WeiterWachsen

Transformation und Erweiterung eines ehemaligen Sanatoriums zum Geburts- und Frauenzentrum

Masterthesis | Luisa Vittoria Leetz | 4. Semester | Sommersemester 2026

Räume prägen menschliche Erfahrungen, sie können Sicherheit vermitteln, Grenzen setzen oder auch Gefahr ausstrahlen. Besonders der erste Raum, den ein Mensch erlebt, ist von grundlegender Bedeutung: der Raum der Geburt. Er beeinflusst, wie wir unseren Eintritt in die Welt erfahren, und prägt damit eine der zentralsten menschlichen Erfahrungen. Dennoch besteht zwischen den Themen Geburt und Raum eine deutliche Wissens- und Forschungslücke, gesellschaftlich, wissenschaftlich und insbesondere aus architektonischer Perspektive.

Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung steigt auch der Bedarf an geburtshilflicher Versorgung. Mehr Geburten bedeuten mehr Be- darf an räumlichen Ressourcen und damit an bewusster Gestaltung. Gleichzeitig stehen viele Gesundheitssysteme vor räumlichen und organisatorischen Engpässen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Rolle die Gestaltung von Geburtsräumen für das körperliche und emotionale Erleben der Geburt spielt und wie Innenarchitektur dazu beitragen kann, unterstützende, sichere und würdevolle Räume zu schaffen.

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis von Geburt und Raum aus einer innenarchitektonischen Perspektive. Sie beleuchtet, wie räumliche Gestaltung, Atmosphäre und Funktionalität das Geburtserlebnis beeinflussen können und welche Potenziale in der bewussten Planung von Geburtsräumen liegen, insbesondere in Zeiten steigenden Bedarfs und begrenzter räumlicher Ressourcen.

Masterthesis betreut von Prof. Monika Joos-Keller