ERASMUS

Was ist das ERASMUS-Programm?

ERASMUS-Code der Hochschule für Technik Stuttgart: D STUTTGA05
European University Charter (EUC) der Hochschule für Technik Stuttgart: No 28456
EU-Programm Lifelong Learning (LLP) ERASMUS+

Das Hochschulprogramm ERASMUS, eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union, fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden, Hochschuldozenten und Hochschulpersonal in Europa. Bisher haben rund 2 Millionen Studierende und fast 200.000 Dozentinnen und Dozenten mit diesem Programm einen Auslandsaufenthalt durchgeführt.

Folgende europäische Länder nehmen an ERASMUS+ teil: Die 28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei und FYR Mazedonien.

Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms für Lebenslanges Lernen (2014-2021) werden durch ERASMUS+ folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
  • Mobilität von Dozenten (Gastdozenturen)
  • Mobilität von Personal

Förderbedingungen

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Abschluss des ersten Studienjahres
  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (inter-institutional agreement) abgeschlossen hat
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)

Leistungen

Studierende erhalten mit ERASMUS+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern. Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden. Nach Abschluss des ersten Studienjahres können Studierende für einen Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer ausländischen Gasthochschule bis einschließlich zur Promotion gefördert werden.

Das Programm bietet Studierenden folgende Leistungen:

  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Höhe der finanziellen Unterstützung

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern.
Ab dem Projektjahr 2018 gelten europaweit die folgenden Förderhöhen für die drei Ländergruppen für Studienaufenthalte:

  • Gruppe 1 (monatlich 420 Euro): Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Liechtenstein, Island, Luxemburg, Norwegen, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 360 Euro): Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, Griechenland, Island, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 300 Euro): Kroatien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Türkei, Ungarn.

Die Auszahlung des Erasmus+ Zuschusses erfolgt in zwei Teilraten. (Voraussetzung für die Auszahlung aller Raten ist das Vorliegen sämtlicher geforderten Unterlagen und die Teilnahme an den kostenlosen ERASMUS+ Sprachtests.) In der ersten Teilrate werden 80% der Gesamtsumme überwiesen, die zweite Teilrate in Höhe von 20% erfolgt nach Erhalt des Abschlussberichts und nach Einreichen des Leistungsnachweises der Gasthochschule. Wenn die Anzahl aller ERASMUS+ Mobilitäten niedriger war als angenommen, dann stehen noch Mittel zur Verfügung, die gegebenenfalls in Form einer dritten Rate ausgezahlt werden können.

Auslandsmobilität mit Behinderung

Behinderte können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines ERASMUS-Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle ERASMUS-Mobilitätslinien (Studium, Praktika, Mobilität zu Unterrichtszwecken und Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken).

Wiederholte Förderung

  • Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden.
  • Je Studienzyklus bis zu zwölf Monate (Bachelor, Master und Doktorat)

Mit Erasmus+ können Studierende während jeder Studienphase Aufenthalte im europäischen Ausland absolvieren. Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können dies mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen tun.

Auslands-BAföG

Im Zuge der BAföG-Reform entfällt der Auslandszuschlag bei der Ausbildungsförderung eines Auslandsaufenthaltes in einem der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Studierenden erhalten demzufolge die ERASMUS+ Studienbeihilfe in voller Höhe.

Doppelförderung

  • ERASMUS-Studierende können sich auch für ein Baden-Württemberg Stipendium bewerben, eine Doppelförderung wird jedoch ausgeschlossen. Der ERASMUS-Status bleibt erhalten.
  • ERASMUS/ Begabtenförderungswerke
    Stipendien, die aufgrund von Leistungskriterien vergeben werden, können nicht mit der ERASMUS-Studienbeihilfe kombiniert werden.
  • ERASMUS/ Sonstige Förderungsorganisationen
    Stipendien, bei deren Vergabe soziale Kriterien berücksichtigt werden, können mit dem Mindestbetrag der ERASMUS-Studienbeihilfe (50 Euro) kombiniert werden.

ERASMUS-Bewerbung

Die Bewerbungen zum ERASMUS+ Programm müssen im Akademischen Auslandsamt der HFT Stuttgart zu folgenden Terminen abgegeben werden:

  • spätestens zum 15. September für das darauf folgende Sommersemester
  • spätestens zum 1. März für das darauf folgende Wintersemester

Bewerbungsunterlagen

  • Notenspiegel mit ungewichtetem Durchschnitt errechnet, Lebenslauf auf Deutsch, Motivationsschreiben
    (Architekturstudentinnen und Architekturstudenten müssen zusätzlich eine Entwurfsmappe und ein Gutachten abgeben.)
  • Formular "Bewerbung für ein Auslandsstudium"

Nach der Nominierung für einen ERASMUS+ Platz im Ausland erhält die Studierende bzw. der Studierende vom Akademischen Auslandsamt der HFT Stuttgart die Bewerbungsunterlagen der jeweiligen Partnerhochschule ausgehändigt. Diese werden ausgefüllt wieder beim Akademischen Auslandsamt eingereicht und an das ERASMUS-Büro der ausländischen Partnerhochschule geschickt.

ERASMUS+ Annahmeerklärung

Sobald ein Zulassungsbescheid von der Partnerhochschule vorliegt, erhält die Studierende bzw. der Studierende vom Akademischen Auslandsamt eine Annahmeerklärung (Grant Agreement), die im Original unterschrieben an das Akademische Auslandsamt zurückgegeben werden muss.

Verpflichtende Sprachtests

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die fünf großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er findet sowohl vor dem Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts statt, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und erzielte Fortschritte der ERASMUS+ Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

ERASMUS+ Erfahrungsbericht

Der DAAD fordert den Studienaufenthalt im Ausland anhand eines Erfahrungsberichts zu dokumentieren. Dieser Bericht muss nach Rückkehr über ein von der EU zur Verfügung gestelltes Mobility Tool online eingereicht werden. Ein frei formulierter Bericht muss zudem an das AAA geschickt werden. Wir behalten uns vor, bei Nichteinreichung der beiden Erfahrungsberichte die bereits ausbezahlte ERASMUS-Studienbeihilfe zurückzufordern.

Versicherungsschutz

Mit einem Erasmus+ Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungsschutz verbunden. Die Studierenden haben selbst für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. Es besteht für ERASMUS-Studierende die Möglichkeit, in die Gruppenversicherung des DAAD aufgenommen zu werden, mehr Informationen dazu finden sich auf der Homepage des DAAD (www.daad.de).

Haftungsklausel

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Information und Beratung

Weitergehende Information und Beratung zu den ERASMUS-Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
53115 Bonn
Telefon +49 (0)228 882 578
Fax: +49 (0)228 882 555
eu-programme@daad.de
www.eu.daad.de