Beurlaubung und Exmatrikulation

Beurlaubung

Auf Antrag können Studierende aus wichtigem Grund beurlaubt werden. Eine Beurlaubung kann in der Regel für bis zu insgesamt zwei Semester gewährt werden. Das Urlaubsemester ist vor Vorlesungsbeginn des jeweiligen Semesters zu beantragen. Der Beurlaubungsgrund ist durch geeignete Nachweise zu belegen. Eine rückwirkende Beurlaubung für ein abgeschlossenes Semester ist ausgeschlossen.

Über die Genehmigung oder Ablehnung Ihres Antrags erhalten Sie einen schriftlichen Bescheid.

Wichtige Beurlaubungsgründe sind zum Beispiel:

  • Krankheit
  • Studienplanbedingtes Aussetzen bei Halbzügen (das sind Studiengänge, die nur einmal im Jahr beginnen)
  • Praktiksche Tätigkeit, die dem Studienziel dient
  • Studium an einer ausländischen Hochschule oder Sprachschule
  • Bevorstehende Niederkunft und/oder Pflege eines Kindes
  • Pflege des/der Ehegatten/Ehegattin oder eines Elternteils
  • Sonstige wichtige Gründe

Bitte beachten Sie:

  • Urlaubssemester zählen nicht als Fachsemester. Die Anzahl der Fachsemester bzw. ein Urlaubssemester kann aber Auswirkungen auf das BAföG und Kindergeld haben.
  • Eine Beurlaubung im ersten Fachsemester ist grundsätzlich nicht möglich, es sei denn, die Beurlaubung erfolgt aufgrund Mutterschutz oder nach dem Elternzeitgesetz bzw. Pflegezeitgesetz.
  • Beurlaubte Studierende sind nicht berechtigt, Lehrveranstaltungen zu besuchen und Hochschuleinrichtungen zu benutzen - ausgenommen sind Studierende, die aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit oder aufgrund des Pflegezeitgesetzes beurlaubt sind. Die Nutzung der Biblikothek und Einrichtungen des Informationszentrums sind zulässig.
  • Das Ablegen von Prüfungsleistungen und Prüfungsvorleistungen ist nicht möglich. Dies gilt nicht für Studierende die aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit oder aufgrund des Pflegezeitgesetzes beurlaubt sind.
  • Die Anrechnung von praktischen Tätigkeiten während des Urlaubssemesters auf das Betreute Praktische Studienprojekt ist ausgeschlossen.
  • Finanzielle oder wirtschaftliche Gesichtspunkte sind keine wichtigen Gründe.

 

Während eines Urlaubssemesters wird der volle Semesterbeitrag fällig!


Exmatrikulation

Die Mitgliedschaft Studierender in der Hochschule erlischt durch die Exmatrikulation. Die Exmatrikulation kann auf eigenen Antrag oder von Amts wegen erfolgen. "Von Amts wegen" bedeutet z.B., wenn das Abschlusszeugnis ausgehändigt wurde, der Prüfungsanspruch verloren, der Semesterbeitrag nicht rechtzeitig bezahlt oder die Krankenkassenbeiträge nicht innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt wurden.

Die Exmatrikulation wird in der Regel zum Ende des Semesters wirksam, in dem sie ausgesprochen wird. Eine rückwirkende Exmatrikulation ist nicht möglich. Bei Vorliegen besonderer Gründe kann sie mit sofortiger Wirkung ausgesprochen werden.

Über die Exmatrikulation wird ein Bescheid erteilt bzw. eine Bescheinigung erstellt. Die Exmatrikulation muss bei Studierenden, die der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegen, durch die Hochschule der zuständigen Krankenversicherung gemeldet werden.