Erasmus+ im Wintersemester 2020/2021

Die Idee von Erasmus+ sieht grundsätzlich das Studium an einer Gasthochschule oder ein Praktikum im Gastland vor. Das Leben im Gastland lässt Geförderte die andere Kultur im wahrsten Sinne erLEBEN. Sie erlangen, über den akademischen bzw. praxisorientierten Mehrwert hinaus, interkulturelle Erfahrungen und Kompetenzen, die eine europäische Identität fördern. Virtuelle Mobilität verändert zwar diese Erfahrung, dennoch kann ein Erasmus+ Semester – auch virtuell oder “blended” – Studierenden ganz neue Perspektiven eröffnen.
Wie sich die Situation in den Ländern und an den Hochschulen weiter entwickeln bleibt abzuwarten. Fest steht, dass Erasmus+ weiterläuft!
Neu ist, dass Mobilitäten zunächst virtuell begonnen werden können und – wenn möglich – physisch fortgesetzt werden sollen. Die Regelungen der Gasthochschule und die Pandemiebestimmungen des jeweiligen Gastlandes sind hierbei entscheidend.
Konkret ermöglicht im Wintersemester 20/21 der virtuelle Beginn von Erasmus+ die größtmögliche Flexibilität in der aktuellen Situation.

Fahnen unterschiedlicher Länder werden in die Höhe gehalten

Mit Erasmus+ ins Ausland!

Erasmus+ Praktikum im Ausland

Mit einem Erasmus+ Praktikum im Ausland praktische Erfahrungen sammeln!

 

Erasmus+ Studium im Ausland

Die Hochschule für Technik hat Austauschplätze an über 40 Erasmus+ Partnerhochschulen in Europa und der Türkei.  

Find everything you need to know about opportunities to go abroad with Erasmus+ and check out all the features that are specifically built to facilitate your experience in the Erasmus+ APP!

Erasmus+, eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union, fördert seit 1987 grenzüberschreitende Mobilität von Studierenden und Hochschulmitarbeitern in Europa. Bisher haben rund 2 Millionen Studierende und fast 200.000 Dozentinnen und Dozenten davon profitiert.
Diese europäischen Länder nehmen an Erasmus+ teil: Die 27 EU-Länder, Großbritannien noch bis 2021, Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, Serbien und Nord-Mazedonien.

Durch Erasmus+ wird folgendes gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)

Voraussetzungen

  • Immatrikulation an der Hochschule für Technik
  • Abschluss des ersten Studienjahres
  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die HFT einen Erasmus-Vertrag abgeschlossen hat oder
  • Praktikumsplatz im europäischen Ausland

ERASMUS+ bietet folgende Leistungen:

  • Finanzielle Förderung
  • Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Unterstützung bei der Vorbereitung
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern oder mit Behinderung

Information und Beratung zu Erasmus+ gibt es im AAA, in der Erasmus+ App oder beim DAAD.

 

Verpflichtende Sprachtests

Die EU hat einen Online-Sprachtest für die sechs großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Er findet sowohl vor dem Auslandsaufenthalt als auch danach statt, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und die erzielten Fortschritte der Erasmus+ Teilnehmer erfassen zu können. Er ist für Erasmus+ Studierende verpflichtend, er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Erasmus+ Förderung und gilt nicht für Muttersprachler.

Erasmus+ Erfahrungsbericht

Der Erasmus+ Aufenthalt im Ausland wird anhand eines Erfahrungsberichts dokumentiert. Dieser Bericht muss nach Rückkehr über ein Mobility Tool online eingereicht werden. Ein frei formulierter Bericht muss zudem an das AAA geschickt werden. Wir behalten uns vor, bei Nichteinreichung der beiden Erfahrungsberichte bereits ausbezahlte Erasmus+ Gelder zurückzufordern.

Versicherungsschutz

Mit einem Erasmus+ Mobilitätszuschuss ist keinerlei Versicherungsschutz verbunden. Die Studierenden haben selbst für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. Es besteht für Erasmus-Studierende die Möglichkeit, in die Gruppenversicherung des DAAD aufgenommen zu werden.  

Haftungsklausel

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Erasmus+ Bewerbung

Bewerbungen für einen Austauschplatz an einer Erasmus+ Partnerhochschule müssen im Akademischen Auslandsamt der HFT bis zu folgenden Terminen abgegeben werden:

  • bis zum 15. September für das folgende Sommersemester
  • bis zum 1. März für das folgende Wintersemester

Diese interne Bewerbung um einen Austauschplatz an einer Partnerhochschule ist identisch mit der um Erasmus+ Geld. Eine gesonderte Bewerbung für den Erasmus+ Zuschuß ist deshalb nicht nötig:

  • Notenspiegel (mit Durchschnittsnote!)
  • Lebenslauf und Motivationsschreiben auf Deutsch
  • (Architekturstudentinnen und Architekturstudenten müssen zusätzlich eine Entwurfsmappe und ein Gutachten abgeben.)
  • Formular "Bewerbung Auslandsstudium"

Mit der Zusage für einen Erasmus+ Platz erhalten die Studierenden vom Akademischen Auslandsamt Informationen rund um den weiteren Ablauf und ggf. die Bewerbungsunterlagen der jeweiligen Partnerhochschule. Die Studierenden bewerben sich dann entweder online oder die Bewerbungen werden vom AAA an das Erasmus-Büro der Partnerhochschule geschickt.

Erasmus+ Praktikumsaufenthalte

Erasmus+ Praktika werden zentral über das baden-württembergische Konsortium KOOR/BEST in Karlsruhe gefördert:

  • Studierenden Praktika
    Finanziell unterstützt werden Pflichtpraktika und freiwillige Praktika in Unternehmen und Einrichtungen wie Forschungszentren, Forschungslaboren, gemeinnützige Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen von immatrikulierten Studierenden nach Abschluss des 1. Studienjahrs, mit einer Dauer von mindestens 2 bis maximal 12 Monaten.
  • Absolventen-/Graduiertenpraktika
    Auch Absolventen können bis zu 12 monatige Erasmus+ Praktika absolvieren, wenn das Auslandspraktikum innerhalb eines Jahres nach Beendigung der entsprechenden Studienphase durchgeführt und abgeschloßen wird.

Erasmus+ Anträge werden online bei der KOOR/BEST an der Hochschule Karlsruhe gestellt: Bewerbung. Sie müssen VOLLSTÄNDIG vier Wochen vor Beginn des Praktikums bei der KOOR/BEST eingegangen sein. 

Höhe und Dauer der finanziellen Unterstützung

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten orientiert sich an den Lebenshaltungskosten in den Zielländern.
Es gelten europaweit diese Förderhöhen für die drei Ländergruppen: 

  • Gruppe 1 (monatlich 450 Euro): Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Liechtenstein, Island, Luxemburg, Norwegen, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 390 Euro): Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, Griechenland, Island, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 330 Euro): Kroatien, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Nord-Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Türkei, Ungarn.

Ein Erasmus+ Studien- oder Praktikumsaufenthalt kann zwischen drei Monaten (zwei Monate bei Praktika) und zwölf Monaten dauern. Insgesamt können Studierende bis zu 36 Monate für Studium und/oder Praktikum gefördert werden:

  • jeweils in Bachelor-, Master- und Promotion-Studiengängen bis zu zwölf Monate,
  • die Förderung kann aufgeteilt und innerhalb eines Studienzyklus auch mehrfach in Anspruch genommen werden (z.B. für zwei Mal für sechs Monate).

Erasmus+ erlaubt auch eine Kombination von Studium und Praktikum: Studierende können somit einerseits an einer Hochschule studieren und andererseits ein Praktikum in einem Unternehmen oder einer anderen Einrichtung innerhalb derselben Mobilitätsphase absolvieren.
Personen mit einer Behinderung können einen Zuschuss für Mehrkosten im Rahmen eines Erasmus+Aufenthalts erhalten. Dies gilt für alle Erasmus+ Studiums- und Praktikumsaufenthalte.
 Die Auszahlung des Erasmus+ Zuschusses erfolgt in zwei Teilraten. Voraussetzung für die Auszahlung aller Raten ist das Vorliegen sämtlicher geforderten Unterlagen und die Teilnahme an den kostenlosen Erasmus+ Sprachtests. In der ersten Teilrate werden 80% der Gesamtsumme überwiesen, die zweite Teilrate in Höhe von 20% erfolgt nach Erhalt des Abschlussberichts und nach Einreichen des Leistungsnachweises der Gasthochschule. Wenn die Anzahl aller Erasmus+Mobilitäten niedriger war als angenommen, stehen noch Restmittel zur Verfügung, die gegebenenfalls in Form einer dritten Rate ausgezahlt werden können.

Auslands-BaföG

BAföG-berechtigte Studierende können für ihren Auslandsaufenthalt mit Erasmus+ auch BaföG in Anspruch nehmen. Erasmus+ Zuschüsse bis maximal 300 Euro pro Monat bleiben anrechnungsfrei. Gegebenenfalls kann das zuständige BaföG-Amt Auskunft darüber erteilen, ob und in welcher Höhe das BAföG reduziert werden würde. Auch Studierende die bisher kein BAföG erhalten, können unter Umständen für ihr Auslandssemester BaföG bekommen.

Doppelförderung

Stipendien, die aufgrund von Leistungskriterien vergeben werden, können nicht mit dem Erasmus+ Zuschuss kombiniert werden.
Stipendien, bei deren Vergabe soziale Kriterien berücksichtigt werden, können mit dem Mindestbetrag des Erasmus+ Zuschusses (300 Euro) kombiniert werden.

ECTS / Anerkennung

Die Empfehlung der EU liegt bei 30 credit points (ECTS), die pro Erasmus+ Auslandssemester im Ausland erreicht werden sollten. Derzeit werden im Ausland erbrachte ECTS nicht an die Gewährung des Erasmus+ Zuschusses gekoppelt, d.h. auch bei weniger erreichten ECTS als vereinbart, muss kein Geld zurück gezahlt werden. VOR Antritt des Auslandsaufenthaltes muss mit dem/der Auslandsbeauftragten des Studiengangs geklärt werden, welche Auslandsstudienleistungen anerkannt werden können.
Für Pflichtpraxissemester, die in einer Firma im Ausland absolviert werden, werden 30 ECTS angerechnet.