Wie verändert Künstliche Intelligenz das Lernen, das Lehren und die Zusammenarbeit an der HFT Stuttgart? Dieser Frage widmete sich die Woche des Lernens und der Lehre 2026 unter dem Motto „Prompting the Future – HFT zwischen Mensch und KI". Studierende, Lehrende, Forschende sowie Mitarbeitende kamen online und vor Ort zusammen, um KI nicht nur als Werkzeug zu betrachten, sondern als Anlass, Hochschulbildung neu zu denken.
Das Programm machte sichtbar, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit KI an der HFT Stuttgart bereits existiert: von KI-gestützter Literaturrecherche über Tutorbots und Vibe-Coding bis hin zu Fragen rund um Prüfungsdesign, Kunst und Stadtentwicklung. Workshops, Demos, Lightning Talks, eine Postersession und Einblicke in den aktuellen strategischen Arbeitsstand beim „Lunch Date mit der Strategie“ zeigten, dass KI bereits heute konkret in Lehr- und Lernpraktiken hineinwirkt.
Dabei wurde durchgängig deutlich: Große Sprünge entstehen nicht durch KI allein, sondern durch die konstruktive Zusammenarbeit von Expert:innen mit KI-Systemen. Besonders anschaulich zeigte dies Prof. Dr. Matthias Hamann in seiner Demo zum Aufbau einer Wissensdatenbank. In seiner Arbeitsumgebung nutzt er verschiedene KI-Modelle für die Erstellung, Qualitätssicherung und automatische Verifikation von Lehrmaterialien. Die Modelle prüfen generierte Inhalte gegen Originalliteratur und erstellen unabhängige Prüfberichte. Dieser systematische Ansatz trägt dazu bei, Halluzinationen zu reduzieren und die Verlässlichkeit KI-gestützter Lehrmaterialien zu erhöhen.
Alternativen zu rein kommerziellen Lösungen mitdenken
Neben technischen und didaktischen Aspekten rückte auch die Frage nach Zugang und Verantwortung in den Fokus. Wenn leistungsfähige KI-Zugänge mit erheblichen Kosten verbunden sind, stellt sich an Hochschulen nicht nur eine technische, sondern auch eine bildungspolitische Frage: Wie ermöglichen wir Studierenden und Lehrenden einen fairen Zugang zu komplexen KI-Tools? Prof. Dr. Ulrike Pado wies darauf hin, wie wichtig es ist, Alternativen zu rein kommerziellen Lösungen mitzudenken. Open-Source-Ansätze, eigene Chatbots und niedrigschwellige Umgebungen können KI-Kompetenz breiter zugänglich machen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf individualisiertem Lernen. Prof. Dr. Anselm Knebusch gab Einblicke in einen Prototyp für einen Mathe-Tutorbot, der im Rahmen von SuMINT (https://www.hft-stuttgart.de/forschung/projekte/sumint) entwickelt wird. Sein Ansatz invertiert den „Inverted Classroom" noch einmal und schafft neue Räume, in denen Studierende vorbereitet, begleitet und gemeinsam an ihren Kompetenzen arbeiten können. Lernen bleibt soziale Aktivität. Deutlich wird, dass KI Lernende unterstützen, aber nicht den persönlichen Austausch und das gemeinsame Ringen um Erkenntnis ersetzen kann.
Kann KI Kunst?
Auch überraschende Momente prägten die Woche. Der Workshop „Kann KI Kunst?“ zeigte beispielsweise, wie anspruchsvoll die Unterscheidung zwischen „menschlich“ und „KI-generiert“ bei Bild, Text und Musik inzwischen geworden ist. Umso zentraler bleibt kritisches Denken. Dies gilt ebenso für die Gestaltung guter Prüfungsaufgaben: Sie müssen Denkprozesse sichtbar machen, fachliche Urteilsfähigkeit fördern und Studierende wie Lehrende dazu anregen, KI-Ergebnisse reflektiert einzuordnen.
„Prompting the Future“ hat an der HFT Stuttgart einen Raum für fachlichen Austausch eröffnet und deutlich gemacht, dass der digitale Wandel bereits aktiv gestaltet wird: mit Lehrenden, die experimentieren, Studierenden, die kritisch mitdenken, und Formaten, die echten Austausch ermöglichen. Das zentrale Fazit bringt Prof. Dr. Anselm Knebusch auf den Punkt: „Im KI-Zeitalter werden gute Fragen wichtiger als die Antworten.“ Genau darin liegt der Auftrag für die kommenden Jahre: KI-Kompetenz aufzubauen, Reflexion zu fördern und die HFT als lernende Institution weiterzuentwickeln.
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Dieser Artikel wurde unter ko-kreativer Nutzung generativer KI-Systeme (Claude und ChatGPT in ihren jeweils aktuellen Modellgenerationen zum Zeitpunkt 22. Mai 2026) erstellt. Die KI wurde zur Textarbeit eingesetzt. Sämtliche Inhalte wurden von der Autorin inhaltlich konzipiert, geprüft, bewertet und bei Bedarf überarbeitet. Die volle Verantwortung für den finalen Text liegt bei der Autorin.