Im deutschen Wissenschaftssystem wurde 1998 durch die Formulierung des Kodex „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ das System der Selbstkontrolle in der Wissenschaft etabliert. Es beruht auf den Grundprinzipien des methodischen, systematischen und überprüfbaren Vorgehens, die in allen Disziplinen sowie international und interkulturell gleich sind. Allen voran steht die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen.

Eine Novellierung des Kodex erfolgte 2019. Bis 07/2021 müssen alle Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen die 19 Leitlinien rechtsverbindlich umsetzen, um öffentliche Fördermittel durch die DFG erhalten zu können. Hierzu gehört auch die Einrichtung des Amtes der Ombudsperson.
 

Gremium „Ombudsman für die Wissenschaft“

Es steht den Wissenschaftlern frei, sich mit Ihrem Anliegen entweder an die Ombudsperson der HFT oder an den überregionalen Ombudsman für die Wissenschaft zu wenden.

Lokale Ombudspersonen

Die Ombudspersonen sind vertrauenswürdige Ansprechpartnerinnen und -partner, die Beratung und Konfliktvermittlung in Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und ihrer etwaigen Verletzung durch wissenschaftliche Unredlichkeit anbieten.

Mögliche Konfliktfälle können sein:

  • Unzulässige Verwendung von Forschungsdaten und -ergebnissen
  • Plagiate
  • Behinderung von Forschung
  • Unterbindung von Publikationen
  • Unvollständige oder ungerechtfertigte Autorenschaften bei Publikationen
  • Ideenklau
  • Mangelnde Betreuung von Doktoranden und Doktorandinnen
  • Ggf. personalrechtliche Probleme

Die Ombudspersonen beraten als Vertrauensperson betroffene Personen (die über ein vermutetes wissenschaftliches Fehlverhalten Informieren), um objektiv Sachverhalte zu prüfen und zunächst interne Lösungen zu finden. Die Beratung findet ohne Hinzuziehung weiterer Personen statt und hat keine juristische Bindung.

Die an der HFT Stuttgart von der Hochschulleitung bestellten Ombudspersonen, die den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der HFT Stuttgart zur Verfügung stehen:

Name und Position Bereich E-Mail und Telefon Raum
Professor, Mitglied IAF Direktorium Studienbereich Bauphysik +49 711 8926 2507 7/104
Professorin/ Studiendekanin Master-Studiengang Architektur und Gestaltung/ Städtebau und Stadtplanung/ Leiterin ZNS +49 711 8926 2616 8/3.11
Professor +49 711 8926 2560 2/209
Professor, Wissenschaftlicher Direktor des IAF Studienbereich Informatik und Vermessung +49 711 8926 2708 7/030

Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens

Die Kommission wird vom Senat eingerichtet. Sie wird auf Antrag eines der Ombudspersonen oder eines ihrer Mitglieder aktiv.

Sie besteht aus

  • dem für Forschung zuständigen Prorektor Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Huep (Vorsitz),
  • dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) Prof. Dr.-Ing. Volker Coors,
  • der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dorothee Koch,
  • auf Grund von Wahlen einem Mitarbeiter der Geschäftsstelle des IAF (Amtszeit 2 Jahre), Dr. Dirk Pietruschka (ab WS20/21 gewählt)
  • falls studentische Belange betroffen sind, auf Grund von Wahlen einem studentischen Senatsmitglied (Amtszeit 2 Jahre).
Name und Position Bereich E-Mail und Telefon Raum
Prorektor Wissenschaft und Forschung Rektorat +49 711 8926 2663 1/121
Professor, Wissenschaftlicher Direktor des IAF Studienbereich Informatik und Vermessung +49 711 8926 2708 7/030
Professorin Fakultät Vermessung, Informatik, Mathematik +49 711 8926 2505 2/359
Institutsleiter zafh.net; Stabstelle Forschung Zentrum für nachhaltige Energietechnik Stabstelle Forschung im Rektorat der HFT +49 711 8926 2674 7/032

HFT Satzung zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Die Satzung steht den Mitgliedern der HFT zur Verfügung. Dort finden sie detaillierte Hinweise was unter Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und unter wissenschaftlichem Fehlverhalten zu verstehen ist. In der Satzung werden auch die Rolle der Ombudspersonen und der Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens definiert.