Ausblick

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„EnSign RealLabor – für einen klimaneutralen Innenstadtcampus“ – Es bleibt spannend!


Die HFT Stuttgart hat sich auf den Weg gemacht, klimaneutral zu werden. Ausgangspunkt war dabei das Projekt „EnSign RealLabor“. Dort wurden innerhalb von drei Jahren Projektlaufzeit viele unterschiedliche Lösungsansätze aufgezeigt, wie der Innenstadtcampus klimaneutral gestaltet werden kann. Ein fachübergreifendes Team aus Forschung und Lehre, sowie zahlreiche interne und externe Akteure waren daran beteiligt und arbeiteten zum ersten Mal gemeinsam an einem Forschungsthema. Das sogenannte Reallabor, eines der ersten sieben BaWü-Labs, war für alle Beteiligten Neuland und stellte viele Herausforderungen dar. Jedoch konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt, viele Ergebnisse festgehalten und bedeutende Umsetzungsmaßnahmen auf den Weg gebracht werden.

Aber was heißt das konkret?

Die Hochschule wird das Ziel „Klimaneutralität“ weiterhin verfolgen und beschäftigt sich aktuell in den folgenden Forschungsprojekten damit:

>> Campus Pilotprojekte

Als Ergebnis des Reallabor Projektes wurde unter anderem ein Fahrplan erarbeitet, wie die HFT in absehbarer Zeit klimaneutral werden kann. In einem Stufenmodell wurden technische und bauliche Maßnahmen identifiziert, wie es gelingen kann, in Zusammenarbeit mit dem umliegenden Quartier und dem Finanzministerium, schrittweise der CO2 Neutralität näher zu kommen. Bereits im Frühjahr 2019 wird damit begonnen, erste Maßnahmen umzusetzen.

>> i_city: Intelligente Stadt
Mit diesem Projekt führt der Weg vom Innenstadtcampus der HFT Stuttgart in die Stadt hinein. Für eine nachhaltige, energieeffiziente und ressourcenschonende Stadtentwicklung werden neuartige Konzepte in i_city: Intelligente Stadt entwickelt, die unter verstärkter Nutzung von Informationstechnik für eine höhere Vernetzung von Energiesystemen, smarten Gebäuden und Netzinfrastruktur sorgen und dabei die Nutzer in alle Planungs- und Betriebsführungsschritte einbeziehen. Auch arbeitet hier wieder ein transdisziplinäres Team mit den wichtigsten Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Planung zusammen.

>> M4_LAB: Metropolregion 4.0 und IBA 2027
Mit dem Projekt M4_Lab wird der Rahmen noch weiter gespannt und die Kompetenzen der HFT Stuttgart sollen dazu beitragen in Anlehnung an die Industrie 4.0 eine Metropolregion 4.0 mitzugestalten. In enger Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und zahlreichen innovativen Akteuren aus der Metropolregion soll der Campus der HFT im Rahmen der internationalen Bauausstellung 2027 noch weiter zu einem Ort umgestaltet werden, der Impulse für die Region gibt und aktiv Wissenschaft, Industrie, Politik und Bevölkerung zusammenbringt, um nutzerzentrierte Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

>> HFTmobil
Wie sieht die Fortbewegung von morgen aus? Werden wir zukünftig mit autonomen Autos zur HFT fahren, zu unserem Auslandssemester mit dem Hyperloop in ein fremdes Land geschossen oder mit einem Flugtaxi in den wohlverdienten Urlaub fliegen? Einen großen Schritt weiter in Richtung Klimaneutralität geht die Hochschule für Technik Stuttgart seit September 2018 mit dem Projekt HFTmobil . Es wird ein emissionsfreies Mobilitätskonzept für den eigenen Campus entwickelt und dazu das Mobilitätsverhalten von Studierenden, MitarbeiterInnen, ProfessorInnen, Lehrbeauftragten und BesucherInnen der HFT Stuttgart sowie das Güterverkehrsaufkommen untersucht.

>> Nutzersicht
Wie wird das Thema Klimaneutralität an der HFT Stuttgart gesehen? Die Vision eines klimaneutralen Campus kann nur erreicht werden, wenn alle Beteiligten der Hochschule dahinterstehen. Anfang des Jahres 2018 wurden alle Nutzergruppen der Hochschule zu einer zweiten hochschulweiten Umfrage eingeladen. Diese zeigt, dass das Thema eine hohe Relevanz besitzt, aber noch viele Fragen offen sind, ob und wie dieses Ziel erreicht werden kann. Eine kurze Zusammenfassung der Studie finden Sie hier. Die gesamten Ergebnisse können Sie sich hier herunterladen.

>> Hofdienergarage als Pilotprojekt  
Gemeinsam mit der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg wird daran gearbeitet, das Parkhaus Hofdienergarage zu einem „Energieblock“ umzugestalten. Das bislang gestalterisch eher etwas grob wirkende Gebäude soll dabei mittels gestalterischer und technischer Maßnahmen zu einer Energiezentrale im innerstädtischen Kontext inszeniert werden. Mittels der Einbindung in die HFT Infrastruktur könnte damit ggfls. ein großer Schritt in Richtung Versorgung der HFT mit lokal erzeugter erneuerbarer Energie gewährleistet werden.

>> Neues PV-Labor
Auf Bau2 werden im zweiten Halbjahr 2019 unterschiedliche Solarpaneele installiert, die gekoppelt mit einem Speichersystem, die in die Jahre gekommene Kälteerzeugung für das Rechenzentrum fit für die Zukunft machen sollen. Die unterschiedlichen Systeme werden so umgesetzt, dass gleichzeitig ein neues Labor entsteht und verschiedene Solar- und Speichertechnologien getestet werden können. Erkenntnisse daraus sollen für andere Landesliegenschaften genutzt werden und somit einen Beitrag liefern, eine klimaneutrale Landesverwaltung zu erreichen.

>> Building Scout
Daniel Worm, Anete Fridrihsone und Marc Philipp Jensen, Mitarbeiter der HFT Stuttgart, haben mit Hilfe einer EXIST-Förderung das Unternehmen Building Scout gegründet. Die Projektidee entstand aus dem EnSign Reallabor. Building Scout, bestehend aus Online-Portal mit Smartphone-App, nutzt digitale Gebäudekarten, um Audits und Zertifizierungen im Bereich Umwelt-, Energie-, Arbeitssicherheit und Facility-Management kosteneffizienter zu gestalten. Es werden damit Anlagen, Arbeiten, Verbräuche, Raumdaten, Auffälligkeiten etc. visualisiert und anerkannte Unternehmensstandards (ISO 14001/EMAS, ISO 50001, EDL-G) eingehalten.