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Städtebau

Lehrinhalte

Das Studienprojekt Städtebau stellt das städtebauliche Entwerfen in den Mittelpunkt. Thematisiert werden städtebauliche, gebäudetypologische und freiraumplanerische Gestaltungsaspekte der Wohnquartiersplanung in den Maßstabsebenen 1:1000, 1:500 und 1:200. Ziel ist es, die Sicherheit im städtebaulichen Entwurf zu schulen. Die Entwurfsaufgaben greifen konkrete städtebauliche Fragestellungen in einer Kommune auf. Dabei geht es zunehmend um städtebauliche Planungen für Brach- und Konversionsflächen. Bestandteil des Projektes ist eine Bestandsanalyse, die die Bereiche Stadtstruktur, Stadtraum, Verkehr, Freiraum und Umwelt aufgreift. Daraus entwickelt sich ein ganzheitliches Quartierskonzept, das alle in der Analyse erfassten Aspekte zu einem Entwurf zusammenfasst. Teilbereiche des Entwurfes werden vertieft und am Ende des Semesters in einen Bebauungsplan überführt.

Ausgewählte Projektarbeiten - ISP 2
Integriertes Studienprojekt Städtebau

Here East! - London Bishopsgate WS 2018/2019

Die denkmalgeschützte Ruine des ehemaligen Güterbahnhofs Bishopsgate Goods Yard liegt an der Schnittstelle zwischen dem Londoner Financial District und den sich im Wandel befindlichen Quartieren East Londons, Shoreditch, Bethnal Green, Whitechapel und Brick Lane. Ein städtebauliches Projekt an diesem beziehungsreichen Ort hat das Potenzial ein räumliches Bindeglied zu schaffen, einen zentralen Dreh- und Angelpunkt des Verkehrs neu zu ordnen und einen neuen Schwerpunkt im Stadtgebiet Londons zu setzen.

Die Grösse des Areals und seine komplexe Lage, im Grenzbereich unterschiedlicher Verwaltungsbezirke und am Schnittpunkt verschiedener Verkehrsinfrastrukturen, machen das Vorhaben zu einer herausfordernden städtebaulichen Entwurfsaufgabe.

Gemeinsam und unterstützt von verwandten Disziplinen der Landschaftsarchitektur und Freiraumplanung, der Mobilitäts- und Erschliessungsplanung sowie Themen der Energie und Nachhaltigkeit wurden im  Entwurfsstudio alternative Planungsszenarien getestet.

In interdisziplinären Teams wurden unterschiedliche Haltungen und Arbeitsmethoden entwickelt, Parameter des Städtebaus formuliert und Szenarien entworfen für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, die in einen städtebaulichen Entwurf münden. Here East!

WHAT THE FUCK IS HEIMAT WS 2016/2017

Die Vorstellung unserer heutigen europäischen Stadt ist im Gegensatz zu den rasant wachsenden Metropolen im asiatischen und lateinamerikanischen Raum in ihrer Gestalt noch immer wesentlich durch Tradition und Historie bestimmt. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht gleichermassen vom Wandel betroffen ist, denn angesichts der Wanderungstendenzen im globalen Maßstab, der Umstrukturierung der Industriegesellschaft, dem aktuellen, demografischen Wandel und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft, liegt die besondere Herausforderung in Deutschland im Umgang mit bereits existierenden Strukturen
im urbanen Raum.

Migration gilt als einer der Megatrends der Zukunft, der nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingsthematik diskutiert wird. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung ist bereits unterwegs und diese Zahl wird wohl weiter zunehmen durch Faktoren des Strukturwandels, des Bevölkerungsentwicklung, des Klimawandels und der Verschärfung von Konflikten. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund wird daher weiter ansteigen, vornehmlich in Städten und Ballungsräumen. Die Frage wird sein, wie sich Neuankömmlinge in die Stadtgesellschaft integrieren können und was der urbane Raum hierbei architektonisch zu leisten vermag.
München mangelt es an Wohnraum. Gleichzeitig ist der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig steigend, Mietpreise explodieren, anhaltende Zuzüge von Studierenden, Familien, internationalen Wohnungssuchenden und Flüchtlingen verschärfen die Situation. Das Ziel der sozialen Mischung wird als Gegenentwurf zur sozialen Segregation genannt, es hat sich gezeigt, dass zentrumsnahe Quartiere die überschaubare, maßstäbliche Integration in bestehende Stadt- Raum- und Sozialstrukturen mehrheitlich befördern. Neue Modelle und innovative Ansätze sind somit gefordert, Chancen, um zugleich neue Stadträume im Münchener Innenstadtgebiet zu formulieren und zeitgemäße Formen des Zusammenlebens zu entwickeln.

Die Aufgabenstellung im Integrierten Studienprojekt möchte zur Debatte um urbane Themen beitragen. Das Zitat, die Fragestellung und das Kunstwerk des Pop-Art-Künstlers Stefan Strumbel "What the Fuck is Heimat" stellt den thematischen Hintergrund zur stadträumlichen Auseinandersetzung von Urbanität und Identität dar. Anhand eines innerstädtischen Areals in München, dem Konversionsareal des früheren Viehhof- und Schlachthofareals, ist das Ziel neben der Entwicklung eines Stadtquartiers, auch die Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene, die Entwicklung eines Gebietstypus, eines kulturell geprägten Orts, mit vielfältigen Wohnformen, Dichte, Mischung und Zentralität. Wo und wie werden wir in Zukunft leben? Wie wird sich der Umgang mit unseren Ressourcen verändern? Welche Rolle spielen Ökologie, Natur, Landschaft und Freiraum? Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten entwickeln? Wie können wir unsere Umgebung lebenswert gestalten? Welche Instrumente werden hierfür benötigt? Was qualifiziert zukunftsfähige Wohnformen? Wie erreicht man urbane Qualitäten? Was ermöglicht Integration? What the Fuck is Heimat? Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Elisabeth Merk/Stadtbaurätin, Cornelia Bott/Landschaft, Paul Gauss/Verkehr und Olaf Hildebrandt/Nachhaltigkeit und Energie) erarbeiten wir in interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen und Schwerpunkte, wir entwickeln Arbeitsmethoden, formulieren Parameter des Städtebaus, entwerfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, debattieren diese und lassen sie in einen städtebaulichen Entwurf münden. 

MITTEN AM RAND WS 2015/2016

Das Motto „Urbane Experimente“ stellte den thematischen Hintergrund zur stadträumlichen Auseinandersetzung für die zukunftsorientierte Entwicklung eines innerstädtischen Areals in Esslingen, ein schmaler Uferstreifen, in zentraler Randlage, in unmittelbarer Bahnhofsnähe, zwischen Gleisfeld und Neckar: Mitten am Rand! Ziel war neben der Entwicklung eines Stadtquartiers die Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene, die Entwicklung eines Gebietstypus, Wohnformen, Mobiltätsstrategien für ein zukunftsorientiertes Quartier. Wo und wie werden wir in Zukunft leben? Wie wird sich der Umgang mit unseren (Flächen-)ressourcen verändern? Welche Rolle spielen Ökologie, Natur, Landschaft und Freiraum? Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten entwickeln? Welche Bedeutung haben Zentralität und Peripherie? Welche Auswirkungen haben neue Mobilitätsmuster auf den öffentlichen Raum? Wie können wir unsere Umgebung lebenswert gestalten? Welche Instrumente werden hierfür benötigt? Was qualifiziert zukunftsfähige Wohnformen? Wie erreicht man urbane Qualitäten? Mitten am Rand! Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Daniel Fluhrer/Leiter Stadtplanungsamt Esslingen, Cornelia Bott/Landschaft, Paul Gauss/Verkehr und Olaf Hildebrandt/Nachhaltigkeit und Energie) erarbeiteten Studierende in interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen und Schwerpunkte, wir entwickelten Arbeitsmethoden, formulierten Parameter des Städtebaus, entwarfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, entwarfen, debattierten und