Einrichtungen und Labore

1059_b172.jpg Tachymeter / Theodolite
1051_b172.jpg GNSS-Systeme
0771_b172.jpg Nivelliere
1056_b172.jpg Graphische Feldbücher / Feldrechner
0688_b172.jpg Laserscanning
bild_drohne_b172.jpg UAV / Vermessungs-Drohne
0773_b172.jpg Sonstige Ausrüstung
bild_kreuzscheibetheodolit_b172.jpg Historische Geräte

Geodätisches Messlabor <<

Raum 1/024 und 1/U23

Laborleiter:
Prof. Dr.-Ing. Gerrit Austen
Telefon +49 (0)711 8926 2348
Telefax +49 (0)711 8926 2556
gerrit.austen@hft-stuttgart.de

 

Laborbeschreibung

Das Geodätische Messlabor umfasst in erster Linie die klassischen Vermessungs-geräte wie Nivelliere, Theodolite und Tachymeter. Hinzu kommen Geräte für moderne Vermessungsverfahren wie z.B. Laserscanner, GNSS-Empfänger, berührungslose Distanzmesser, motorgesteuerte Tachymetersysteme (Totalstationen, Roboticsysteme), Video-Tachymetersysteme, Scanning Totalstationen, graphische Feldbücher und neuerdings auch UAS, also unbemannte Luftfahrtsysteme (Vermessungsdrohnen).

Diese Ausrüstungen sind in zwei Sälen untergebracht. Von hier aus finden pro Semester ca. 120 betreute praktische Übungen für Studierende der Studiengänge Vermessungswesen, Bauingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen statt. Ebenso wird die Ausrüstung bei zahlreiche Bachelor- und Master-Arbeiten, sowie laufend für Forschungsprojekte eingesetzt.

Im sogenannten Messkeller sind klassische Überprüfungsgeräte (Kollimatoren, Komparatoren) fest installiert. Zusätzlich stehen elektronische Prüfgeräte wie Neigungssensoren und Laserinterferometer bei Bedarf zur Verfügung. Der Messkeller bietet darüber hinaus eine genügend große Freifläche für variable Experimente und Untersuchungen unter Laborbedingungen.

Tachymeter, Theodolite /Total-, Multistationen

Im Labor stehen mehr als 20 Tachymeter, 2 elektronische Feinmesstheodolite und mehr als 20 analoge Feinmesstheodolite der Firmen Leica (inkl. Kern, Wild), Topcon und Trimble (inkl. Geodimeter, Zeiss) zur Verfügung.

Ergänzend hierzu ist natürlich das entsprechende Zubehör (Reflektoren, Zieltafeln, Stative, Roboticausrüstungen, usw.) zahlreich vorhanden.

Mit dieser umfangreichen Geräteausstattung können neben den Standard-Messverfahren auch integrierte Messverfahren (mit GNSS, graphischem Feldbuch, Video-Kamera), „Ein-Mann-Messverfahren“, reflektorlose Messungen und Messungen höchster Genauigkeit durchgeführt werden.

GNSS-Systeme

Im Labor stehen etwa 20 GNSS-Empfänger der Firmen Garmin, Leica, Topcon und Trimble zur Verfügung und können mit der vorhandenen Ausrüstung sowohl für statische, als auch für kinematische Messungen eingesetzt werden. Neben einer nachbearbeitenden „Postprocessing“-Auswertung können die Geräte auch mit den unterschiedlichen Echtzeitdiensten genutzt werden (AXIO-NET, HxGN SmartNet (Leica), Trimble-VRSNow, Schifffahrtsverwaltung-Beacon, EGNOS).

Mit dem zur Verfügung stehenden Gerätefuhrpark können also die verschiedenen GNSS-Messverfahren und damit die unterschiedlichen Genauigkeitsklassen (PDGPS->0,3-5cm; DGPS->0,3-3m; GPS-> 3-10m) abgedeckt werden.

Zusammen mit Tachymetern werden die „präzisen“ GNSS-Empfänger auch für integrierte Messverfahren eingesetzt. Einige Geräte werden als Mobile GIS-Systeme z.B. mit ESRI-ArcPAD oder Trimble-TerraSync verwendet.

Nivelliere

Im Labor stehen 8 „digitale“ Kompensatornivelliere und etwa 30 „analoge“ Kompensatornivelliere der Firmen Askania, Breithaupt, Fennel, Kern, Leica, Nikon, Wild und Zeiss zur Verfügung. Zu den Nivellieren gehört außerdem eine umfangreiche Auswahl an Nivellierlatten, unter anderem rund 10 Präzisions-Barcode-Nivellierlattenpaare.

Die zur Verfügung stehenden Geräte ermöglichen es beide Genauigkeitsklassen beim Nivellement (Ingenieurnivellement, Präzisionsnivellement) abzudecken.

Graphische Feldbücher / Feldrechner

Die Ausrüstung der Graphischen Feldbücher / Feldrechner umfasst fünf Tablet PCs und mehr als 10 Feldrechner mit Windows bzw. Windows CE Betriebssystem (Leica, Mettenmeier, Panasonic, Topcon, Trimble). Alle Graphischen Feldbücher und Feldrechner können via WLAN- bzw. Bluetooth-Schnittstellen mit unterschiedlichen Messgeräten und externen Sensoren kommunizieren, so dass viele flexible Einsatzmöglichkeiten in Forschung und Lehre möglich sind.

Sonstige Messgeräte

Im Labor stehen noch weitere Geräte zur Verfügung welche nicht in den anderen Rubriken aufgeführt werden:

  • UAS / Vermessungsdrohnen (AscTec Falcon 8, DJI Phantom 4 Pro)
  • Laserscanner (Leica HDS7000, Leica ScanStation P20, Faro Focus3D, Faro Focus 3D X330)
  • Mobile Mapping Hand-held-Scanner (GeoSLAM ZEB1)
  • Scannerkamera / TOF-Kamera (Mesa Imaging SwissRanger SR4000)
  • Multi-Kamera-Rover (Trimble V10)
  • 3D-Messsysteme GOM Atos, GOM Tritop, Faro Freestyle
  • Laserinterferometer (Hewlett Packard HP-5508)
  • Laserentfernungsmessgeräte (Leica Disto)
  • Entfernungs-Neigungssensor / „Frei-Hand-Tachymeter„ (Trupulse360)
  • Präzisions-Nadir-Lot
  • Baulaser / Rotationslaser

Softwarepakete

Für die Aufbereitung und Weiterverarbeitung der mit diesen Messsystemen erfassten Daten sowie zur abschließenden Auswertung im Rahmen unterschiedlicher vermessungstechnischer Anwendungen stehen verschiedene PC-Softwarepakete wie etwa:

  • Leica Infinity
  • Leica Cyclone / CloudWorx
  • Topcon Tools
  • Trimble Business Center (TBC)
  • Faro Scene

mit einer ausreichenden Anzahl an Lizenzen (meist Netzwerklizenzen) zur Verfügung. Hinzu kommt ein breites Spektrum an Onboard-Programmen (neudeutsch Apps) direkt an den jeweiligen Instrumenten.

Sonstige Ausrüstung

Zur sonstigen Ausrüstung gehören viele „Kleinigkeiten“, die aber teilweise bei Vermessungsübungen, Bachelor- oder Master-Arbeiten unverzichtbar sind. Dazu gehören beispielsweise: Maßbänder, Lattenrichter, Lote, Fluchtstäbe, Stabstative, Thermometer, Barometer, Kompasse, Neigungsmesser, Feldbuchrahmen, Funkgeräte, Sicherungsmaterial (Pylone, Warnwesten, Warnschilder, Helme), Vermarkungsmaterial, Feldschirme.

Historische Geräte

Im Laufe des über 150-jährigen Bestehens der „Vermessung“ an der HFT Stuttgart hat sich ein umfangreicher Fundus an historischen Gerätschaften angesammelt. Diese Geräte werden nicht mehr für Messübungen genutzt, stehen aber doch vereinzelt als Anschauungsobjekt für die Erklärung von grundlegende Techniken oder für Ausstellungen zur Verfügung.