Spaß und Erfolg beim Programmieren begleitet von guter Unterstützung wünschen sich vermutlich alle Studierenden, die Informatik oder ein verwandtes Fach studieren. Das Projekt „Learning by Coding“ beschäftigt sich damit, dass diese Erwartungen erfüllt werden. Hierzu wurden die Programmieren-Vorlesungen im 1. Studienjahr grundlegend überarbeitet und neu gedacht, begleitet von didaktischen Evaluationen und dem Aufbau einer unterstützenden, technischen Infrastruktur.
Technologische Kompetenzen, wie Softwareentwicklung und speziell das Programmieren, zählen als Schlüsselfaktoren für die erfolgreiche Bewältigung der digitalen Transformation und gewinnen somit in allen Studiengängen an Bedeutung. Im Projekt „Learning by Coding“, das im Jahr 2023 vom Stifterverband und dem MWK mit rund 40.000 Euro gefördert wurde, geht es um die Verbesserung der Grundlagenveranstaltungen Programmieren. Hierfür wurden innovative Konzepte erarbeitet, die nicht mehr auf traditionellem Frontalunterricht basieren. Self-paced Learning, Peer Learning, Pair Programming, Programmieren mit dem Einsatz von Robotics sind nur einige Beispiele von neuen Methoden, die von den beiden Professoren Melanie Baur und Sebastian Speiser, didaktisch begleitet von Johanna Sedlmair vom SkiLL (Servicezentrum für kompetenzorientiertes & innovatives Lernen & Lehren an der HFT Stuttgart), erprobt und pilotiert wurden.
Schon in der Vorbereitungswoche Ende September ging es für die neuen Erstsemester des Bachelor-Studiengangs Informatik mit dem Programmieren los. In einer interdisziplinären Projektaufgabe gründeten diese ein fiktives Start-up, das selbstfahrende Autos entwickelt. Die Studienanfänger analysierten zunächst, welche Expertise dafür notwendig ist und in welchen Vorlesungen aus dem Informatikstudium sie diese erwerben können. Danach wurde es praktisch und die Teams entwickelten Prototypen der Autos, die durch individuelle Programmierung für das fiktive Start-up optimiert wurden. Die Jury kürte abschließend die Gewinnerteams (siehe Fotos). Die herausfordernde Projektaufgabe fand bei allen Teilnehmenden großen Anklang, zum Beispiel bei Rafael Lettieri, der „ein großer Fan der Projektaufgabe war.“ Auch der stellvertretende Semestersprecher Miro Liebel „kann die Vorbereitungswoche nur weiterempfehlen. Es ist eine tolle Möglichkeit schon vor Vorlesungsbeginn vor allem einige Kommiliton:innen kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen.“ Die Autos wurden mit den Lego Spike Prime Education Sets umgesetzt, einer sehr niederschwelligen und zugleich motivierenden Art mit blockbasiertem Programmieren anzufangen.