Eichung des CoSH-Mathematik-Tests

an der Hochschule für Technik Stuttgart

Testinstrument der Arbeitsgruppe "cosh - Cooperation Schule-Hochschule" an über 2500 Schülern unterschiedlicher Schulformen Baden-Württembergs geeicht


In den ersten Wochen des Schuljahres wurde das im Rahmen des cosh-Verbundprojektes an der HfT Stuttgart entwickelte Testinstrument, über die Inhalte der Sekundarstufe I, an Schulen aus allen Regierungsbezirken Baden-Württembergs geeicht. Insgesamt nahmen 2631 Schüler/innen aus 127 Klassen am Test teil. Die Durchführung erfolgte sowohl an allgemeinbilden-den als auch an berufliche Gymnasien sowie an weiteren beruflichen Schulen (Berufskollegs, Berufsoberschulen), deren Abschluss zu einem Studium an einer HAW berechtigt.

Ziel der Eichung ist es, zukünftig am Test teilnehmenden Schülerinnen und Schülern über die absoluten Ergebnisse hinaus eine Einordnung ihres persönlichen Testresultats in eine Vergleichsgruppe zu ermöglichen.

Der Test stieß unter Lehrkräften auf reges Interesse, zumal lt. Konzept des Kultusministeriums aufgrund der vorangegangenen Schulschließungen der Ermittlung des Lernstandes zu Beginn des neuen Schuljahres Priorität eingeräumt werden sollte. Da für den Übergang von Sekundarstufe I zu Sekundarstufe II noch kein derartiges Instrument existiert, konnte der Einsatz unseres 2019/20 neu entwickelten Mathematik-Leistungstests hilfreich sein.

Die Entwicklung des Tests basierte auf dem bereits 2014 von cosh herausgegebenen Mindestanforderungskatalog Mathematik (Version 2.0) für ein Studium in WiMINT-Fächern, der deutschlandweit Anerkennung gefunden hat. Es handelt es sich bei dem Test um ein diagnostisches Instrument zur Früherkennung von Kenntnislücken im Bereich der Mathematik. Er wurde v.a. als Selbsttest für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II konzipiert und soll differenzierte individuelle Rückmeldungen zum Kenntnisstand in mehreren Teilbereichen liefern. Zu diesem Zweck soll die Eichstichprobe nun im weiteren Projektverlauf dazu genutzt werden, die bisher anhand einer kleineren Stichprobe formulierte Modellvermutung unter psychometrischen Gesichtspunkten zu validieren.

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Anselm Knebusch
Anselm Knebusch anselm.knebusch@hft-stuttgart.de +49 711 8926 2654
Konstanze Mehmedovski
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Veröffentlichungsdatum: 02. Dezember 2020