Geschichte

Bau2.jpg Bau 2
Stallfest Stallfest
Bau3.jpg Bau 3

Von der Fachhochschule für Technik Stuttgart zur
Fachhochschule Stuttgart – Hochschule für Technik

1971 Umbenennung in Fachhochschule für Technik Stuttgart
Im Zuge der Entwicklung zu immer höheren Anforderungen an die Ingenieurausbildung wurde die Staatsbauschule zur Fachhochschule für Technik Stuttgart (FHT). Sie gehört seitdem zum tertiären Bildungsbereich und ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts statusgemäß den Universitäten gleichgestellt.
Die Hochschule wächst

An der FHT wurden die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Mathematik, Vermessung und Grundlagen eingerichtet. Zugangsvoraussetzung war das Abitur oder die Fachhochschulreife. Das Studium dauerte acht Semester inklusive zwei Praxissemester. Der Egle-Bau, 1870 für 450 Studierende konzipiert, musste inzwischen 1.200 Studierende aufnehmen. Da dies zu unerträglichen Verhältnissen führte, wurden Räume in benachbarten Gebäude angemietet.
1973 Weitere Gebäude kamen hinzu
Zu Beginn des Wintersemesters 1973/74 war es möglich, das von der Universität freigegebene Gebäude an der Rückseite des Innenhofes zu beziehen und dort Hörsäle und Labore einzurichten. 1974 wurde das Gebäude der Landessparkasse (heute Bau 2) zum Teil übernommen.
1975 Neue Studien- und Prüfungsordnung
Zum Sommersemester 1975 wurde eine neue Studien- und Prüfungsordnung eingeführt. Zudem wurde aufgrund der hohen Bewerberzahlen ein Numerus Clausus festgelegt.
1976 Einrichtung des Rechenzentrums und der Bibliothek
Die Installation des Rechenzentrums im Bau 2 war für die Professorinnen und Professoren, die Studierenden und für die Verwaltung eine große Erleichterung. Die gesamte Zeugnisdokumentation und die Erstellung der Immatrikulationslisten konnten auf EDV umgestellt werden.
1977 Rektorenwechsel, FHT-Bericht und „Stallfest“
Professor Rolf Schmalor (1921 – 2005) war von 1977 bis 1985 Rektor der FHT. Er hat den Ausbau der Hochschule quantitativ und qualitativ tatkräftig vorangetrieben. Für seine Verdienste um die FHT wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Nach langer Pause fand wieder ein Studierendenfest statt, das sogenannte »Stallfest«, und der FHT-Bericht wurde ins Leben gerufen, der die Professorenschaft, Lehrbeauftragte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende über das jeweils abgelaufene Jahr informierte.
1978 Neue Studiengänge
Die neuen Studiengänge Innenarchitektur und Bauphysik wurden als Halbzüge eingerichtet. Die Studierendenzahl war auf 1.700 angewachsen.
1979 Einrichtung eines technischen Beratungsdienstes
Der technische Beratungsdienst wurde der Steinbeis- Stiftung für Wirtschaftsförderung des Landes Baden-Württemberg zugeordnet mit dem Ziel, den Technologietransfer von der Hochschule an mittelständische Unternehmen des Landes Baden- Württemberg zu fördern. Außerdem wurde das Internationale Fortbildungszentrum für Photogrammetrie- Operateure (IPO) eingerichtet. Ziel des IPO war die Fortbildung von Operateuren, besonders aus der Dritten Welt.
1982 Erweiterung der Räumlichkeiten
Die Raumnot der FHT hatte sich trotz sporadischer Flächenzuweisungen ständig vergrößert. 1982 verfügte die FHT über 10.000 m² Nutzfläche, die nach einem Richtwert für etwa 840 Studierende ausreichen würde. Somit besaß die Hochschule nur etwa 50 Prozent der notwendigen Nutzfläche. Der FHT wurden die beiden oberen Geschosse des Gebäudes K2 der Universität zugewiesen, und es erfolgte der Umbau im Bau 2. Im EG wurden Räume für die Bibliothek und das Informationszentrum, im UG dringend benötigte Werkstatt- und Laborräume geschaffen.
1985 Rektorenwechsel
Professor Dr. Klaus-Jürgen Zabel (*1928) übernahm das Rektoramt. Er hat sich vor allem für die Erweiterung der Räumlichkeiten eingesetzt und sich in der Reihe der selbst bauenden Rektoren verewigt, indem er, zusammen mit einer Architektengruppe, den Bau 3 und den Glassteg gebaut hat. Gleichzeitig begannen die Sanierung und der Teilumbau von Bau 1 sowie von Bau 2, außerdem wurden neue Hörsäle im Bereich der Hofunterkellerung geschaffen.
1988 Gründung des Joseph-von-Egle-Instituts
Das Joseph-von-Egle-Institut für Innovation und Transfer in der Bautechnologie, das heutige IAF, wurde gegründet. Es diente der Durchführung von angewandten Forschungsarbeiten in allen mit dem Bauen zusammenhängenden Fachgebieten.
1998 Neuer Aufbaustudiengang als Gemeinschaftsprojekt
Im Wintersemester 1989/90 konnte erstmals im neu eingerichteten Aufbaustudiengang Umweltschutz studiert werden. Der Aufbaustudiengang ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschulen Nürtingen, Reutlingen, Esslingen und Stuttgart.
1990 Studierendenzahl steigt
Im Wintersemester 1990/91 stieg die Zahl der Studierenden über die 2.000er-Marke.
1992 Fachbereich Architektur im Bau 3
Nach Teilabbruch und Umbau von Bau 3 konnte im Januar mit dem Bezug des Gebäudes begonnen werden. Im Erdgeschoss wurden die Labore des Fachbereichs Bauingenieurwesen und die Öffentliche Baustoffprüfstelle untergebracht.
1993 Rektorwechsel, neue Zeitung
Professor Dr. Martin Stohrer (1943 – 2008) übernahm das Rektoramt. Er wurde bereits 1978 an die FHT berufen, um den Studiengang Bauphysik aufzubauen. Die Hochschule erhielt ein neues Logo, und die Hochschulzeitung „Stallgeflüster“ wurde ins Leben gerufen. Sie erscheint halbjährlich.
1994 Weitere Sanierungsmaßnahmen
Im Bau 2 wurden die Sanierungsarbeiten beendet, den Studiengängen Mathematik, Vermessungswesen und Innenarchitektur standen nun arbeitsgerechte Räume zur Verfügung.