Gesellschaft/Society, Governance (ESG),
  • entlang der – vom Netzwerk Hochschulen für Nachhaltige Entwicklung (HNE) entwickelten – Gestaltungsfelder für Hochschulen, die bereits über das ZNE an der HFT Stuttgart implementiert werden (Lehre, Forschung, Betrieb/Institution, Transfer, Lenkungsform),
  • bauliche und städtebauliche Ebene: Indikatoren in Anlehnung an Zertifizierungsmodelle der DGNB, BREEAM oder LEEDS.

Die resultierenden Analyseergebnisse auf technischer, ökologischer, ökonomischer, gesellschaftlichen und Governance-Ebene sollen den Entscheidungsprozess hinsichtlich Energieeffizienzinvestitionen mit Hilfe von leicht nachvollziehbaren Nachhaltigkeitskriterien vereinfachen und transparenter gestalten. Im weiteren Projektverlauf soll zudem geprüft werden, inwiefern sich EMASPlus für ein integriertes Nachhaltigkeitsmanagement entlang der fünf Gestaltungsfelder (inkl. des Energiemanagements) an der HFT eignen könnte. Hierbei wird eine enge Verzahnung mit den bestehenden Strukturen des Umweltmanagementsystems der HFT angestrebt. Die Umweltberatung KATE Umwelt & Entwicklung, die den bisherigen Prozess bereits begleitet, unterstützt dabei im Sinne von EMASPlus die ökonomische, ökologische und soziale Leistungsbewertung.