»BRENNPUNKT ARCHITEKTUR«

Zeitraum:
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Werkvortrag von Marie-José Van Hee am 6. Juli 2022 um 18:00 Uhr

Die belgische Architektin Marie-José Van Hee gehört zu den bedeutenden Architekturschaffenden der Gegenwart. Seit 1975 ist sie freischaffend in Gent tätig und hat in Flandern über viele Jahre vornehmlich kleinere und größere Wohnhäuser errichtet. Erst in den letzten Jahren sind größere Projekte dazugekommen wie etwa die Stadthalle in Gent zusammen mit Robbrecht & Daem oder das Museum für Mode MOMU in Antwerpen.  

Ihre Bauten sind präzise konstruiert – Material und Konstruktion spielen eine wichtige Rolle. Die Innenräume sind als höchst subtile Raumfolgen angelegt, bei denen die Bezüge zur Natur eine große Bedeutung einnehmen. Die Themen des Wohnens werden von Marie-José Van Hee immer wieder neu, jenseits aller Moden interpretiert. Auch die Inneneinrichtungen werden meist von ihr gestaltet. Viele ihrer Wohnprojekte liegen in dichten innerstädtischen Bestandssituationen, in die sie ihre Gebäude gestalterisch-räumlich höchst subtil einfügt. Besonders auffällig ist die bescheidene, zeitlose Gestalt ihrer kraftvollen Projekte, die die überzeitliche Bedeutung ihrer Innen- und Außenräume unterstreicht.

2012 sind ihre Arbeiten auf der 13. Architekturbiennale zu sehen gewesen und 2018 ist sie zur 16. Architekturbiennale nach Venedig als Hauptausstellerin eingeladen worden. 2019 ist eine Monografie ('More Home, More Garden') über ihr Werk erschienen. Und 2021 hat ihr die internationale japanische Architekturzeitschrift a+u eine eigene Ausgabe gewidmet (a+u 613). Seit etwa einem Jahrzehnt wird sie regelmäßig zu Vorträgen und Gastkritiken an die großen europäischen Architekturfakultäten in den Niederlanden, der Schweiz, Schweden und Großbritannien eingeladen.

Zum Vortrag im Rahmen der Reihe »BRENNPUNKT ARCHITEKTUR« sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

Werkvortrag – Marie-José Van Hee
Mittwoch, den 6. Juli, 18:00 Uhr, Atrium, Bau 8

Moderation: Prof. Peter Krebs