REGAL FÜR RAUM

Laura Capuano, Julia Rudolph

RE:contain’t – the story goes on

contain´t steht für Offenheit, Improvisation und Dynamik. Stets zugänglich für jeden, Stuttgarter Subkultur für alle. Aus wenig mache viel und baue dir deine Welt, wie sie dir gefällt. Anpassbarkeit und dynamisches Reagieren auf sich ändernde Umstände sind die größte Stärke seit Jahren. Schlupflöcher finden und zugleich Raum um Kreativität entfalten lassen zu können. All das steckt in dieser Vision für das neue Zuhause von contain´t.

Entwurf Raum WiSe 24/25

KONZEPT UND VISION

contain´t steht für Offenheit, Improvisation und Dynamik. Stets zugänglich für jeden, Stuttgarter Subkultur für alle. Aus wenig mache viel und baue dir deine Welt, wie sie dir gefällt. Anpassbarkeit und dynamisches Reagieren auf sich ändernde Umstände sind die größte Stärke seit Jahren. Schlupflöcher finden und zugleich Raum um Kreativität entfalten lassen zu können. All das steckt in dieser Vision für das neue Zuhause von contain´t.

Ein zunächst leeres Regal, wird geschaffen, das sowohl neue ausgebaute Räume als auch die Container des Vereins beherbergt. Außerdem soll Raum für einen flexiblen Weiterbau beziehungsweise spontane Aneignung zur Verfügung gestellt werden. Die wachsende Struktur soll sich in die bestehende Umgebung einfügen, soll die vermeintlich schwer nutzbaren Flächen und Barrieren aktivieren und einen kontrastreichen Gegenspieler für Parkhaus und VfB-Vereinsgelände abbilden. Durch die zentrale, durchlässige Anordnung der Baukörper und der Tragstruktur soll sich der Baukörper selbstbewusst in jede Richtung öffnen. Neben den Nutzern contain´t und Kunstschaffenden soll das Sportangebot des Skateparks Nordiy um einen Kletterbereich erweitert werden. Wichtiger zukunftsweisender Bestandteil des Kulturzentrums stellt das flexible re-use-Konzept des Tragwerks dar. Hierbei rahmen die neu hergestellten Stützen das System und werden von flexiblen re-use-Trägern ergänzt. Der Großteil des weiteren Ausbaus beruht auf dem re-use-Konzept.

KLIMAKONZEPT

Aufgrund der hohen Dynamik und der wechselhaften Anforderungen wurde ein Low-Tech-Klimakonzept entwickelt, das nicht für extreme Witterungsbedingungen optimiert ist, sondern bewusst auf die Anpassungsfähigkeit der Nutzer setzt. Die gebauten Räume erhalten ihre thermische Hülle durch Wand und Deckenelemente. Über Lüftungsschlitze im Mauerwerkssockel kann mit Hilfe von Brüstungselementen Außenluft angesaugt werden. In den Musik- und Sportbereichen, in denen mit einer höheren Anzahl von Menschen zu rechnen ist, wird ein Solarkamin eingesetzt, um den benötigten Luftwechselstrom von 3m/s zu erreichen. Dieses Szenario funktioniert im Winter durch die kalte Außenluft sehr gut, wohingegen die Außentemperatur im Sommer zu hoch ist, um den nötigen Luftwechselstrom zu erreichen. Aber durch den positiven Nebeneffekt der dunklen PV-Elemente wird die Luft unmittelbar unter der Dachhaut erwärmt und so nach oben gezogen und kann über den Solarkamin entweichen. In den kleineren Räumen, wie Café und Werkstattbereiche werden Deckenventilatoren zum Luftwechselantrieb eingesetzt. Zum sommerlichen Wärmeschutz werden Sonnensegel, Netze, und PV-Paneele auf die Träger gespannt. Rankgerüste und Hydroponik Pflanzsysteme sorgen innerhalb der gebauten Struktur für ein angenehmes Klima im Sommer. So können beispielsweise Regenrinnen als Grünbeete und Absturzsicherung gleichzeitig verwendet werden. Zur ausreichenden Bewässerung der Pflanzen werden Wassertanks eingesetzt, die das Regenwasser auch für einen längeren Zeitraum aus der Kanalisation zurückhalten können. Außerdem ermöglicht das Grünkonzept, durch die Erhaltung der Hexenhaseln und der teilweisen Entsiegelung der Bodenfläche ein gemeinsames Gärtnern. Zur Stromversorgung werden neben den PV-Elementen auch kinetische Bodenplatten eingesetzt. Vor allem im Bereich der Veranstaltung können diese, bei einer hohen Besucherfrequenz zur Energiegewinnung beitragen, die beispielsweise die nächtliche Beleuchtung sicherstellt. Das Regal wird als Plug-in-System ausgebildet. Über drei Zentrale Schächte wird jedem Atelier die Möglichkeit geboten einen eigenen Strom- und Wasseranschluss zu erhalte. In einem zentralen Technikraum soll neben Batterie und Wärmepumpe auch eine Wasseraufbereitung möglich sein.