Stadtentwicklung

Lehrinhalte

Die Städte stehen zunehmend vor der Aufgabe, ihre Flächennutzungspläne (FNP ) fortzuschreiben und ihre Stadtentwicklung neuen wirtschaftlichen und demographischen Rahmenbedingungen anzupassen. Stadtentwicklungspläne sind dabei ein wichtiges informelles Instrument. Sie vermitteln zwischen der Regional- und der Bauleitplanung und sie tragen dazu bei, unterschiedliche sektorale Ansprüche abzustimmen und mit den Bürgern Leitbilder zu erarbeiten. In den Studienprojekten werden die Analyse- und Planungsmethoden der Stadtentwicklungs- und Flächennutzungsplanung vermittelt. Auf der Grundlage von Stärken-Schwächen-Analysen werden Leitbilder und Entwicklungsszenarien erarbeitet, um Zukunftsoptionen aufzuzeigen. Die Projekte werden immer vor Ort abgestimmt und präsentiert. Um dem komplexen Themenfeld gerecht zu werden, wird das Studienprojekt mit den Fächern Geographische Informationssysteme, Landschafts-, Verkehrs- und Regionalplanung eng gekoppelt. Somit wird die integrierte Arbeitsweise unterstützt.

Ausgewählte Projektarbeiten - ISP 1
Integriertes Studienprojekt Entwicklungsplanung

IBA Region Stuttgart 2017

Das erste integrierte Studienprojekt im Master Stadtplanung bezog sich bislang immer auf ein Stadtentwicklungskonzept für eine Kommune in der Region Stuttgart. So wurden bereits zahlreiche Orte wie Waiblingen, Fellbach, Kornwestheim, Vaihingen/
Enz, Leinfelden-Echterdingen oder Filderstadt analysiert und konzeptionell bearbeitet. Mit diesem Studienprojekt wurde erstmals der Schritt in die gesamte Region Stuttgart gewagt – ein großer Maßstabssprung.
Dank der guten Lehr- und Forschungskontakte zum Verband Region Stuttgart (VRS) und zur Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) konnte dabei auf den dortigen Analysen aufgebaut werden.
Ein wichtiger Anlass war das Memorandum der WRS von 2016 für eine IBA in der Region Stuttgart von 2017 – 2027 - anlässlich 100 Jahre Weißenhofsiedlung.
Für die Studierenden bestand die Chance, sich in den laufenden IBA-Aufbauprozess mit eigenen Analysen und Ideen einzubringen. Aufbauend auf einer Stärken- und Schwächen-Analyse wurde deshalb eine Zukunftswerkstatt durchgeführt, um eigene
Visionen und Leitbilder für die IBA zu erarbeiten. Die Studierenden haben sich intensiv mit den Charakteristika der Region auseinandergesetzt – eine widersprüchliche Region zwischen Wachstumsstärke und Gestaltungsschwäche, zwischen großen Autokonzernen
und eingeschränktear Mobilität. Eine Region, die sich weiterhin schwertut, eine eigene Identität und Leitbilder zu formulieren. In den Leitbildern wurde auch über die derzeitigen Ziele des Regionalplans hinausgedacht, um insbesondere
der Wohnungsnot zu begeganen. Interessant ist, dass den Studierenden bei ihren Visionen auch die "weichen" Standortfaktoren wie Identität, Grün und
Wasser sehr wichtig sind. Die Leitbilder wurden in Entwicklungsachsen und Vertiefungsräumen veranschaulicht und u.a. mit verkehrsplanerischen, landschaftsplanerischen und partizipativen Aspekten verknüpft.
Wir hoffen, dass die Ergebnisse der Studierenden für VRS, WRS und die künftige IBA-Gesellschaft zahlreiche Anregungen
geben, um Leitbilder und innovative Projekte mit regionaler Dimension in der IBA umzusetzen.

Kornwestheim 2016

Im integrierten Studienprojekt "Stadtentwicklung" des Master-Studiengangs Stadtplanung bearbeiten wir immer wieder Mittelstädte in der Region Stuttgart, die wie in einer "Sandwich-Position" zwischen den großen Zentren liegen, durch Strukturwandel geprägt
sind und eine eigene Stadtidentität suchen. Dabei wird im Sinne eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts immer eine umfassende Analyse erstellt und es werden alle sektoralen Planungen berücksichtigt. Die Mittelstadt Kornwestheim liegt mit 32.000
Einwohnern auf der regionalen Entwicklungsachse zwischen Stuttgart und Ludwigsburg. Kornwestheim ist eine der wenigen jungen und modernen Mittelstädte in der Region Stuttgart, die lange Zeit durch Industrieansiedlungen (insbesondere Salamander), aber auch
Garnisonen und den Rangier-bahnhof geprägt war. Aus dem wohlhabenden Bauerndorf mit dem fruchtbaren Lössboden wurde eine aufstrebende Stadt mit verkehrsgünstiger Lage an Bahn und Bundesstraße. Von daher gibt es neben dem Dorfkern auch unterschiedliche Zentren: das Bahnhofsumfeld, den Rathausbereich, aber auch Nebenzentren in den Wohngebieten der 1970er und 1990er Jahre.
Nach dem Strukturwandel in der Industrie und dem Abzug der Garnisonen musste die Stadt in den 1990er Jahren eine neue Identität finden. Im Nordosten entstand das interkommunale Neubaugebiet Pattonville, direkt angrenzend an Ludwigsburg und Remseck. Außerdem wurden weitere große Neubau-gebiete auf früheren Militärflächen errichtet. Zugleich ist die Stadt weiterhin durch den großen (Militär-Golfplatz), die Verkehrsachsen und die Logistikflächen in großen Gebietsteilen zerschnitten und "fremdbestimmt".
Die Stadt Kornwestheim hat 2009 ein Leitbild erstellt, der neue Flächennutzungsplan liegt als Vorentwurf vor. Darin werden nicht alle Flächenreserven des Regionalplans ausgeschöpft, auch aufgrund der guten Landwirtschaftsböden. Dank dieser Planungen liegen in Kornwestheim viele Analyse-Gutachten vor, die unsere Studenten für eine umfassende Stärken-Schwächen-Analyse gut aufwerten konnten. Auf dieser Grundlage wurde von den Studierenden eine Zukunftswerkstatt durchgeführt. Als Ergebnis wurden drei Entwicklungsszenarien erarbeitet, die jeweils Standortpotenziale wie Bahnhofsumbau, Wachstumszentren oder regionale Identität aufgreifen.
Die Region Stuttgart bereitet gerade eine Internationale Bauausstellung (IBA) vor. Kornwestheim wäre prädestiniert dafür, mit Leuchtturm-Projekten daran teilzunehmen und seine regionale Bedeutung herauszustellen – und zugleich auch einen Lastenausgleich für die
Regionsaufgaben einzufordern. Außerdem hat Kornwestheim bereits alle Typologien des Neuen Bauens seit den 1920er Jahren wie bei einer realen Bauausstellung. Die Studierenden haben für eine Perspektive von etwa 20 Jahren sehr weitreichende Ideen entwickelt, mit denen dem derzeitigen Wachstumsdruck in der Region begegnet werden kann. Und sie haben es zugleich als Chance gesehen, die Identität von Kornwestheim zu stärken, z. B. am Bahnhof und am Salamander-Areal, aber auch mit Projekten z. B. an der Solitudeallee oder an den Terrassenhochhäusern. Die Studierenden haben in nur vier Monaten mit hohem Einsatz integrierte Stadtentwicklungskonzepte erstellt, dies ist eine große Leistung. Die Konzepte wurden mit allen Fachdozenten und Vertretern der Stadt Kornwestheim intensiv
diskutiert. Dieser integrierte Ansatz war wieder nur möglich durch die aktive Unterstützung durch unsere Fachdozenten, die ihre fachlichen Grundlagen und Kritiken in bewährter Form in das Projekt einbrachten, insbesondere: Verkehrsplanung: Prof. Dr. Gaspers HfT Stuttgart Geoinformatik: Prof. Kettemann, HfT Stuttgart Landschaftsplanung: Prof. Pustal, HfWU Nürtingen Regionalplanung: Dipl.-Ing. Kiwitt, Verband Region Stuttgart Partizipationsprozess: Dr. Grüher, suedlicht, Freiburg Grafische Grundlagen: M. Eng. Englert, Stuttgart
Die Ergebnisse werden im Herbst vor Ort im Rathaus präsentiert und ausgestellt. Wir würden uns sehr freuen, wenn einige Ideen bei der weiteren Planung oder bei kommenden IBAProjekten berücksichtigt werden könnten. Wir danken dem Baubürgermeister von
Kornwestheim, Herrn Güthler, sowie den Kollegen vom Stadtplanungsamt für die große Unterstützung des Projektes und die

Vaihingen Enz 2015

Vaihingen an der Enz - ein Mittelzentrum, das am nordwestlichen Rand der Region Stuttgart liegt, hat sich mit ihrer guten Ausgangslage inmitten von Wachstumsräumen zu einem beliebten Wohnstandort entwickelt. Diese Wachstumsdynamik bekam mit der Einweihung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Mannheim im Jahre 1991 und dem neuen Bahnhof für Vaihingen einen neuen Schub, was die Frage nach der Stadtidentität und dem Umfang des eigenen Stadtwachstums aufwirft. Das im Sommersemester 2015 erarbeitete Konzept zeigt auf welche Handlungsfelder zukünftig in den Fokus rücken sollten, um eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung von Vaihingen an der Enz zu gewährleisten. Mit dem Leitbild „Vaihingen an der Enz - Jünger, bunter, mehr“ stellt das Studienprojekt ein mögliches Wachstumsszenario dar, welches Impulse für die Stadtentwicklung geben kann und in eine bestimmte Richtung weist. Dabei enthält es viele Ideen und wertvolle Anhaltspunkte, die auch als einzelne Elemente in neuen Kontext verknüpft werden

Leinfelden-Echterdingen 2014

Die Aufgabe der Studenten bestand darin, zunächst die vorliegenden Fachkonzepte, das Stadtentwicklungskonzept aus den 1990er Jahren und den Flächennutzungsplan von 2011 zu analysieren. Anschließend sollten sie auf einer internen Zukunftswerkstatt Entwicklungsszenarien entwerfen, die einen weiten Blick in die Zukunft wagen. Dabei ging es insbesondere darum, den großen Wachstumsdruck vor allem im Gewerbe und Einzelhandel zu steuern. In den Entwicklungsszenarien ging es immer auch um die Doppelidentität der Stadt, und um die multiplen Identitäten als Wohnort, Landwirtschaftszentrum, Einzelhandelsschwerpunkt, Gewerbestandort und Messestadt.

Fellbach 2013

Die Aufgabe für das Studienprojekt bestand darin, aufbauend auf einer Stärken-Schwächen-Analyse ein räumliches Strukturkonzept für das Fellbacher Zentrum und dessen Verknüpfungen zu Bad Cannstatt und Waiblingen zu erarbeiten. Dabei sollte vor allem die gesamte Ost-West-Ausdehnung entlang der früheren B14 betrachtet werden, einschließlich der „Ränder“ an den Ortsgrenzen. In den drei Entwicklungsszenarien wurden von den Studenten besonders die interkommunalen Verflechtungen zu Bad Cannstatt und Waiblingen vertieft. Fellbach hat sich 40 Jahre nach der Gemeindereform erfolgreich als eigenständige Mittelstadt bewährt, mit einem prosperierenden Mittelstand und einem stabilen Zentrum mit Rathaus-Neubau, aber auch mit einem starken Abgrenzungsbedürfnis zu den Nachbarn. Künftig könnte Fellbach mit seiner kleinen Gemarkung selbstbewusst den Schritt gehen, sein Verhältnis zu den Nachbarn neu zu definieren. Im Projekt wurden dafür die drei Szenarien „Eigenständigkeit“, „Verknüpfung mit Region Stuttgart“ und „Doppelstadt mit Waiblingen“ untersucht, jeweils mit den Konsequenzen für die künftige Arbeitsteilung und die bauliche Entwicklung an den Ortsgrenzen.

Filderstadt 2012

Die Städte befinden sich im Umbruch, wirtschaftlicher Strukturwandel, die Energiewende und demographischer Wandel werden die Stadtentwicklung künftig sehr beeinflussen. Durch die Globalisierung werden die Städte gezwungen, sich in einem internationalen Standort-Wettbewerb zu positionieren. Die demographischen Veränderungen führen bereits jetzt zu einer Konkurrenz um junge Bewohner, zugleich steigen die Anforderungen zur Integration von unterschiedlichen kulturellen Lebensstilen. Die Stadtstruktur wird künftig stark durch veränderte Nachfrage am Wohnungsmarkt beeinflusst. Zugleich machen es die Ziele der Nachhaltigkeit erforderlich, den Flächenverbrauch zu reduzieren, auf den Klimawandel zu reagieren und Energiekonzepte zu entwickeln.
Die Mittelstädte in Deutschland sind von dieser Entwicklung besonders stark betroffen. Häufig sind sie gekennzeichnet durch ein qualitätvolles Gemeinwesen mit guter Infrastruktur sowie ein hohes bürgerschaftliches Engagement. Die Mittelstädte geraten aber immer mehr in einen Wettbewerb mit den Oberzentren auf der einen und den Umlandgemeinden auf der anderen Seite.
Vor diesem Hintergrund erfährt die Stadtentwicklungsplanung im Sinne einer strategischen Planung eine Renaissance. Integrierte Stadtentwicklungskonzepte können dazu dienen, sich für künftige Herausforderungen neu zu positionieren und die Potenziale und Ressourcen der Stadt zu bündeln. Sie bilden als informelle Planung die Zwischenebene zwischen Regionalplanung und Flächennutzungsplanung und dienen zur Vorbereitung auf weitere teilräumliche Konzepte. Durch eine aktive Einbindung der Bürgerschaft können die Zivilgesellschaft gestärkt sowie die Akzeptanz für städtebauliche und infrastrukturelle Projekte geschaffen werden. Die Stadt hat von 2009-2011 einen partizipativen Stadtentwicklungsprozess durchgeführt, an den mit dem Projekt angeknüpft werden konnte. Die Studenten haben auf Basis einer fundierten Bestandsanalyse und vorliegender Planungen eine interne Zukunftswerkstatt durchgeführt. Darin wurden drei alternative Szenarien zur künftigen Entwicklung der Stadt entwickelt:

  • eine Urbanisierungsstrategie mit Bernhausen als Zentrum (1+4),
  • eine arbeitsteilige Doppelstadt-Strategie mit Nord-Süd-Städten (2+2+1),
  • eine Strategie der sich ergänzenden fünf „Identitäten“ von Filderstadt (1+1+1+1+1).

Alle drei Szenarien bergen interessante Potentiale für die künftige Positionierung Filderstadts in der Region und für die interne Weiterentwicklung. Filderstadt als eine Wachstumsgemeinde in der Region steht am Scheideweg – soll fast 40 Jahre nach der Gemeindereform eine gemeinsame städtische Identität herausgebildet werden, oder sollen sich weiterhin fünf unabhängige Gebietsteile im Filderraum präsentieren?
Die Studenten haben innerhalb von vier Monaten eine gut recherchierte und konzeptionell starke Arbeit vorgelegt. Sie haben nicht nur von integrierter Stadtentwicklung gesprochen, sondern diese auch innerhalb der wechselnden Arbeitsgruppen praktiziert: Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Geographen, Infrastrukturmanager und andere Disziplinen arbeiteten produktiv zusammen.
Auch im Dozenten-Team wurde eine interdisziplinäre Arbeitsweise erfolgreich praktiziert: Dr. Christine Grüger (Beteiligungsstrategien), Prof. Dr. Bott und Dipl.-Ing. Pustal (Landschaftsplanung), Prof. Dr. Gaspers (Verkehrsplanung), Prof. Kettemann (Geographische Informationssysteme) sowie M. Eng. Englert (Grafikdesign) gaben Grundlagen-Vorlesungen und unterstützten die Projektarbeit – dafür allen einen herzlichen Dank.
Dieses Projekt wäre nicht möglich gewesen ohne die konstruktive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Filderstadt, die uns mit Unterlagen versorgten und auf einer Radtour die versteckten Qualitäten Filderstadts zeigten. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Haigis (Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung), Herrn Meigel und Frau Kahlau (Stadtplanung) sowie allen anderen Mitstreitern aus den Fachämtern für die hervorragende Kooperation.

Wir hoffen, mit den Projektergebnissen einige Anregungen für die Diskussion über die weitere Positionierung Filderstadts in der Region Stuttgart geben zu können.

Weinstadt 2011

Weinstadt 2030 - Vielfalt verbindet

Das integrierte Studienprojekt Stadtentwicklungsplanung gibt einen Einblick in die vielschichtigen Themenbereiche der gesamtstädtischen Planung. Die Stadtentwicklungsplanung kann auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurückblicken. Nach den gestalterisch orientierten Plänen der 1960er Jahre erlebte sie in den 1970er Jahren einen Höhepunkt. Die fehlende Umsetzungsorientierung ließ viele dieser Pläne jedoch in der Schublade verschwinden. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, anhand eines konkreten Praxisbeispiels einen Einblick in den Aufbau und die Erstellung von Stadtentwicklungsplänen zu bekommen. Um dem komplexen Themenfeld gerecht zu werden, wurde das Studienprojekt, das im Sommersemester von Christina Simon-Philipp und Dipl.-Ing. Petra Zeese betreut wurde, mit den Fächern Landschaftsplanung (Prof. Cornelia Bott, Dipl.-Ing. Waltraud Pustal), Verkehrsplanung (Prof. Dr.-Ing. Lutz Gaspers) und GIS (Prof. Rainer Kettemann) eng gekoppelt. Aufgrund der zunehmenden Wichtigkeit von Beteiligungsprozessen wurde das Projekt in diesem Semester von Frau Dr. Christine Grüger begleitet (cg konzept Büro für Planungskommunikation Freiburg). Im Semester erfolgte eine intensive integrierte Bestandsaufnahme und -analyse und parallel dazu eine kritische Auseinandersetzung mit Stadtentwicklungsplänen selbst gewählter Beispiele sowie mit Grundlagenthemen der Stadtentwicklungsplanung. Im Rahmen der Bestandserhebung wurde eine integrierte stadtstrukturelle Bestandsaufnahme durchgeführt und eine Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT-Analyse) erarbeitet und zeichnerisch dargestellt. Anschließend wurden verschiedene Entwicklungsszenarien skizziert und in zwei Großgruppen im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Stadtleitbilder entwickelt. Im Ergebnis diskutierten die beiden Arbeitsgruppen unterschiedliche Ansätze für die Stadtentwicklungsplanung im Detail, präzisierten die Ergebnisse und arbeiten sie aus. Dabei wurden sektorale Konzepte zur Nutzung, zum Freiraum, zur Erschließung, Raumbildung und Gestaltung vertieft und Maßnamen sowie Prioritäten festgelegt und Umsetzungsinstrumente vorgeschlagen. Hierbei wurden vielfältige Fragenkomplexe angesprochen und in begleitenden Vorlesungen thematisiert: Welches methodische Vorgehen ist für die Erarbeitung eines Stadtentwicklungsplans erforderlich? Wie kann ein prozessorientierter Ansatz in der Stadtentwicklungsplanung verfolgt werden? Welche Leitlinien und Ziele benötigen die Städte zur Steuerung ihrer zukünftigen Entwicklung? Welche Prognosen gibt es für die demographische, ökonomische und soziale Entwicklung? Wie kann die Stadtentwicklungsplanung in einem kooperativen Prozess eingebunden werden und wie können die Ziele der Stadtentwicklungsplanung realisiert werden? Die Studierenden bekamen einen Einblick in die räumlichen, ökonomischen, sozialen und städtebaulichen Aspekte der Stadtentwicklungsplanung. Sie haben die Stadtentwicklungsplanung als wichtiges Instrument der räumlichen Planung kennengelernt und eigene Ideen für die