Bei „Traumberuf Professorin Plus“ engagieren sich erstmals alle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württembergs sowie die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) unter dem Dach der LaKof BW für ein gemeinsames Ziel: den Frauenanteil an Professuren nachhaltig zu steigern. Dieser liegt bundesweit bislang nur bei rund 20 Prozent. Neben dem 1:1-Mentoring und einem begleitenden Qualifizierungsprogramm setzt Traumberuf Professorin Plus auf die nachhaltige Vernetzung aller Beteiligten.

Nun fand am 17. Juli 2026 ein großes Netzwerktreffen an der Hochschule Karlsruhe statt. Die Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch die Projektleiterin Prof. Sissi Closs und einer Vorstellung des Hochschulverbunds eröffnet. Das Grußwort von Prof. Dr. Rose Marie Beck, Rektorin der HKA unterstrich die hochschul- und gleichstellungspolitische Bedeutung des Programms. Mit persönlichen Einblicken in ihren Karriereweg verdeutlichte die Rektorin die wichtige Rolle von Mentoringprogrammen wie dem Verbundprojekt “Traumberuf Professorin Plus”. Ein besonderes Highlight des Vormittags war die Podiumsdiskussion mit acht Professorinnen, die zuvor als Mentees am Programm “Traumberuf Professorin Plaus” teilgenommen hatten. Die Podiumsteilnehmerinnen betonten einhellig den positiven Einfluss des Verbundprojekts auf ihre berufliche Karriere. „Die Offenheit, mit der die Professorinnen ihre persönlichen Erfahrungen geteilt haben, hat die Veranstaltung besonders bereichert. Sie haben gezeigt, dass es viele Wege zur Professur gibt, und damit zahlreiche Teilnehmerinnen ermutigt“, resümiert Teilnehmerin Tina Eberhardt.

Teil des Nachmittagsprogramms waren neben der Vorstellung der scientifica – das Portal für Frauen in Wissenschaft und Technik in Baden-Württemberg – ein intensiver Austausch sowie die Möglichkeit, den am Podium beteiligten Professorinnen Fragen zu stellen.

Die Veranstaltung mit rund 80 Gästen aus Hochschule, Ministerium und Programmteilnehmer:innen war ein großer Erfolg: „Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wertvoll die Vernetzung zwischen Professor: innen und angehenden Professorinnen ist, um Erfahrungen zu teilen, Impulse zu geben, voneinander zu lernen und den Weg zur Professur gemeinsam zu ebnen“, fasst Projektleiterin Prof. Sissi Closs zusammen.

Traumberuf Professorin Plus wird für fünf Jahre mit 465.000 Euro vom Europäischen Sozialfonds (ESF Plus) und mit 350.000 Euro vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) gefördert.

HFT Equality
"Traumberuf Professorin Plus", an dem natürlich auch die HFT Stuttgart beteiligt ist, steht für Ziele, die auch das Projekt "HFT Equality" an der HFT Stuttgart im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 verfolgt: mehr qualifizierte Frauen für eine Professur zu gewinnen sowie ihre Karriere- und Personalentwicklung auf dem Weg dorthin zu fördern. Das Professorinnenprogramm 2030 ist das zentrale Instrument von Bund und Ländern, um die Gleichstellung zu fördern und den Anteil von Frauen in Professuren in Richtung Parität zu erhöhen. „Wir wollen Frauen auf dem Weg zur Professur frühzeitig erreichen, gezielt fördern und vernetzen. Damit schaffen wir bessere Voraussetzungen für mehr qualifizierte Kandidatinnen, die sich um eine Professur bewerben“, sagt Prof. Dipl.-Ing. Christine Kappei, die Gleichstellungsbeauftragte der HFT Stuttgart und Leiterin des HFT-Equality-Projekts, die sich selbst bei „Traumberuf Professorin Plus“ als Mentorin engagiert.

 

Quelle: PM Prof. Sissi Closs, Hochschule Karlsruhe, 
 

Veröffentlichungsdatum: 24. Juli 2026
Von Michaela Leipersberger-Linder (michaela.leipersberger-linder@hft-stuttgart.de)