Hochschule für Technik
Stuttgart
Schellingstraße 24
D-70174 Stuttgart
T +49 (0)711 8926 0
F +49 (0)711 8926 2666
www.hft-stuttgart.de
info@hft-stuttgart.de

Städtebau

Lehrinhalte

Das Studienprojekt Städtebau stellt das städtebauliche Entwerfen in den Mittelpunkt. Thematisiert werden städtebauliche, gebäudetypologische und freiraumplanerische Gestaltungsaspekte der Wohnquartiersplanung in den Maßstabsebenen 1:1000, 1:500 und 1:200. Ziel ist es, die Sicherheit im städtebaulichen Entwurf zu schulen. Die Entwurfsaufgaben greifen konkrete städtebauliche Fragestellungen in einer Kommune auf. Dabei geht es zunehmend um städtebauliche Planungen für Brach- und Konversionsflächen. Bestandteil des Projektes ist eine Bestandsanalyse, die die Bereiche Stadtstruktur, Stadtraum, Verkehr, Freiraum und Umwelt aufgreift. Daraus entwickelt sich ein ganzheitliches Quartierskonzept, das alle in der Analyse erfassten Aspekte zu einem Entwurf zusammenfasst. Teilbereiche des Entwurfes werden vertieft und am Ende des Semesters in einen Bebauungsplan überführt.

Ausgewählte Projektarbeiten - ISP 2
Integriertes Studienprojekt Städtebau

WHAT THE FUCK IS HEIMAT WS 2016/2017

Die Vorstellung unserer heutigen europäischen Stadt ist im Gegensatz zu den rasant wachsenden Metropolen im asiatischen und lateinamerikanischen Raum in ihrer Gestalt noch immer wesentlich durch Tradition und Historie bestimmt. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht gleichermassen vom Wandel betroffen ist, denn angesichts der Wanderungstendenzen im globalen Maßstab, der Umstrukturierung der Industriegesellschaft, dem aktuellen, demografischen Wandel und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft, liegt die besondere Herausforderung in Deutschland im Umgang mit bereits existierenden Strukturen
im urbanen Raum.

Migration gilt als einer der Megatrends der Zukunft, der nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingsthematik diskutiert wird. Etwa ein Drittel der Weltbevölkerung ist bereits unterwegs und diese Zahl wird wohl weiter zunehmen durch Faktoren des Strukturwandels, des Bevölkerungsentwicklung, des Klimawandels und der Verschärfung von Konflikten. Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund wird daher weiter ansteigen, vornehmlich in Städten und Ballungsräumen. Die Frage wird sein, wie sich Neuankömmlinge in die Stadtgesellschaft integrieren können und was der urbane Raum hierbei architektonisch zu leisten vermag.
München mangelt es an Wohnraum. Gleichzeitig ist der Druck auf den Wohnungsmarkt stetig steigend, Mietpreise explodieren, anhaltende Zuzüge von Studierenden, Familien, internationalen Wohnungssuchenden und Flüchtlingen verschärfen die Situation. Das Ziel der sozialen Mischung wird als Gegenentwurf zur sozialen Segregation genannt, es hat sich gezeigt, dass zentrumsnahe Quartiere die überschaubare, maßstäbliche Integration in bestehende Stadt- Raum- und Sozialstrukturen mehrheitlich befördern. Neue Modelle und innovative Ansätze sind somit gefordert, Chancen, um zugleich neue Stadträume im Münchener Innenstadtgebiet zu formulieren und zeitgemäße Formen des Zusammenlebens zu entwickeln.

Die Aufgabenstellung im Integrierten Studienprojekt möchte zur Debatte um urbane Themen beitragen. Das Zitat, die Fragestellung und das Kunstwerk des Pop-Art-Künstlers Stefan Strumbel "What the Fuck is Heimat" stellt den thematischen Hintergrund zur stadträumlichen Auseinandersetzung von Urbanität und Identität dar. Anhand eines innerstädtischen Areals in München, dem Konversionsareal des früheren Viehhof- und Schlachthofareals, ist das Ziel neben der Entwicklung eines Stadtquartiers, auch die Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene, die Entwicklung eines Gebietstypus, eines kulturell geprägten Orts, mit vielfältigen Wohnformen, Dichte, Mischung und Zentralität. Wo und wie werden wir in Zukunft leben? Wie wird sich der Umgang mit unseren Ressourcen verändern? Welche Rolle spielen Ökologie, Natur, Landschaft und Freiraum? Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten entwickeln? Wie können wir unsere Umgebung lebenswert gestalten? Welche Instrumente werden hierfür benötigt? Was qualifiziert zukunftsfähige Wohnformen? Wie erreicht man urbane Qualitäten? Was ermöglicht Integration? What the Fuck is Heimat? Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Elisabeth Merk/Stadtbaurätin, Cornelia Bott/Landschaft, Paul Gauss/Verkehr und Olaf Hildebrandt/Nachhaltigkeit und Energie) erarbeiten wir in interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen und Schwerpunkte, wir entwickeln Arbeitsmethoden, formulieren Parameter des Städtebaus, entwerfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, debattieren diese und lassen sie in einen städtebaulichen Entwurf münden.

 

MITTEN AM RAND WS 2015/2016

Das Motto „Urbane Experimente“ stellte den thematischen Hintergrund zur stadträumlichen Auseinandersetzung für die zukunftsorientierte Entwicklung eines innerstädtischen Areals in Esslingen, ein schmaler Uferstreifen, in zentraler Randlage, in unmittelbarer Bahnhofsnähe, zwischen Gleisfeld und Neckar: Mitten am Rand! Ziel war neben der Entwicklung eines Stadtquartiers die Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene, die Entwicklung eines Gebietstypus, Wohnformen, Mobiltätsstrategien für ein zukunftsorientiertes Quartier. Wo und wie werden wir in Zukunft leben? Wie wird sich der Umgang mit unseren (Flächen-)ressourcen verändern? Welche Rolle spielen Ökologie, Natur, Landschaft und Freiraum? Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten entwickeln? Welche Bedeutung haben Zentralität und Peripherie? Welche Auswirkungen haben neue Mobilitätsmuster auf den öffentlichen Raum? Wie können wir unsere Umgebung lebenswert gestalten? Welche Instrumente werden hierfür benötigt? Was qualifiziert zukunftsfähige Wohnformen? Wie erreicht man urbane Qualitäten? Mitten am Rand! Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Daniel Fluhrer/Leiter Stadtplanungsamt Esslingen, Cornelia Bott/Landschaft, Paul Gauss/Verkehr und Olaf Hildebrandt/Nachhaltigkeit und Energie) erarbeiteten Studierende in interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen und Schwerpunkte, wir entwickelten Arbeitsmethoden, formulierten Parameter des Städtebaus, entwarfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, entwarfen, debattierten und

convertible city WS 2014/2015

Die europäische Stadt ist im Gegensatz zu den rasant wachsenden Metropolen im asiatischen und lateinamerikanischen Raum in ihrer Gestalt noch immer wesentlich durch Tradition und Historie bestimmt. Angesichts der Umstrukturierung der Industriegesellschaft, dem aktuellen, demografischen Wandel und einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft, liegt die besondere Herausforderung in Deutschland im Umgang mit bereits existierenden Strukturen im urbanen Raum. Transformationsprozesse finden jedoch nicht nur in funktionaler, sondern verstärkt unter der Beachtung ganzheitlicher Nachhaltigkeitskriterien statt, aufgrund der begrenzten primärenergetischen Ressourcen: Etwa 2000 Watt pro Person stehen weltweit nachhaltig zur Verfügung. Die damit verbundenen CO2-Emissionen sollten 1 Tonne pro Person und Jahr nicht übersteigen, damit sich die klimatischen Bedingungen nicht drastisch verändern. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Daher sind die Anforderungen zur Ressourcenschonung hier besonders vielfältig und wirksam: Versiegelung, Kompaktheit, Dichte, Ausgleich, Freibereiche, Energieeinsparung, Recycling, Vernetzung, Mobilität, Verkehr, ... Convertible: austauschbar, umwandelbar, umkehrbar, umsetzbar, konvertierbar, wandelbar, veränderbar; konvertibel (wirtsch.); bekehrbar (relig.); Kabrio, Cabriolet, Tablet-PC, Hybrid-PC, Netvertible, ... Die Aufgabenstellung im Integrierten Studienprojekt möchte zur Debatte um urbane Themen beitragen. Convertible City stellt den thematischen Hintergrund zur stadträumlichen Auseinandersetzung für die zukunftsorientierte Entwicklung eines innerstädtischen Stadtquartiers. Ziel ist neben der Entwicklung eines gemischt genutzten Stadtquartiers, die Untersuchung und Entwicklung neuer Mobiltätsstrategien für ein zukunftsorientierts Quartier. Der exemplarische Standort ist das Areal der Spatenbrauerei im zentralen Innenstadtbereich der Münchener Maxvorstadt. Das Szenario legt die konzentrierte und produktionsoptimierte Verlagerung der Brauerei an den westlichen Stadtrand zugrunde, Standort für ein zentrales Brauereigelände mehrerer Münchener Traditionsbiermarken. Das verbleibende Areal stellt ein enormes Potenzial zur Umstrukturierung eines gesamten Stadtquartiers dar, Ausgangspunkt eines standortübergreifenden Gesamtkonzepts: Convert it! Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Elisbaeth Merk), der Landschafts- (Cornelia Bott), Verkehrsplanung (Paul Gauss) und Energie (Olaf Hildebrandt) erarbeiten die interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen, formulieren Parameter des Städtebaus, entwerfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, debattieren und präsentieren diese und lassen sie in einen städtebaulichen Entwurf münden. Wo und wie werden wir in Zukunft leben? Wie wird sich der Umgang mit unseren Ressourcen verändern? Welche Rolle spielen Ökologie, Natur, Landschaft und Freiraum? Wie wird sich unser Mobilitätsverhalten entwickeln? Welche Auswirkungen haben neue Mobilitätsmuster auf den öffentlichen Raum? Wie können wir unsere Umgebung lebenswert gestalten? Welche Instrumente werden hierfür benötigt? ...

München Marsfeld WS 2013/2014

Die Aufgabenstellung im Integrierten Studienprojekt möchte zur Debatte um urbane Themen beitragen. Ausgangspunkt ist dabei eine real anstehende Thematik, die Konzentration und der Ausbau der Steuer- und Finanzverwaltung auf dem innerstädtischen Areal des ehemaligen Marsfelds in München, zwischen Mars-, Deroy- und Arnulfstraße. Als Szenario werden wir im Sinne der Marsmission eine zukunftsorientierte Studie unternehmen, die eine alternative Planung eines gemischtgenutzen Stadtquartiers mit Schwerpunkt eines dichten und kompakten Wohnstandorts anstrebt. In München ist der Wohnraum extrem knapp, die Frage ist daher, ob Verwaltungen derart zentrale Orte besetzen sollen. „Zu dem Projekt einer langfristigen Siedlungsentwicklung für München und dem Entwickeln von Flächenpotentialen geht es bei der Frage von Nachverdichtung vor allem um die Auswirkungen auf die bestehenden Stadtquartiere. Neben den Problemen der verkehrlichen Erschließung und der sozialen Infrastruktur stellt sich die Frage nach der Stadtgestalt.“(Elisabeth Merk: München wächst! Aber Wie?) Mission Mars! Gemeinsam mit Spezialisten verwandter Disziplinen der Stadtplanung (Elisbaeth Merk/Stadtbaurätin, Cornelia Bott/Landschaft, Paul Gauss/Verkehr und Olaf Hildebrandt/Energie) erarbeiten wir in interdisziplinären Teams unterschiedliche Haltungen und Schwerpunkte, wir entwickeln Arbeitsmethoden, formulieren die Parameter des Städtebaus, entwerfen Szenarien für Mobilität, Freiraum, Energie und Nachhaltigkeit, debattieren und präsentieren diese und lassen sie in einen städtebaulichen Entwurf münden. Die Auswahl der Aufgabe, die Kooperation mit Spezialisten und die Komplexität der Disziplinen erfordern ein hohes Engagement und eine teamorientierte Arbeitsweise.

Freiburg Mooswald WS 2012/2013

Freiburg ist seit 20 Jahren unverändert Zuzugsort Nr.1 in Baden-Württemberg. Schon heute hat die Stadt ihre Wachstumsprognose für 2040 erreicht. Mit dem Leitbild der Nachverdichtung allein kommt man anscheinend nicht mehr weiter. Es ist überraschenderweise vor allem ein Zuzug von jungen Familien, der die Stadt vor Probleme stellt. Da hierfür keine Siedlungsflächen ausgewiesen werden, entstehen in den umliegenden kleinen Gemeinden neue Einfamilienhausgebiete. Die letzten neuen Stadtteile „Vauban“ und „Rieselfeld“ sind fertig. Wie geht es also weiter? Hinzu kommt ein starkes Ost-West-Gefälle in der Stadt, was das Image der einzelnen Stadtteile angeht. Alles westlich der Bahnlinien gelegene hat ein schlechtes Image. Kann man diesem Gefälle begegnen, indem man neue, hochwertige Quartiere anlegt?! Zielsetzung war, neue „städtische Dörfer“, die ihre Qualität aus der Lage im Wald bzw. im Wasser (Mooswald) ziehen, zu entwerfen. Neue, zum Teil autarke Siedlungen im „Freiburger Becken“. Lässt sich hieraus womöglich ein neues, städtebauliches Leitbild für die grüne Großstadt Freiburg entwickeln? Das städtebauliche Projekt in diesem Semester wäre dann beispielgebend für diese Siedlungsidee.