Gegründet wurde die Hochschule als Winterschule für Bauhandwerker an der unteren Königstrasse gegenüber den damaligen Stallungen des Königs. Der historische Egle-Bau (heutiger Bau 1) wurde durch den damaligen Schuldirektor Joseph von Egle zwischen 1867 und 1873 am Stadtgarten erbaut. 1918 war sie als Königlich Württembergische Baugewerkeschule die größte der damals 67 Bauschulen Deutschlands mit 923 Studierenden. Die Hochschule wuchs kontinuierlich weiter und entwickelte sich von der ursprünglichen Ingenieurschule bis 1971 zur Fachhochschule für Technik Stuttgart. 2005 erfolgte als Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) im Rahmen des Bologna-Prozesses die Umstellung auf das Bachelor-Master-System. Seit 188 Jahren bildet die Hochschule gefragte Nachwuchskräfte in mittlerweile 32 Bachelor- und Masterstudiengängen aus.

Seit
1832

Die Geschichte der HFT Stuttgart

Von den Anfängen als Winterschule für Handwerker zur heutigen Hochschule für Technik Stuttgart

1832 Gründung der Winterschule für Bauhandwerker
Die Schule sollte es Bauhandwerkern ermöglichen, im Sommer der praktischen Ausübung ihres Handwerks nachzukommen und sich im Winter, während die Bautätigkeit ruhte, weiterzubilden. Bis 1840 war die Winterschule mit der Sonntagsgewerbeschule vereint und im Kavaliersbau an der unteren Königstrasse gegenüber dem Marstall untergebracht.
1845 Umbenennung in Winterbaugewerkeschule
Die Einrichtung wurde selbstständig geführt mit einer Studierendenzahl von 107, damals noch Teilnehmer genannt. Sie zog in einen Flügel der „Legions-Caserne“ an der Marienstraße. 1858 stieg die Zahl der Studierenden auf 251 und 1862 bereits auf über 500. Joseph von Egle (1818 – 1899) wurde 1848 Direktor. Als Architekt und Hofbaumeister erhielt er hohe Ehrungen und zahlreiche Auszeichnungen, außerdem wurde er in den persönlichen Adelsstand erhoben.
1865 Dekret für die Königliche Baugewerkeschule
Aufgrund der steigenden Studierendenzahl und zur besseren Ausnützung des Lehrpersonals wurde zum ersten Mal im Sommer- und Wintersemester „in fünf je halbjährigen Cursen“ unterrichtet. Gleichzeitig wurde eine Geometerschule eingerichtet. Die Schule erhielt das Vorschlagsrecht für die Berufung von Hauptlehrern als Professoren, die vom König ernannt wurden.
1869 Umbenennung in Königliche Württembergische Baugewerkeschule
Eine weitere Fachschule für Maschinenbauer kam hinzu, die 1912 als selbstständige Maschinenbauschule nach Esslingen verlegt wurde, der Kern der dortigen Hochschule.
1873 Fertigstellung des historischen Egle-Baus
Der historische Egle-Bau (heutiger Bau 1) wurde zwischen 1867 und 1873 am Stadtgarten durch Joseph von Egle erbaut. Kurze Zeit nach Abschluss der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass der Neubau bereits wieder zu klein war.
1900 Bauerweiterungen
Nachdem die Zahl der Schüler auf 800 angewachsen war, erfolgte unter Direktor Karl Walter (1834 – 1906), dem Nachfolger Egles, die Erweiterung des Schulgebäudes durch den Anbau von Seitenflügeln im Neorenaissancestil des Altbaus. Damit blieb die formale Einheit gewahrt.
1906 Reformen im Lehrplan
Unter Professor Paul Schmohl (1870 – 1946), der ein bekannter Architekt war, und der Schule bis 1935 vorstand, kam es ab 1906 zu einer Neuausrichtung des Lehrplans. Zur Aufnahme des Studiums musste eine Vorpraxis und zur Ablegung des Staatsexamens eine zweijährige Zwischenpraxis nachgewiesen werden.
1918 Größte Bauschule Deutschlands
Mit 923 Studierenden war die Königlich Württembergische Baugewerkeschule die größte der damals 67 Bauschulen in Deutschland.
1924 Umbenennung in Staatliche Höhere Bauschule Stuttgart
Seit 1918 als Württembergische Baugewerkeschule geführt, änderte sich der Name 1924 erneut. Ein Jahr später wurde aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Allgemeinbildung die Mittlere Reife als Zugangsvoraussetzung eingeführt.
1938 Umbenennung in Staatsbauschule Stuttgart
Aufgrund der reichseinheitlichen Gleichschaltung wurde die Höhere Bauschule in Staatsbauschule Stuttgart umbenannt. Ihr Ruf als gute Ausbildungsstätte für die Ingenieure des Bauwesens ging weit über die Grenzen des Landes hinaus.
1944 Zerstörung des Schulgebäudes
Während des Zweiten Weltkriegs und in den Nachkriegsjahren wurde der Unterricht in behelfsmäßiger Unterbringung in mehreren Gebäuden der Stadt fortgesetzt.
1947 Wiederaufbau der Schule
Professor Rudolf Lempp (1887 – 1981) begann seine Amtszeit als Direktor und baute die stark zerstörte Staatsbauschule wieder auf. Er gab ihr den Ruf als führende Ausbildungsstätte für Ingenieurinnen und Ingenieure des Bauwesens zurück.
1951 Gründung des Vereins „Freunde der Staatsbauschule e.V.“
Der Verein übernahm die Aufgabe, die Hochschule finanziell und ideell zu unterstützen sowie Hilfe bei der Wohnungsbeschaffung zu leisten. Der Verein heißt heute „Freunde der Hochschule für Technik Stuttgart e.V.“.
1953 Direktorenwechsel
Professor Karl Gonser (1902 – 1979) wurde zum Direktor der Staatsbauschule ernannt. Er setzte sich für eine gründliche Lehrplanreform ein, bei der die bisher gemeinsame Ausbildung für Architektinnen und Architekten sowie Bauingenieurinnen und Bauingenieure in zwei getrennte Studiengänge aufgegliedert wurde.
1963 Joseph-von-Egle-Heim
Mit 99 Betten für Studierende konnte der Verein der Freunde das Joseph-von-Egle-Heim als hochschulnahes Wohnheim übergeben.
1964 Umbenennung
Die Schule wurde in Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen – Staatsbauschule Stuttgart umbenannt.
1965 Einführung der neuen Prüfungsordnung
Das Studium wurde mit Einführung der neuen Prüfungsordnung aufgeteilt. Die Staatsbauschule gliederte sich nun in die Abteilungen Hochbau, Ingenieurbau, Vermessung und Grundlagenfächer.
1967 Direktorenwechsel
Professor Ludwig Hilmar Kresse (1914 – 1985) übernahm im Jahre 1963 die Leitung der Abteilung Hochbau. 1967 wurde er zum Direktor gewählt. Unter seiner Leitung vollzog sich die Umwandlung der Staatsbauschule zur Fachhochschule. Er war der erste Rektor und betrieb in dieser Zeit den weiteren Ausbau der Fachhochschule.
1968 Studentenunruhen
Die folgenden Jahre waren geprägt von studentischen Unruhen, Streiks und Demonstrationen. Als Folge der zahlreichen Diskussionen ergab sich, dass in die Beschluss fassenden Gremien eine Vertretung der Studierenden und der Assistentinnen und Assistenten als stimmberechtigte Mitgliederinnen und Mitglieder aufgenommen wurde.
1971 Umbenennung in Fachhochschule für Technik Stuttgart
Im Zuge der Entwicklung zu immer höheren Anforderungen an die Ingenieurausbildung wurde die Staatsbauschule zur Fachhochschule für Technik Stuttgart (FHT). Sie gehört seitdem zum tertiären Bildungsbereich und ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts statusgemäß den Universitäten gleichgestellt.
Die Hochschule wächst
An der FHT wurden die Fachbereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Mathematik, Vermessung und Grundlagen eingerichtet. Zugangsvoraussetzung war das Abitur oder die Fachhochschulreife. Das Studium dauerte acht Semester inklusive zwei Praxissemester. Der Egle-Bau, 1870 für 450 Studierende konzipiert, musste inzwischen 1.200 Studierende aufnehmen. Da dies zu unerträglichen Verhältnissen führte, wurden Räume in benachbarten Gebäude angemietet.
1973 Weitere Gebäude kamen hinzu
Zu Beginn des Wintersemesters 1973/74 war es möglich, das von der Universität freigegebene Gebäude an der Rückseite des Innenhofes zu beziehen und dort Hörsäle und Labore einzurichten. 1974 wurde das Gebäude der Landessparkasse (heute Bau 2) zum Teil übernommen.
1975 Neue Studien- und Prüfungsordnung
Zum Sommersemester 1975 wurde eine neue Studien- und Prüfungsordnung eingeführt. Zudem wurde aufgrund der hohen Bewerberzahlen ein Numerus Clausus festgelegt.
1976 Einrichtung des Rechenzentrums und der Bibliothek
Die Installation des Rechenzentrums im Bau 2 war für die Professorinnen und Professoren, die Studierenden und für die Verwaltung eine große Erleichterung. Die gesamte Zeugnisdokumentation und die Erstellung der Immatrikulationslisten konnten auf EDV umgestellt werden.
1977 Rektorenwechsel, FHT-Bericht und „Stallfest“
Professor Rolf Schmalor (1921 – 2005) war von 1977 bis 1985 Rektor der FHT. Er hat den Ausbau der Hochschule quantitativ und qualitativ tatkräftig vorangetrieben. Für seine Verdienste um die FHT wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Nach langer Pause fand wieder ein Studierendenfest statt, das sogenannte »Stallfest«, und der FHT-Bericht wurde ins Leben gerufen, der die Professorenschaft, Lehrbeauftragte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende über das jeweils abgelaufene Jahr informierte.
1978 Neue Studiengänge
Die neuen Studiengänge Innenarchitektur und Bauphysik wurden als Halbzüge eingerichtet. Die Studierendenzahl war auf 1.700 angewachsen.
1979 Einrichtung eines technischen Beratungsdienstes
Der technische Beratungsdienst wurde der Steinbeis- Stiftung für Wirtschaftsförderung des Landes Baden-Württemberg zugeordnet mit dem Ziel, den Technologietransfer von der Hochschule an mittelständische Unternehmen des Landes Baden- Württemberg zu fördern. Außerdem wurde das Internationale Fortbildungszentrum für Photogrammetrie- Operateure (IPO) eingerichtet. Ziel des IPO war die Fortbildung von Operateuren, besonders aus der Dritten Welt.
1982 Erweiterung der Räumlichkeiten
Die Raumnot der FHT hatte sich trotz sporadischer Flächenzuweisungen ständig vergrößert. 1982 verfügte die FHT über 10.000 m² Nutzfläche, die nach einem Richtwert für etwa 840 Studierende ausreichen würde. Somit besaß die Hochschule nur etwa 50 Prozent der notwendigen Nutzfläche. Der FHT wurden die beiden oberen Geschosse des Gebäudes K2 der Universität zugewiesen, und es erfolgte der Umbau im Bau 2. Im EG wurden Räume für die Bibliothek und das Informationszentrum, im UG dringend benötigte Werkstatt- und Laborräume geschaffen.
1985 Rektorenwechsel
Professor Dr. Klaus-Jürgen Zabel (*1928) übernahm das Rektoramt. Er hat sich vor allem für die Erweiterung der Räumlichkeiten eingesetzt und sich in der Reihe der selbst bauenden Rektoren verewigt, indem er, zusammen mit einer Architektengruppe, den Bau 3 und den Glassteg gebaut hat. Gleichzeitig begannen die Sanierung und der Teilumbau von Bau 1 sowie von Bau 2, außerdem wurden neue Hörsäle im Bereich der Hofunterkellerung geschaffen.
1988 Gründung des Joseph-von-Egle-Instituts
Das Joseph-von-Egle-Institut für Innovation und Transfer in der Bautechnologie, das heutige IAF, wurde gegründet. Es diente der Durchführung von angewandten Forschungsarbeiten in allen mit dem Bauen zusammenhängenden Fachgebieten.
1998 Neuer Aufbaustudiengang als Gemeinschaftsprojekt
Im Wintersemester 1989/90 konnte erstmals im neu eingerichteten Aufbaustudiengang Umweltschutz studiert werden. Der Aufbaustudiengang ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschulen Nürtingen, Reutlingen, Esslingen und Stuttgart.
1990 Studierendenzahl steigt
Im Wintersemester 1990/91 stieg die Zahl der Studierenden über die 2.000er-Marke.
1992 Fachbereich Architektur im Bau 3
Nach Teilabbruch und Umbau von Bau 3 konnte im Januar mit dem Bezug des Gebäudes begonnen werden. Im Erdgeschoss wurden die Labore des Fachbereichs Bauingenieurwesen und die Öffentliche Baustoffprüfstelle untergebracht.
1993 Rektorwechsel, neue Zeitung
Professor Dr. Martin Stohrer (1943 – 2008) übernahm das Rektoramt. Er wurde bereits 1978 an die FHT berufen, um den Studiengang Bauphysik aufzubauen. Die Hochschule erhielt ein neues Logo, und die Hochschulzeitung „Stallgeflüster“ wurde ins Leben gerufen. Sie erscheint halbjährlich.
1994 Weitere Sanierungsmaßnahmen
Im Bau 2 wurden die Sanierungsarbeiten beendet, den Studiengängen Mathematik, Vermessungswesen und Innenarchitektur standen nun arbeitsgerechte Räume zur Verfügung.
1995 Umbenennung, neue Gebäude
Aufgrund des neuen Fachhochschulgesetzes wurde der Name Fachhochschule für Technik Stuttgart in Fachhochschule Stuttgart – Hochschule für Technik (HFT) geändert. Der HFT wurde das Gebäude Kienestraße 45 zugesprochen. Im sogenannten Bau 4 wurden die Fachbereiche Bauingenieurwesen sowie Grundlagen und Bauphysik untergebracht. In einem studiengangübergreifenden Studienprojekt entstand der erste Pavillon im Hof, genannt Block 4. Er wurde von Studierenden geplant und gebaut. Der Bau in Holzkonstruktion wurde mit Spendengeldern finanziert und steht als studentischer Treffpunkt zur Verfügung.
1996 Umbenennung eines Fachbereichs
Der Fachbereich Vermessungswesen wurde in „Vermessung und Geoinformatik“ umbenannt.
1997 Gestaltung des Innenhofs
Der Innenhof zwischen Bau 1 und Bau 3 wurde fertig gestellt. Vier Bäume bringen seitdem Grün in den Innenhof.
1998 Künstlerische Eignungsprüfung
Im Studiengang Innenarchitektur wurde eine künstlerische Eignungsprüfung eingeführt. Ein multifunktionaler Studierendenausweis wurde ausgegeben.
1999 Erster Master-Studiengang
Mit dem englischsprachigen Master-Studiengang Photogrammetry and Geoinformatics begann die Bachelor-Master-Ära der Hochschule.
2001 Umstrukturierung der Fachbereiche
Aus bisher fünf wurden die drei Fachbereiche Architektur und Gestaltung, Bauingenieurwesen, Bauphysik und Wirtschaft sowie Vermessung, Informatik und Mathematik. Gleichzeitig begannen die Master-Studiengänge International Project Management und Stadtplanung.
2002 zafh.net und erster Bachelor-Studiengang
Das Zentrum für Nachhaltige Energietechnik (zafh. net), ein Zentrum zur Gebäudeenergieforschung, wurde als eines von drei Exzellenzzentren der Fachhochschulen in Baden-Württemberg eingerichtet. Zum Wintersemester begann mit der Informatik der erste Bachelor-Studiengang der HFT Stuttgart, gleichzeitig mit den Master-Studiengängen Software Technology und SENCE.
Eröffnung des Zentrums für Bauphysik
Nach nur 15-monatiger Bauzeit konnte im Juli 2002 das Zentrum für Bauphysik bezogen werden. 1,8 Millionen Euro wurden investiert, um auf über 1.000 m² bauakustische Prüf- und Forschungsmöglichkeiten zu realisieren, die zu den modernsten in Europa gehören. Neben den Schwerpunkten Bauakustik und Raumschall gibt es Labore für Solar- und Geothermie.
2003 Zusätzliche Räumlichkeiten, Studienbereich Wirtschaft
Im Gebäude Breitscheidstraße der Universität Stuttgart konnten zwei Etagen und das Untergeschoss für Werkstätten des Studiengangs Innenarchitektur übernommen werden. Der neue Studienbereich Wirtschaft bot zum Wintersemester erstmals den Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft an.
2005 Einführung von Fakultäten, Umstellung auf Bachelor-Master-Studiengänge
Zum Wintersemester wurden die drei Fachbereiche in Fakultäten umbenannt. Gleichzeitig wurde im Rahmen des Bolognaprozesses das gesamte Studienprogramm auf Bachelor-Master-Studiengänge umgestellt. Die Diplomstudiengänge liefen aus.
2006 Neue Bachelor-Studiengänge
Erstmals bot die Hochschule die Bachelor-Studiengänge Informationslogistik und Infrastrukturmanagement an. Im Innenhof entstand ein neuer Block 4, wiederum entworfen und gebaut von Studierenden.
2007 Jubiläum der HFT Stuttgart, Rektorwechsel
Das 175-jährige Jubiläum der HFT Stuttgart wurde mit zahlreichen Feierlichkeiten begangen. Zum zentralen Festakt kamen über 300 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur, darunter auch zahlreiche Rektoren internationaler Partnerhochschulen. Nach 14 Jahren übergab Prof. Dr. Martin Stohrer das Rektoramt an Prof. Rainer Franke (*1954), der 1998 als Professor für Baugeschichte und Baukonstruktion an die Hochschule berufen wurde und seit 2004 Dekan der Fakultät Architektur und Gestaltung war. Zum Sommersemester wurde erstmals der Master-Studiengang Vermessung angeboten, zum Wintersemester begann mit dem Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik der Ausbau Hochschule 2012. Gleichzeitig konnte das Institut für Angewandte Forschung (IAF) neue Räume im Bau 7 an der Schlossstraße beziehen.
2008 Neue Master-Studiengänge
Im Studienbereich Wirtschaft wurde der Master- Studiengang General Management eingeführt, im Studienbereich Mathematik der Master-Studiengang Mathematik.
2009 Wettbewerb Erweiterungsbau, Gründung des Didaktikzentrums
Aus Studiengebühren wurde das Didaktikzentrum gegründet, zunächst mit der Aufgabe, den Übergang Schule – Hochschule zu verbessern. Die Angebote wurden danach auf alle Semester und auf Lehrende ausgeweitet. Die Innenarchitektur nahm neue Räume im Bau 6 in Betrieb.
Nach langer Vorarbeit wurde außerdem ein international offener Realisierungswettbewerb für den Erweiterungsbau der HFT Stuttgart ausgeschrieben und der erste Preisträger schließlich mit der Ausführung beauftragt. Baugrundstück ist der Parkplatz in Richtung Liederhalle, so dass die Hochschule hier eine neue Adresse bekommen wird. Rund 3.900 m² Hauptnutzfläche sind für die Fakultät Architektur und Gestaltung vorgesehen, deren Werkstätten hierhin verlagert werden.
2010 Neues Erscheinungsbild, Solarer Zehnkampf, 3.000 Studierende
Aus den Vorgaben einer hochschulweiten AG entwickelten Kommunikationsdesigner ein neues Erscheinungsbild, um das vielfältige Profil der Hochschule klar zum Ausdruck zu bringen. Die HFT Stuttgart erhielt ein neues Logo, eine eigene Hausschrift und ein exklusives Farbsystem.
Beim internationalen Wettbewerb „Solar Decathlon“ traten 20 Hochschulen aus der ganzen Welt in Madrid an, um ein mit solarer Energie betriebenes Wohnhaus zu entwerfen und zu bauen. Mit dem Plusenergiehaus „home+“ erzielte das Team der HFT Stuttgart einen dritten Gesamtrang.
Zum Wintersemester 2010/11 überschritt die Zahl der Studierenden zum ersten Mal die 3.000er Marke. Zugleich wurden aus den Fachhochschulen in Baden-Württemberg Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Die Namensänderung trug den gewachsenen Aufgaben der Hochschulart Rechnung. Der Einzelname Hochschule für Technik änderte sich jedoch nicht.
2011 Ausbau Hochschule 2012, Studienstiftung
Mit den neuen Bachelor-Studiengängen KlimaEngineering, Wirtschaftsingenieurwesen (Bau und Immobilien) und Wirtschaftspsychologie waren im Ausbauprogramm Hochschule 2012 pro Jahr 325 neue Studienanfängerplätze entstanden. Insgesamt bietet die Hochschule damit 14 Bachelor- und 13 Master-Studiengänge an. Die hochschuleigene Studienstiftung vergibt die ersten Stipendien, auch alle Deutschlandstipendien konnten eingeworben werden.
2012 Baubeginn Neubau, Zusätzliche Flächen
Das Ausstellungshaus home+ kehrte nach Stuttgart zurück und wurde zum Forschungspavillon. Im Herbst begannen die Aushubarbeiten für den Erweiterungsbau südlich der Breitscheidstraße. Fünf Gehminuten vom Hauptcampus entfernt wurde in der Lautenschlagerstraße ein zusätzlicher Standort angemietet und vom Studienbereich Wirtschaft bezogen. Gleichzeitig hatte die Hochschule erstmals mehr als 3.700 Studierende.
2013 Gründung des Zentrums für Nachhaltige Entwicklung (ZNE)
Das ZNE bündelt die vielfältigen bereits bestehenden Nachhaltigkeitsaktivitäten der Hochschule.
2014 Neuer Master-Studiengang
Im Studienbereich Bauingenieurwesen wurde der Master-Studiengang Verkehrsinfrastrukturmanagement eingeführt. Zudem ist die Hochschule auf 4.000 Studierende angewachsen.
2015 Neues Alumni-Portal
Die Alumni-Arbeit wurde neu strukturiert und mit dem Alumni-Büro, angesiedelt in der Stabsstelle Presse und Marketing, wurde ein zentrales Alumni-Portal aufgebaut
2017 Innovative Hochschule
Das Innovationslabor  „M4_LAB“ für die Metropolregion Stuttgart der HFT Stuttgart konnte sich bundesweit durchsetzen und wird von der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule"  für fünf Jahre gefördert.
2018 Neuer internationaler Master-Studiengang
In der Fakultät Architektur und Gestaltung startete der internationale, englischsprachige Master-Studiengang "Smart City Solutions".
2020 Rektor- und Kanzlerwechsel
Prof. Rainer Franke ging nach 13jähriger Amtszeit als Rektor der HFT Stuttgart in den Ruhestand, seine Nachfolgerin Prof. Dr. Katja Rade übernahm das Amt zum Wintersemester. Seit Juli 2020 ist Dr. Doreen Kirmse Kanzlerin der HFT Stuttgart.

Joseph von Egle, Schulvorstand von 1848 - 1893

Architekt des Hauptgebäudes der HFT Stuttgart

Direktoren und Rektoren der Hochschule

1848–1893    Schulvorstand Joseph von Egle (1818–1899), Architekt

1947–1953    Direktor Professor Rudolf Lempp (1887–1981), Architekt

1953–1967    Direktor Professor Karl Gonser (1902–1979), Architekt

1967–1977    Rektor Professor Ludwig Hilmar Kresse (1914–1985), Architekt

1977–1985    Rektor Professor Rolf Schmalor (1921–2005), Architekt

1985–1993    Rektor Professor Dr. Klaus-Jürgen Zabel (*1928), Architekt

1993–2007    Rektor Professor Dr. Martin Stohrer (1943–2008), Bauphysiker

2007–2020    Rektor Professor Rainer Franke (*1954), Architekt

Seit 2020        Rektorin Professorin Dr. Katja Rade (*1965), Betriebswirtin