Wie lassen sich Städte intelligent, nachhaltig und damit lebenswert weiterentwickeln?

 

iCity: Intelligente Stadt ist ein Projekt, das seit 2017 daran forscht, unsere Städte intelligent, nachhaltig und lebenswert weiterzuentwickeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) arbeiten in iCity gemeinsam mit über 45 Partnern an Themen der intelligenten Stadt der Zukunft. Die Partner aus Wirtschaft und Non Profit Organisationen sind in der Metropolregion Stuttgart, überregional und international tätig.

Die Forschungspartnerschaft iCity wird als eine von zehn Forschungs- und Innovationspartnerschaften vom BMBF in der Förderreihe FH-Impuls mit rund 4,5 Mio. € gefördert. Das Projekt ist derzeit in der ersten Förderphase (Aufbauphase) und hat eine Verlängerung in die zweite Förderphase (Intensivierungsphase) beim BMBF beantragt.

Ziel von iCity ist es, in städtischen Quartieren hocheffiziente Energie-, Gebäude- und Mobilitätssysteme zu schaffen: Sie sollen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) miteinander vernetzt sowie effizient und nachhaltig betrieben werden. Dabei integrieren wir von Anfang an auch ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Denn wir wollen ganzheitliche Lösungen schaffen.

[Bild: Eric Duminil]
Dr. Dirk Pietruschka Geschäftsführer iCity

Der ganzheitliche Anspruch von iCity mündet in einem breitem Themenspektrum – sechs Handlungsfelder mit 20 Teilprojekten, darunter 3 explorativen Projekte, 2 KMU-Projekten und einem Management-Projekt, stehen im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Alle Kompetenzzentren der HFT-Forschung sind involviert.

Vision und Fragestellung

Die Vision der iCity-Partnerschaft ist es, die Stadt der Zukunft lebenswert, intelligent und nachhaltig (LIN) zu gestalten. Die zukunftsfähige Stadt ist zunehmend digital vernetzt, nutzt Ressourcen effizient, setzt intelligente Mobilitätskonzepte um und sorgt dafür, dass ihre Infrastruktur mit hohen Anteilen erneuerbarer Energie über netzgebundene Infrastruktur versorgt wird. Darüber hinaus zeichnet sie sich dadurch aus, dass sie integrativ, vernetzt und flexibel agiert. Neben diesen technischen Aspekten sind Ansätze für intelligente Städte zunehmend human zentriert und setzen somit das Wohl der Bewohner und eine bessere Lebensqualität in den Mittelpunkt der Entwicklungen.

Eine intelligente Stadt ist mehr als eine Smart City.

Der wesentliche Teil der Intelligenz besteht darin, nicht nur technisch-ökologische Innovationen voranzutreiben, sondern auch soziale und ökonomische Aspekte systemisch zu integrieren und darauf aufbauend nutzerzentrierte Lösungen zu entwickeln. Das Projekt iCity adressiert darum alle prioritären Zukunftsaufgaben der deutschen Hightech-Strategie 2025.

Um diese Herausforderungen meistern zu können, sind Innovationen nötig, deren Entwicklung nur durch inter- und transdisziplinäre Kooperation unter Einbindung von Forschung, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gelingen kann.

Vorgehensweise

Durch die transdisziplinäre Zusammenarbeit von Forscherinnen und Forschern der HFT mit wichtigen Akteuren aus der Praxis der Metropolregion Stuttgart werden in 17 Projekten an der HFT sowie 3 KMU Projekten, innovative Methoden, Dienstleistungen und Produkte entwickelt, die einen sichtbaren Beitrag zur Transformation des urbanen Energiesystems und der nachhaltigen Stadtentwicklung leisten. Langfristig werden neue Projekte angeregt, die über die Metropolregion Stuttgart hinauswirken. Dabei fördert ein breit aufgestellter Beirat die Multiplikation sowie Vernetzung in Schlüsselbereichen der Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.

Die Partnerschaft arbeitet daran, sich im Land als Innovation Hub auf dem Gebiet der lebenswerten, intelligenten und nachhaltigen Stadt (LIN Stadt) der Zukunft zu etablieren. Das Innovation Hub forscht zu Innovationen und deren inter- und transdisziplinärer Weiterentwicklung im Kontext der nachhaltigen Stadtentwicklung.

20

Teilprojekte

> 40

Praxispartner

Struktur der Partnerschaft

Die Partnerschaft umfasst ein Projektmanagement unter der Leitung des Geschäftsführers Dr. Dirk Pietruschka, einen hochqualifizierten beratenden Beirat, einen inhaltlich steuernden Lenkungsausschuss und einen hochschulinternen Steuerkreis, bestehend aus der Rektorin Prof. Dr. Katja Rade, dem Prorektor für Wissenschaft und Forschung Prof. Dr. Wolfgang Huep und der Projektleitung. Dem Projekt stehen zusätzlich je ein Partnerschaftssprecher der HFT, Prof. Dr. Wolfgang Huep und der Industrie, Werner Steiner (Robert Bosch GmbH), zur Seite, die ihre jeweiligen Interessen im Sinne der Partnerschaft nach Außen tragen.

Angestrebte Ergebnisse

Im Fokus der Forschungsaktivität stehen dabei Methoden, Dienstleistungen und Produkte für hocheffiziente Energie-, Gebäude- und Mobilitätssysteme in Quartieren, die mittels Informations- und Kommunikationstechnologien intelligent vernetzt werden, um sie effizient, erneuerbar, nachhaltig und sozialverträglich zu betreiben.

Die Partnerschaft hat eine Vielzahl von Folgeprojekten angeregt, die sich mit der Forschung zur intelligenten Stadt beschäftigen. Auf lange Sicht wird das Projekt in eine seinem Aufgabengebiet fachlich selbstständige und politisch unabhängige Körperschaft überführt, die im Innovationsprozess als Schnittstelle zwischen HFT Forschung und den beteiligten Partnerunternehmen agiert.

Insgesamt wird durch die kompetenzübergreifende Vernetzung und durch Kooperationen mit Partnern der regionalen Wirtschaft das Thema der LIN Stadtforschung transdisziplinär definiert. Die Forschungsergebnisse werden für die Verwertung öffentlich zugänglich publiziert.

 

Forschung an Fachhochschulen, Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region

01.01.2017 – 31.03.2021

Gesamtprojektleitung und Geschäftsführung
Dr. Dirk Pietruschka
dirk.pietruschka@hft-stuttgart.de

Partnerschaftssprecher Forschung
Prof. Dr. Wolfgang Huep
wolfgang.huep@hft-stuttgart.de

Partnerschaftssprecher Industrie
Werner Steiner
Werner.Steiner@de.bosch.com

iCity Management
icity@hft-stuttgart.de

Lebenswerte, intelligente und nachhaltige Stadt (LIN Stadt), Stadtentwicklung, Mobilität, Energiemanagement und urbane Simulationen, Innovative Quartiere, Gebäude und Infrastruktur, Smart City, Datenplattformen, Datensicherheit, Innovation Hub, Finanzierung und Akzeptanz, Klimaschutz und Klimawandeladaption, Partizipative Prozesse, Genossenschaften

  • Projektleiter HFT

           Dr.  Dirk Pietruschka
 

  • Partnerschaftssprecher der Wissenschaft

           Prof. Dr.-Ing Wolfgang Huep
 

  • Partnerschaftssprecher der Industrie

           Werner Steiner (Robert Bosch GmbH)

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