Lehrende teilen positive Erfahrungen und zeigen sich optimistisch für das bevorstehende Wintersemester

14.08.2020, von Brigitte Heintz-Cuscianna und Bettina Sigg

 

Zum Abschluss des Sommersemesters 2020 haben wir unsere Lehrbeauftragten in den Fremdsprachen und dem Studium Integrale ergänzend zur hochschulweiten quantitativen Evaluation befragt, wie sie dieses besondere Semester erlebt haben. Die Rückmeldungen zeigen, dass die Lehrpersonen - nach einigen Unsicherheiten im Umgang mit der Technik zu Beginn des Semesters - im Laufe ihrer Veranstaltungen zunehmend positive Erfahrungen machen konnten, wie bspw. mit interaktiven Tools, die sie auf jeden Fall auch bei der Rückkehr zur alten Normalität beibehalten möchten:

„[...] Mentimeter, um ein paar Ideen abzugreifen. Ein super tolles Tool, interaktiv. Wir haben diese Wortwolken genutzt, um ein Stimmungsbild abzugreifen und um Gedanken zu ordnen.“
„[...]Moodle Kurse. Ich werde nie mehr an den Kopierer gehen.“
„Das kollaborative Schreiben würde ich weiterhin nutzen. Mentimeter, Kahoot und Lyricstraining kann man gut im Präsenzunterricht einsetzen. Moodle werde ich auch weiterhin einsetzen. Für mich ist Moodle ganz praktisch.“

Ihren Studierenden bescheinigten die befragten Lehrpersonen einen kompetenten Umgang mit den vielen eingesetzten Medien:  

„Positiv war, dass die Studenten keine Probleme mit den verschiedenen Apps und Tools hatten.“
„Ich fand es auch schön, das Feedback von den Studenten zu bekommen, dass die in allen Tools fit sind und es ihnen mehr oder weniger egal ist wie man sich zusammenschaltet.“

Insgesamt berichteten die Lehrenden von einem hohen Aufwand hinsichtlich der Umstellung der Präsenzlehre auf digitale Formate. Zudem ist den Lehrenden die erschwerte Kommunikation mit den Studierendengruppen, sowohl in synchronen als auch in asynchronen Formaten, in Erinnerung geblieben. Insgesamt stimmten alle Interviewten darin überein, dass ein persönlicher Kontakt nicht durch online Meetings, Telefonate oder E-Mails ersetzt werden kann.

„[...]die Kommunikation mit den Studenten [ist] schon aufwändiger. Es war sehr viel E-Mail-Verkehr."

An dieser Stelle nochmals ein großer Dank an die weiterbildungsbereiten und experimentierfreudigen Lehrbeauftragten im Bereich der Fremdsprachen und im Studium Integrale! 

„Ich finde es gut, wenn man etwas neues lernen muss, das ist die Herausforderung, sonst wäre die Arbeit Routine.“

Lehrbeauftragte*r im Didaktikzentrum Anonym (qualitative Befragung)

Trotz der Herausforderungen und Dank der neuen Erfahrungen im vergangenen Semester, stehen die befragten Lehrenden dem nächsten Online-Semester optimistisch gegenüber:

„Das Corona Semester. Ja wie soll man sagen, erstmal nervenaufreibend am Anfang, dann war es wirklich montags um 8 total entspannt. Ich würde sagen, dass wir wahrscheinlich alle viel dazugelernt haben in diesem Semester. Viel aber auch vermisst haben. Auch den Kontakt irgendwie den ja auch wenn man per E-Mail und per Telefon und Facetime, der persönliche Kontakt hat auch zu den Kollegen gefehlt. Der hat einfach gefehlt.“

„Ich möchte einfach nochmal erwähnen, dass die Umstellung auf das Digitale eine Herausforderung war, aber man hat sich gut unterstützt gefühlt. Da kann man ein Lob aussprechen. Ich denke höchstwahrscheinlich wird es im nächsten Semester wieder so weiter gehen, ich bin da aber guter Dinge, dass das auch wieder klappen wird.“

„Es ist eine neue Situation für alle, aber es mussten alle mitmachen. Ich finde alle haben an einem Strang gezogen. Man kann das gerne auch wieder machen.“