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Projekt „What’s UB Stuttgart“ <<

Das Projekt „Whats´s UB Stuttgart: Kreative Stadt gestalten – Subkultur erhalten“ setzt sich mit der Frage auseinander, wie Sub- und Alternativkultur in einer Stadt wie Stuttgart Raum findet, wie diese Räume auch im Rahmen der Stadterneuerung erhalten bleiben können und welche Auswirkungen dies auf Quartiere und deren Bewohnerschaft hat. Im Frühjahr 2016 startete die HFT Stuttgart in Kooperation mit der Stadt Stuttgart einen Projektaufruf, um die temporäre Nutzung von Räumen der Sub- und Alternativkultur zu fördern.

Gesucht wurden Projektideen, mit denen subkulturelle Räume und Nischen in Stuttgart, einer Stadt unter Wachstumsdruck und Flächenknappheit, erhalten oder geschaffen werden können. Von 17 Anträgen wurden im Juni sieben Projekte zur Förderung bis November 2016 ausgewählt. Diese nicht-kommerziellen Projekte setzen sich mit den Forschungsfragen auseinander und haben einen konkreten Mehrwert für die Quartiere und deren Bewohner.

Gefördert werden:

  • Chloroplast e.V., „Zurück zur Funktionsfähigkeit – eine Gärtnerei erwacht zu neuem Leben“: Die ehemalige Gärtnerei in Weilimdorf soll im Rahmen des Projektes revitalisiert werden, um sie für Urban Gardening, Werkstätten und Ateliers nutzbar zu machen.
  • Kunstverein Dialekt e.V., „Palermo Galerie“: Mit der Palermo Galerie in der Olgastraße 82 wird der Ladenleerstand des ehemaligen „World of Music“ mit zeitgenössischer Kunst temporär belebt. Mit dem Projekt soll die Galerie verstetigt werden.
  • Kunstverein Wagenhalle e.V., „Spielerisches Beteiligungsverfahren“: Mit einem selbst-entwickelten Stadtplanungsspiel zur Partizipation sollen unterschiedliche Akteure zusammenkommen und über die Zukunft des Rosensteinvietels diskutieren.
  • Sascha Bauer, „Stadtlücken – Common Space Stuttgart“: Eine zentrale Stadtlücke Stuttgarts soll temporär mit Kunst bespielt und somit für die Bewohner Stuttgarts zugänglich und gemeinsam nutzbar gemacht werden.
  • UG Zwischenraum zeitgenössische Kunst, „Sister Cities – Playing together“: Mit dem Projekt soll eine unbelebte Unterführung in Wangen am Marktplatz durch zeitgenössische Kunst belebt werden, dabei wird ein Künstler aus der Partnerstadt St. Louis eingebunden.
  • Underground Soul Cypher e.V., „Melting Pot – das Hip Hop Quartier“: Eine Aktion mit Breakdance, Musik und Graffiti soll am Marienplatz auf die Hip Hop Szene und die dazugehörigen Kunstformen aufmerksam machen – und auf Raumnot der Künstler.
  • WIR.Jetzt! Miet.Eins.Anders: Das Hochhaus Hegelstraße 51 soll mit Theateraufführungen, einer Ausstellung, Musik und einer Party bespielt werden. Die Bewohner und Anwohner werden eingeladen, um das Miteinander im Haus und im Stadtviertel zu stärken.

Das Projekt „Whats´s UB Stuttgart“, in dessen Rahmen diese subkulturellen Aktivitäten bezuschusst werden, ist selbst gefördert. Als eines von 16 Modellvorhaben, die infolge des bundesweiten Projektaufrufs „Städtische Energien - Zusammenleben in der Stadt“ ausgewählt worden sind, wird es durch die Nationale Stadtentwicklungspolitik, eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen, anteilig finanziert. Bis September 2017 sollen mit dieser Förderung Lösungen und Praxisbeispiele zur Unterstützung der Subkultur in Stuttgart erarbeitet werden. Ein weiterer Aufruf zu Stuttgarter Förderanträgen ist zum Jahresende vorgesehen.

Weitere Infos unter www.whatsub-stuttgart.de.

Kontakt für Rückfragen:

Projektleitung:
Dr.-Ing. Detlef Kurth und Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp / HFT Stuttgart

Projektkoordination:
Dipl. Ing. Anna Sauter, T +49 711 8926 2335, anna.sauter@hft-stuttgart.de / HFT Stuttgart
Josefine Korbel M. Eng., T +49 711 8926 2773, josefine.korbel@hft-stuttgart.de / HFT Stuttgart

Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung Stuttgart: Martin Holch

Petra Dabelstein (petra.dabelstein@hft-stuttgart.de)