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Drei Exist-Gründerstipendien <<

Die Hochschule für Technik Stuttgart hat sich der Umwelt verpflichtet, sie ist eine von deutschlandweit 20 Pionier-Hochschulen im Bereich Umweltmanagement und wurde 2014 in das europäische EMAS-Register (Eco-Management and Audit Scheme der Europäischen Kommission) aufgenommen. Zudem erhielt die Hochschule vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg den Zuschlag für das Forschungsprojekt ‚Reallabor Klimaneutraler Campus‘.

„Gemeinsam arbeiten Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende daran, die Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeiten zu minimieren und die Umwelt dauerhaft zu schonen. Dadurch wird die HFT Stuttgart zu einem Reallabor, indem Hochschulmitglieder mit vereinten Kräften Lösungen für Alltagsprobleme suchen und umsetzen“, erklärt Prof. Dr. Tobias Popović, Leiter des Zentrums für Nachhaltige Entwicklung. Genau das haben Anete Fridrihsone, Daniel Worm und Marc Philipp Jensen getan. Darüber hinaus sind sie nun für ein Exist-Gründerstipendium ausgewählt worden.

Eine App für das Umwelt- und Energiemanagement

Die drei HFT-Mitarbeiter arbeiten aus unterschiedlichen Studienbereichen am EMAS-Projekt mit. Daniel Worm als Umweltmanagementbeauftragter der HFT Stuttgart, Anete Fridrihsone und Marc Philipp Jensen als wissenschaftliche Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Volker Coors am Zentrum für Geodäsie und Geoinformatik am Institut für Angewandte Forschung (IAF) der HFT Stuttgart.

„Mit dem Ziel, die Energieeffizienzpotentiale der Hochschule besser zu erkennen und einen nachhaltigen Hochschulbetrieb mithilfe von digitalen Gebäudeplänen umzusetzen, führten sie ihre jeweiligen Kompetenzen zusammen“, erklärt Prof. Rainer Kettemann. Das Resultat ihrer gemeinsamen Forschung und Arbeit ist eine mobile HFT-App und ein Web-Service im Umwelt- und Energiemanagement, kurz „UmweltGIS“. Gemeinsam werden die drei nun eine App für den generellen Gebrauch an weiteren Einrichtungen weiterentwickeln. Mit dem Produkt soll es dann unter dem Namen ‚BuildingScout‘ in die Selbstständigkeit gehen.

Die Chancen dafür stehen sehr gut. Es gibt bereits Interessensbekundungen aus dem International Sustainable Campus Network (ISCN), in dem die Hochschule Mitglied ist. Vor dem Hintergrund des bereits verpflichtend durchzuführenden Energieaudits sowie der Ende des Jahres in Kraft tretenden gesetzlichen Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung ist insbesondere auch unternehmensseitig mit einer wachsenden Nachfrage nach Lösungen wie dieser App zu rechnen.

Die Bewilligung des Förderantrags ist bereits ein Gütesiegel, denn der Weg zum positiven Bescheid ist lang. Produkt, Geschäftsmodell und ein erster Businessplan werden aufwendig geprüft. Betreut wird das Team von Seiten der Hochschule durch die Mentoren Prof. Dr. Volker Coors, Prof. Dr. Tobias Popović und Prof. Rainer Kettemann.

Innovationsfördernde Hochschule

Für die HFT Stuttgart ist dies nicht das erste EXIST-Stipendium. In der Arbeitsgruppe von Prof. Coors finden die drei angehenden Gründer bereits ein Vorbild. „Unser Kollege Habiburrahman Dastageeri hat es vorgemacht, ihm ist nach dem EXIST-Stipendium der Sprung in die Selbstständigkeit gelungen“, berichten die drei Stipendiaten. Dass ausgerechnet in der Gruppe von Prof. Coors erneut eine Gründung von Mitarbeitern angestrebt wird, ist kein Zufall. Er leitet nicht nur das Zentrum für Geodäsie und Geoinformatik, sondern auch das Steinbeis-Transferzentrums Technische Beratung an der HFT Stuttgart. „Das Tolle an der Forschung an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist ja gerade die Anwendungsnähe. Vieles, was wir hier erforschen und entwickeln, kommt schnell in die Umsetzung“, so Volker Coors, „viele reden über die Third Mission von Hochschulen und ihre Verpflichtung zu mehr Transfer in die Gesellschaft und mehr Teilhabe dieser. Wir unterstützen das schon lange und bauen unsere Position als innovationsfördernde Hochschule stetig aus, auch wenn das bedeutet, dass ich auf die beiden Mitarbeiter verzichten muss.“

EXIST-Gründerstipendium

Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Studierende, Absolventinnen und Absolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee realisieren und in einen Businessplan umsetzen möchten. Den ausgründungswilligen Wissenschaftlern stehen durch den vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundeswirtschaftsministerium geförderten „EXIST-Gründerstipendium“ insgesamt eine Höhe von 125.000 Euro für ein Jahr zur Verfügung, dazu kommt ein Budget für Sachausgaben und wertvolle Coachings.

Contact-AS e.V.

Um als Hochschule am EXIST Programm teilnehmen zu können, ist die Einbindung in ein regionales Gründungsnetzwerk und die Bereitstellung von Expertise im Bereich Gründung notwendig. Hierfür ist Contact-AS e.V. – die Gründungsinitiative der HFT Stuttgart und HfWU Nürtingen – beim Projektträger des EXIST Programmes eingetragen und auch mit organisatorischen und formellen Aufgaben vor und während des Förderzeitraumes von diesem betraut. Sebastian Faiss von Contact-AS e.V. war im Vorfeld dieses Gründerantrags beratend tätig. Eine positive Einschätzung von dieser Seite ist für einen positiven Förderbescheid unabdingbar. Weitere Informationen für gründungswillige Absolventinnen und Absolventen unter Contact-AS e.V.

Kontakt für Rückfragen:

Daniel Worm
daniel.worm@hft-stuttgart.de
T + 49 711 8926 2316

Petra Dabelstein (petra.dabelstein@hft-stuttgart.de)