Sieben Länder - zwei unvergessliche Wochen – eine tolle, interkulturelle Gemeinschaft: Studierende aus Malaysia, Indien, Pakistan, dem Iran, Kamerun und Finnland kamen für die Intercultural Business Summer School „Leading Across Cultures“ der Stuttgart Business School (SBS) nach Stuttgart. Gemeinsam mit deutschen Studierenden der SBS erlebten sie zwei abwechslungsreiche Wochen an der HFT Stuttgart - und aus einer bunt gemischten Gruppe wurde binnen kürzester Zeit Freund:innen.

Wie sehr bei der Summer School 2026 der Austausch über Ländergrenzen hinweg im Mittelpunkt stand, zeigt auch die Rückmeldung einer Teilnehmerin: „The highlight was working and connecting with classmates from many different countries. Learning how they think differently pushed me to grow, both academically and personally.“ Genau dieser Gedanke – voneinander lernen, miteinander wachsen – zog sich durch das gesamte Programm.

Lernen mit allen Sinnen
Fachlich hatte die Summer School einiges zu bieten. Im Seminar Intercultural Business Skills kamen die internationalen Studierenden mit deutschen Kommiliton:innen verschiedener Fachrichtungen der SBS zusammen. Gemeinsam diskutierten sie, tauschten sich über Business Etiketten in ihren Heimatländern aus und profitierten dabei auch von den Perspektiven von Dr. Te-Yi Lin, Assistant Professor unserer Partneruniversität Tatung University in Taipei, Taiwan. Dabei entdeckten die Studierenden, wie unterschiedlich – und zugleich ähnlich – Vorstellungen von Kommunikation und Zusammenarbeit sein können. „Integration with German students from other fields“ – für einen Teilnehmer war genau das das Highlight des Programms. Denn der interkulturelle Austausch fand nicht nur zwischen den internationalen Studierenden statt, sondern wurde durch die Begegnung mit deutschen Studierenden noch vielfältiger.

Vor-Ort-Besuche
Bei einem Besuch des Unternehmens „Kärcher“ erfuhren die Studierenden wie dort Nachhaltigkeitsstrategie international umsetzt und dabei am Beispiel CO₂ ganz konkrete Herausforderungen bewältigt werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Konzept „Secure Based Leadership“, das den Studierenden vorgestellt und näher erläutert wurde. Bei einer Werksführung und einem Besuch im Kärcher Museum erhielten sie außerdem spannende Einblicke in das Unternehmen und konnten Kärcher aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen.

Leadership-Seminar und Workshops
Doch was bedeutet gute Führung eigentlich, wenn die Mitglieder eines Teams aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen? Genau dieser Frage widmeten sich die Studierenden im anschließenden dreitägigen Leadership-Seminar gemeinsam mit Gastprofessor Prof. Dr. Syed von der MARA University of Technology in Malaysia. Wie führt man ein Team in Pakistan, wie in Finnland? Was macht gute Führung in Kamerun aus – und was unterscheidet sie von Leadership in Deutschland? An konkreten Beispielen diskutierten die Studierenden unterschiedliche Vorstellungen von Führung und stellten dabei immer wieder fest: Was in einem kulturellen Kontext selbstverständlich erscheint, kann in einem anderen ganz anders verstanden werden.
„Learning a lot of new cultures – leadership styles, behaviours, cultural differences in relationships – in a short period of time. This was really valuable because I never learned so much new firsthand“, beschrieb eine Teilnehmerin diesen Teil des Programms.
Interaktive Workshops der interkulturellen Trainerin Angelika Mamier sorgten immer wieder für Aha-Momente. Mit erfahrungsorientierten Methoden und abwechslungsreichen Übungen brachte sie die Statt kulturelle Unterschiede nur theoretisch zu betrachten, konnten die Studierenden sie mit erfahrungsorientierten Methoden selbst erleben. Sie probierten aus, beobachteten, diskutierten und stellten dabei so manche eigene Annahme auf den Prüfstand. Wie gut das bei den Studierenden ankam, brachte ein Teilnehmer mit einem einzigen Wort auf den Punkt: „Supercalifragilisticexpialidocious.“
 

„The highlight was working and connecting with classmates from many different countries. Learning how they think differently pushed me to grow, both academically and personally.“

Freizeit, die verbindet
Auch das gemeinsame Erleben und die deutsche Kultur kamen bei der Summer School nicht zu kurz. Vom Fernsehturm aus genossen die Studierenden den Blick über Stuttgart, abends wurde am Teehaus im Weißenburgpark gespielt und gelacht und beim Ausflug nach Karlsruhe erkundete die Gruppe zwischen Kunstmuseum und Schloss die Stadt auf eigene Faust.
Doch nicht nur die geplanten Programmpunkte sorgten für gemeinsame Erlebnisse. Die internationalen Studierenden waren auch unabhängig vom offiziellen Programm mit ihren deutschen Kommiliton:innen unterwegs und verbrachten die Abende gemeinsam in Stuttgart.
Genau dieses Miteinander – mal organisiert, mal ganz spontan – machte die Intercultural Business Summer School zu mehr als einem gemeinsamen Studienprogramm und ließ aus einer Gruppe von Studierenden eine echte Gemeinschaft entstehen.
 

Mehr als ein Zertifikat
Am Ende bleibt mehr als fachliches Wissen: „Just that I'm truly thankful for this opportunity – it gave me valuable knowledge, new friendships, a broader view of leadership across cultures that I'll carry into both my studies and my career“, fasste ein Teilnehmer seine Erfahrungen zusammen. 
Und auch der Gesamteindruck spricht für sich: „The classes were very amazing, and I enjoyed it a lot. I didn't expect it to be like this but it was really very great. Overall, I am super happy that I applied for this summer school.“
Wer noch mehr Eindrücke von „Leading Across Cultures“ bekommen möchte, findet im Story-Highlight des International Office auf Instagram (@hft_international) viele Momente aus den zwei Wochen.

„Learning a lot of new cultures – leadership styles, behaviours, cultural differences in relationships – in a short period of time. This was really valuable because I never learned so much new firsthand“

Ein herzliches Dankeschön
Das International Office bedankt sich herzlich bei allen Lehrenden, Mitwirkenden und Unterstützer, sowie dem Förderer, dem Deutschen Akademischer Austauschdienst (DAAD), die Leading Across Cultures möglich gemacht haben. Und ein kleiner Ausblick sei an dieser Stelle schon verraten: Die Intercultural Business Summer School geht in die nächste Runde! Auch im kommenden Jahr sollen wieder internationale Studierende nach Stuttgart kommen, gemeinsam lernen, neue Perspektiven entdecken und natürlich jede Menge Erinnerungen mitnehme. Informationen zur Summer School 2027 gibt es auf der Website des International Office. 

Veröffentlichungsdatum: 04. September 2026
Von Constanze Jordan (constanze.jordan@hft-stuttgart.de)