Die HFT Stuttgart gehört zu den vier bundesweit ausgewählten Hochschulen, die 2026 im Rahmen der Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung" des Hochschulforums Digitalisierung begleitet werden. Bis zum Frühjahr 2027 durchläuft die HFT einen Prozess, der Analyse, Zielbildentwicklung und Maßnahmentransfer im Bereich KI-Kompetenzentwicklung umfasst. Verantwortet wird die Teilnahme durch Prof. Dr. Katja Rade, Prof. Dr.-Ing. Lutz Gaspers und der Leitung des SkiLL.

Auftakt in Berlin

Den Startschuss bildete der Kick-Off-Workshop am 2. April 2026 in Berlin, an dem die HFT gemeinsam mit den drei weiteren teilnehmenden Hochschulen die Analysephase eröffnete. Als methodischer Einstieg diente die WOOP-Methode, die einen lebendigen ersten Austausch und eine ehrliche Standortbestimmung zu den jeweiligen KI-Anliegen der Hochschulen ermöglichte. Der Workshop nutzte dabei die Stärke des Formats: Die teilnehmenden Hochschulen vernetzten sich, tauschten Erfahrungen aus und berieten sich gegenseitig. 

Die Begleitung durch externe Fachleute als „Critical Friends" auf Augenhöhe folgt im weiteren Verlauf des Beratungsprozesses.

KI als strategische Querschnittsaufgabe

Ziel der Peer-to-Peer Strategieberatung in den kommenden Monaten ist es, eine verbindliche Strategie zu entwickeln, die alle Hochschulmitglieder, d. h. Studierende, Lehrende, Mitarbeitende in Verwaltung und Technik sowie die Hochschulleitung, dazu zu befähigen, KI souverän, reflektiert und verantwortungsvoll einzusetzen. Der Fokus liegt dabei bewusst nicht allein auf Anwendungskompetenz, sondern ebenso auf Reflexionsfähigkeit, Gestaltungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein; daraus ergibt sich die zentrale Fragestellung:

 „Wie lässt sich ein hochschulweiter, ressourcensensibler Rahmen zur KI-Kompetenzentwicklung etablieren, der alle Statusgruppen einbezieht und die nachhaltige Integration von KI in Lehre, Studium, Organisation und Governance ermöglicht?"

Wissenschaftliches Fundament: Das KNIGHT KI-Kompetenzmodell

In den Strategieprozess bringt die HFT ein bestehendes wissenschaftliches Fundament ein. Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts KNIGHT wurde ein KI-Kompetenzmodell entwickelt, das relevante Kompetenzdimensionen und Entwicklungsstufen systematisch beschreibt. Es soll im Verlauf der Beratung weiterentwickelt und als strategischer Orientierungsrahmen für die gesamte Hochschule etabliert werden.

Langfristige Verankerung als Ziel

KI-Kompetenzentwicklung soll nicht länger in einzelnen Projekten verbleiben, sondern dauerhaft und strukturell im Hochschulbetrieb verankert werden. Die Ergebnisse des Prozesses sollen verbindlich in den Struktur- und Entwicklungsplan 2027–2032 einfließen und so langfristig Wirkung entfalten. Die HFT versteht KI dabei nicht nur als Werkzeug, sondern als strategische Gestaltungsaufgabe, bei der Kompetenzentwicklung der zentrale Hebel für eine nachhaltige Integration in Studium, Lehre und Hochschulorganisation ist.

Veröffentlichungsdatum: 08. April 2026