Geodäsie und BIM - Grundlagen, Laborberichte, Praxisbeispiele

171. DVW-Seminar: Geodäsie und BIM - Grundlagen, Laborberichte, Praxisbeispiele

am 3.7.2018 an der HFT Stuttgart

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung des Bauwesens auf die Vermessung? Welche Lösungen bieten sich an? Wie sollen Hochschulen dafür ausbilden? Diesen Fragen ging am 3.7.2018 das Fortbildungsseminar „Geodäsie und BIM – Grundlagen, Laborberichte, Praxisbeispiele-„ nach. Die 75 Teilnehmer des Seminars kamen von Verwaltungen, Vermessungsbüros und Hochschulen vor allem aus dem süddeutschen Raum in die Aula der HFT Stuttgart.

Die Vorträge deckten einerseits Grundlagen von BIM ab. Die Definition und fachliche Einordnung von BIM aus Sicht der Geodäsie erfolgte durch Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jörg Blankenbach von der RWTH Aachen. Prof. Dr. Steffen Feirabend von der HFT Stuttgart verdeutlichte die Sicht des Bauingenieurwesens.

Dr. Andreas Donaubauer von der TU München behandelte mit seinem Vortrag über das Zusammenspiel von Geographischen Informationssystemen (GIS) und BIM ein wichtiges Schnittstellenthema. Wie Vermessung für BIM an einer Hochschule gelehrt werden kann schilderte eindrücklich Prof. Dr. Clemen von der HTW Dresden in seinem Laborbericht. Ausgehend von dem existierenden Modell eines Hochschulgebäudes (Mensa) werden dort von den Studierenden Modellergänzungen in Projektarbeiten realisiert.

In ihren Praxisbeiträgen schilderten Dipl.-Ing. Andreas Hesterkamp von der Hochtief Infrastructure GmbH für eine Autobahnverlegung nahe Amsterdam und M.Eng. Mike Hesse von der für das DB-Pilot-Projekt Filstalbrücke den Gesamtzusammenhang, in dem BIM eingesetzt wird. Dieser geht natürlich weit über die Vermessung hinaus. Auf anschauliche Weise wurde deutlich wie der zeitliche Verlauf beider Bauvorhaben transparent gemacht werden kann (4. Dimension) und wie die Notwendigkeit der Beschaffung rechtlicher Voraussetzungen angezeigt werden kann.

Das Seminar gehört zu Folge von Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Building Information Modeling“, die vom größten Berufsverwand der Geodäten in Deutschland, der DVW Deutsche Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement, veranstaltet werden. Es sollte insbesondere die Bezüge von BIM zur Geoinformatik klarer machen.

Das Seminar wurde von Prof. Dr. Robert Seuss von der Hochschule Frankfurt UAS Hochschule moderiert und örtlich von Prof. Dr. Hardy Lehmkühler und den Mitarbeitern des Bereiches Vermessung und Geoinformatik an der HFT Stuttgart organisiert.

Vorträge

Wege der Interoperabilität zwischen BIM und GIS
Dr.-Ing. Andreas Donaubauer, TU München
(pdf-Datei, 3,1 MB)
Laborberichte aus den Hochschulen
Integration von BIM+GIS Methoden anhand eines Infrastrukturprojektes in Amsterdam
Dipl.-Ing. Andreas Hesterkamp, Hochtief Infrastructure GmbH
(pdf-Datei, 6,0 MB)
Digitales Aufmaß für BIM
Dipl.-Ing. (FH) Christoph Wintrup, Hemminger Ingenieurbüro GmbH & Co KG
(pdf-Datei, 3,0 MB)
BIM Praxisbeispiel Filstalbrücke
Michael Hesse M.Eng., DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH
(pdf-Datei, 4,0 MB)
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