Wer zur damaligen Zeit als Fabrikant Rang und Namen hatte, der beauftragte den erfolgreichsten deutschen Industriearchitekten der Kaiserzeit seine Fabrikhallen zu bauen oder zu erweitern. Sein Handwerk erlernte er als Maurer und Steinhauer und ab 1877 an der Königlich Württembergischen Baugewerkeschule.
Zu seinen bekanntesten Bauten zählen das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe, das zwischen 1915 und 1918 als Waffen- und Munitionsfabrik erbaut wurde, die Zeppelin-Werftanlagen in Friedrichshafen (1909), die Gewehrfabrik Mauser in Oberndorf oder die ehemalige Uhrenfabrik Junghans in Schramberg (1916 bis 1918). Weitere Fabrikbauten sind die Salamanderwerke in Kornwestheim (1904 bis 1910), die Strickwarenfabrik Wilhelm Bleyle in Stuttgart (1907) oder der Glaspalast für Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg (1909 bis 1910).
Der gebürtige Stuttgarter lernte zuerst Steinmetz und ging auf Wanderschaft, bevor er die Königlich Württembergische Baugewerkeschule besuchte und sich zum Architekten ausbilden ließ.
Sein berühmtestes Bauwerk ist der Stuttgarter Tagblattturm, der zwischen 1924 und 1928 als erstes Stahlbeton-Hochhaus Deutschlands und als erstes Sichtbeton-Hochhaus der Welt in den Himmel gebaut wurde. Damit hat Osswald ein hochrangiges architektonisches und stadtgeschichtliches Denkmal geschaffen.
Von 1849 bis 1853 absolvierte der in Mühlhausen geborene Maurer und Steinhauer-Polier die Winterbaugewerkeschule in Stuttgart. Ab 1865 machte er sich als Bauunternehmer in Nürtingen selbständig und war vor allem im württembergischen Eisenbahnbau tätig; unter anderem bei den Streckenabschnitten Kochendorf–Jagstfeld und Tübingen–Dußlingen. Er war aber auch an den Bauten in der Stuttgarter Wilhelma beteiligt.
Nach einer Mechaniker- und Maschinenbauerlehre schrieb sich der gebürtige Meimsheimer 1878 an der Königlich Württembergischen Baugewerkeschule ein. Auf den Ingenieur gehen zahlreiche Erfindungen zurück. Er arbeitete unter anderem für die Uhrenfabrik Junghans in Schramberg oder mit Robert Bosch zusammen.
Der gelernte Mechaniker aus Heilbronn besuchte ab 1906 die Königlich Württembergische Baugewerkeschule und gilt heute als Flugpionier, Flugzeug- und Flugmotorenkonstrukteur. Er gründete das Unternehmen Versuchsbau Hellmuth Hirth, in dem Zweitaktmotoren entwickelt wurde und in das bald Herrmann Mahle eintrat. Später wurde der Versuchsbau von den Brüdern Hermann und Ernst Mahle übernommen, die daraus den Mahle Konzern gründeten. Hellmuth Hirth verschrieb sich weiterhin dem Flugzeugbau und gründete 1931 die „Hirth-Motoren GmbH“ in Stuttgart-Zuffenhausen.
Der Heilbronner Architekt studierte an der Königlich Württembergischen Baugewerkeschule in Stuttgart und war seit 1924 als freier Architekt tätig.