Entwurf IP3 | Mia Jerkovic, Julia Riedel & Alina Wangler | 4. Semester | Wintersemester 2024/25

Das „Wanderkino als pulsierender Treffpunkt“ entstand im Zuge des IP3 Stahlbau. Die Aufgabe bestand darin, einen kulturellen Ort für Veranstaltungen und einen zentralen Begegnungsort zu schaffen. So ist das Wanderkino zunächst im Stuttgarter Schlossgarten zu verorten und soll künftig ortsunabhängig weiterziehen können, um dort kulturelle Lücken zu schließen.  
Die Entwurfsidee bestand darin das dunkle Kino als Ausgangspunkt des Entwurfs zu gestalten. Da das Kino eine höhere Raumhöhe als die restlichen Flächen der Kinonutzung erfordert, wird es als eine Art "Kern" optisch durch den niedrigeren Gebäudeteil gesteckt. Das Wanderkino mit seiner pulsierenden Prismenfassade hat eine besondere Fernwirkung und lädt die Besucher durch die einladende Geste im Park ein. Die umlaufende Treppe mit integrierten Sitzstufen schafft einen offenen Übergang zwischen Park und Gebäude. Durch die transparente Fassade wird der Blick ins zentrale Foyer gelenkt und weckt die Neugier, das Innere zu erkunden. Auf diese Weise entsteht ein neuer, lebendiger Treffpunkt, der aus allen Richtungen des Parks zugänglich ist.  
Die kleingliedrigen und wiederkehrenden Bauteile der Kinobox bestehen aus dem Mero-Knoten-System und ermöglichen durch die lösbaren Verbindungen einen einfachen Auf- und Abbau. Das drumherum liegende, konventionelle Tragwerk ist zurückgenommen, um den Fokus von der Kinobox nicht abzulenken. So ist das gesamte Gebäude modular aufgebaut und nutzt lösbare Verbindungen, um die Wiederverwendbarkeit zu gewährleisten.  


Die Studienarbeit wurde von Prof. Sebastian Jehle, Prof. Martin Stumpf und Prof. Volkmar Bleicher betreut.