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Ein- und Ausblicke zu aktuellen Forschungsprojekten <<

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Rektor Prof. Rainer Franke, der den Austausch und die produktive Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten sowie deren gute Vernetzung hervorhob. ENsource ist dabei ein herausragendes Projekt inmitten von ca. 66 weiteren Projekten im letzten Jahr da in diesem Verbund die Spitzenforschung von acht Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (Hochschule Aalen, Biberach, Heilbronn, Mannheim, Pforzheim, Reutlingen, Rottenburg und der HFT Stuttgart) gemeinsam mit zwei Universitäten (Universität Stuttgart und KIT Karlsruhe) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) gebündelt wird. Die Forschungsstärke an der HFT Stuttgart zeigt sich auch in den Projekten i_city mit der FH-Impulspartnerschaft, dem ganz neuen M4_LAB im Rahmen der Innovativen Hochschule oder durch das Projekt ENsign, durch das das Ziel der klimaneutralen Hochschule auf den Weg gebracht wurde. Andreas Hofer, Intendant der IBA 2027, blickte im Anschluss in seinem bildreichen Vortrag von der Vergangenheit in die Zukunft. Er fokussierte sich auf die dramatische Veränderung der Haushaltsformen, der Technologisierung von Gebäuden und der großen Herausforderung, die einzelnen Systeme sinnvoll miteinander zu verbinden. Er schloss seinen Vortrag mit dem Slogan „Stadt als Organismus – IBA 2027“ und übergab das Wort an Prof. Dr. habil Ursula Eicker. Sie warf die zentrale Frage auf, ob ein Nullenergiestandard überhaupt möglich sei und wie die Möglichkeiten von 3D-Tools in Simulationen für den effizienten Wärmeausbau genutzt werden können.

Im Rahmen von ENsource sprachen Dominik Bestenlehner von der Universität Stuttgart (Zukünftige Nahwärme und Saisonale Speicher), Prof. Dr. Martina Hofmann von der Hochschule Aalen (Fallstudien im ländlich geprägten Raum) und Werner Steiner von der Robert Bosch GmbH, sowie Prof. Dr. Martin Becker von der Hochschule Biberach (Gewerbe-Fallstudie Schwieberdingen).

„Die Zukunft wird nicht ganz so gemütlich“

In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Steffen Wurzbacher, wurden Themen wie die Rolle einzelner Energieträger und zukünftige Projekte auch in Kombination mit dem Masterplan 2050 für Stuttgart diskutiert.
Die Prognose von Andreas Hofer für die Entwicklungen bis zum Jahr 2050 skizzierte er als „nicht ganz so gemütlich“. Es handle sich hier um einen kontinuierlichen Veränderungsprozess, der Ergebnisse liefern könnte, die wir uns so momentan noch gar nicht wirklich vorstellen könnten.
Prof. Dr. habil Ursula Eicker lenkte den Blick auf die Bedeutsamkeit von Umsetzungsprojekten in Hochschulen, um verlässliche Energie- und Effizienzwerte zu erhalten und diese als Grundlage für künftige Projekte zu nutzen. Gerhard Stryi-Hipp vom Fraunhofer ISE Freiburg drängte darauf, dass jetzt konkrete Beispiele mit allen Schwierigkeiten geschaffen werden müssten um die zukünftigen Durchbrüche gut vorzubereiten. Gerade hier sei die richtige Mischung der Systeme und deren Zusammenspiel ein wichtiger Faktor. Dr. Jürgen Görres vom Amt für Umweltschutz Stuttgart warnte davor, klimaneutrale Quartiere bauen zu wollen ohne genau zu wissen, was tatsächlich gebraucht würde. Er vertrat die Meinung, dass Fehlerquoten in der Berechnung nur sehr geringe Toleranzen aufweisen dürften, da die Umsetzung "jetzt nicht mehr danebengehen dürfte".

Anschauen, Anfassen, Ausprobieren

Die Mittagszeit wurde für zahlreiche fachliche Diskussionen genutzt. Eine Posterausstellung informierte über die einzelnen Forschungsschwerpunkte und ihre Projekte. Zudem gab es die Möglichkeit, sich über das Thema „Promovieren an der HFT“ zu informieren und sich mit Doktoranden direkt auszutauschen.
Aktivität war im Innenhof gefragt: Bei der Testfahrt mit dem Elektroroller des Projektes TrottiElec kamen die zahlreichen Teilnehmer in Schwung - dahinter verbirgt sich ein Flottenversuch mit E-Ultraleichtfahrzeugen im öffentlichen Verkehr von Prof. Dr. Markus Schmidt, Sally Köhler und Lisa Wagner. Konträr dazu simulierte das Projekt AgeMan Suit den unvermeidbaren Zustand des Älterwerdens. Mittels verschiedenster Hilfsmittel und eines Alterssimulationsanzuges, der von Maja Mrso und Susanne Moulin entwickelt wurde.

Am Nachmittag folgten weitere Fachvorträge zu Smart City, neue Technologien und Geschäftsmodelle sowie Simulationstools und Optimierung.

Christine Kraus (christine.kraus@hft-stuttgart.de)