Insgesamt 18 Schülerinnen ab 14 Jahren gewannen einen praxisnahen Einblick in die Welt der Technik und Informatik und lernten die Hochschule kennen
Der Tag startete für die Teilnehmerinnen in entspannter Atmosphäre: Julia Sigle, zuständig für den Bereich Hochschuldidaktik und Digitalisierung, begrüßte die Gruppe mit einem spielerischen Kennenlernen, für das Legobausteine eingesetzt wurden. Bei der Methode LEGO® Serious Play können komplexe Themen durch das Bauen von Modellen greifbar gemacht werden. So kamen die Teilnehmerinnen schnell miteinander ins Gespräch, Berührungsängste wurden abgebaut. Was jedoch zunächst nur nach einem Spiel aussah, war die Vorbereitung auf die darauffolgende Herausforderung: die LEGO-Aufgabe „Rettet den Wald“.
Von Legosteinen zu komplexen Algorithmen
Unter der Anleitung von Prof. Dr. Melanie Baur übernahmen die Teilnehmerinnen die Rolle von Klimaschützerinnen und entwickelten mit LEGO® Education einen Roboter, der Bäume in einen „Wald“ auf eine Spielfeldmatte transportiert und pflanzt. Die Teams traten dabei in einem Wettbewerb gegeneinander an, mit dem Ziel, in drei Minuten möglichst viele Bäume zu platzieren. Die Aufgabe forderte nicht nur technisches Geschick, sondern auch Teamgeist und logisches Denken. Solche Lernszenarien werden an der Hochschule im Labor für Future Learning & Engineering eXperience, kurz FLEX Lab, entwickelt, das von Melanie Baur gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Sebastian Speiser geleitet wird.
Prof. Dr. Ulrike Padó führte das NLP-Labor vor und erklärte dabei anschaulich die Funktionsweise eines Chatbots. Die Teilnehmenden erhielten spannende Einblicke in moderne Sprachverarbeitung und den praktischen Einsatz künstlicher Intelligenz. Zudem zeigte sie die vielfältigen Chancen und Vorzüge eines Informatikstudiums für Frauen auf.
Der Girls’Day an der HFT Stuttgart hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, junge Frauen für ein Studium in den MINT-Fächern zu begeistern. Die Hochschule freut sich darauf, auch im nächsten Jahr wieder interessierte Schülerinnen begrüßen zu dürfen oder die eine oder andere Teilnehmerin in einigen Jahren als Studentin wiederzusehen.
Girls’Day
Der Girls’Day ist ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der Mädchen und Frauen motivieren soll, Berufe aus den Bereichen Handwerk, Technik, Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Forschung zu ergreifen bzw. ein entsprechendes Studium an einer Hochschule in Erwägung zu ziehen. Er soll dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen und den Fachkräftemängel, insbesondere in den MINT-Fächern, wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, langfristig zu verringern. Der Girls‘Day wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.