Der Studiengang Innenarchitektur der HFT Stuttgart wurde in der Kategorie Fakultätsprojekte beim competitionline CAMPUS Award 2026 gleich doppelt ausgezeichnet. Zusätzlich schaffte es ein weiteres Projekt der Fakultät Architektur und Gestaltung in die engere Wahl.

Der competitionline CAMPUS Award zählt zu den bedeutendsten Auszeichnungen für studentische Projekte in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Design im deutschsprachigen Raum. Prämiert werden Arbeiten mit hoher konzeptioneller Qualität, gesellschaftlicher Relevanz und innovativen Lösungsansätzen. Im Jahr 2026 lag der Fokus auf experimentellem und zukunftsorientiertem Bauen und Gestalten.

Der Studiengang Innenarchitektur der HFT Stuttgart konnte die Jury in besonderer Weise überzeugen und war in der Kategorie Fakultätsprojekte mehrfach vertreten. Bereits beim competitionline CAMPUS Award 2024 gelang dem Masterstudiengang Innenarchitektur das Double in dieser Kategorie mit "Protest/Architektur – Architektur-Dioramen von Protestcamps" (Preis) und "Staging Lino" (Engere Wahl).

 

Auszeichnung für „Flight into Shadow“

Das Projekt „Flight into Shadow“ wurde mit dem competitionline CAMPUS Award 2026 ausgezeichnet (1. Platz). Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit der HFT Stuttgart (Innenarchitektur) mit der Universität Stuttgart (Institut für Baukonstruktion, Bautechnologie und Entwerfen 2) und der Technischen Hochschule Deggendorf (Medientechnik).

Die interdisziplinäre Installation wurde im Rahmen der Ausstellung „keep cool! – Workshop for cool Cities“ parallel zur Architekturbiennale im Salone Verde in Venedig präsentiert. Sie erforscht Pilzmyzel als lebendiges und nachhaltiges Baumaterial und thematisiert Schatten als gestalterisches, räumliches und atmosphärisches Element der Innenarchitektur. Als schwebende Schattenskulptur bietet das Projekt eine poetische Antwort auf urbane Überhitzung.

Die Jury würdigte insbesondere den experimentellen Ansatz, die hohe gestalterische Präzision sowie die Übertragbarkeit der Konzepte auf reale architektonische Fragestellungen.

Projektbeteiligte der HFT Stuttgart sind Prof. Diane Ziegler und Dipl Des Melissa Acker, das Werkstattteam Innenarchitektur mit Jürgen Aldinger, Romano Bianchi, Christoph Bihlmaier, Holger Bitterberg, Elisabeth Bokesch und Willi Mauch sowie rund 80 Studierende.

Projektseite: Innenarchitektur | Flucht in den Schatten | Architektur-Biennale 2025 | HFT Stuttgart

 

Anerkennung für den IMIAD International Workshop „Stuttgart 210 – Reallabor Ingersheim“

Die Anerkennung (2. Platz) ging an den IMIAD International Workshop „Stuttgart 210 – Reallabor Ingersheim“. In einem zweiwöchigen internationalen DesignBuild Workshop arbeiteten rund 50 Studierende und Lehrende der Innenarchitektur HFT Stuttgar sowie der Partnerhochschulen CEPT Ahmedabad (Indien) und ITÜ Istanbul (Türkei) an der Realisierung des ersten Reallabors im Forschungsprojekt „Stuttgart 210 – weiterdenken, weiterbauen!“.

Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation der Hochschulen Stuttgart, Konstanz und Karlsruhe. In Zusammenarbeit mit proHolz Baden-Württemberg wird das Upcycling von Schalungselementen der Baustelle des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs untersucht. Ziel ist es, diese hochwertigen Bauhilfsmittel stofflich zu erhalten und als Primärkonstruktion neuer Gebäude weiterzuverwenden. Dadurch bleiben ihre besondere Form und Materialqualität erhalten, und das im Holz gespeicherte CO₂ wird langfristig gebunden und der Atmosphäre entzogen. Der Jugendtreff Ingersheim ist das erste von insgesamt vier geplanten Reallaboren.

Im Workshop realisierten die Studierenden einen Jugendtreff in Ingersheim aus den gereinigten Schalungselementen des Hauptbahnhofs. Die Holzbauteile bilden sowohl das Tragwerk als auch den einzigartigen, skulptural geprägten Innenraum. Eine ovale Hülle aus Fichtenbrettern und Holzleisten schützt den Bau vor Witterungseinflüssen.

Die Entwurfsverfassenden waren Prof. Andreas Kretzer (HFT Stuttgart), Prof. Stefan Krötsch (HTWG Konstanz), Roman Kreuzer, Katharina Raabe und Maximilian Stemmler. Die Organisation des Workshops vor Ort erfolgte durch Prof. Andreas Kretzer und Dipl.-Des. Melissa Acker in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ingersheim.

Unterstützt wurde das Projekt unter anderem vom Verein der Freunde der HFT, der Knödler-Decker-Stiftung, der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg (MLR), Häfele, Würth sowie zahlreichen weiteren Projektpartnern, freiwilligen Helfenden und lokalen Unternehmen, insbesondere Holzbau Koch, Claus Kofink und TPW Bau GmbH.

Die Jury lobte besonders den internationalen, interdisziplinären Ansatz und die enge Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis hervor. Hervorgehoben wurde außerdem das Reallaborformat, das Studierenden die Möglichkeit bot, konkrete gesellschaftliche Fragestellungen aktiv und gestalterisch zu bearbeiten.

Projektseite: IMIAD | International Workshop 2024 - Reallabor "Jugendtreff Ingersheim" | HFT Stuttgart
Mehr Informationen zu »Stuttgart 210 weiterdenken – weiterbauen!« unter stuttgart210.de

 

Engere Wahl für „Woodjoints Reloaded“

Neben den beiden prämierten Projekten schaffte es auch das Seminar „Woodjoints Reloaded“ aus dem HFT.Lab der Fakultät Architektur und Gestaltung in die engere Wahl der Kategorie Fakultätsprojekte.

Im Wahlpflichtfach „WoodJoints Reloaded“ untersuchten Studierende der Architektur und der Stadtplanung, wie traditionelle Holzverbindungen mithilfe digitaler Methoden für zirkuläres und nachhaltiges Bauen weiterentwickelt werden können. Das Ergebnis ist ein im HFT.Space realisierter Holzpavillon, der als experimenteller Lernort Aspekte der Wiederverwendbarkeit, Materialsuffizienz und Rückbaubarkeit anschaulich erprobt. Der Pavillon wurde von den Studierenden gemeinschaftlich entworfen, gefertigt, aufgebaut und dokumentiert.

Leitung: Sascha Bauer, Daniel Pauli
Die Lehrveranstaltung wurde im Rahmen des Projekts HFT.Lab durchgeführt und finanziert.

Projektseite: Reallabor – WoodJoints Reloaded | HFT Stuttgart

 

Starke Sichtbarkeit für die HFT Stuttgart

Die mehrfachen Erfolge beim Wettbewerb bestätigen die hohe fachliche und gestalterische Kompetenz und zeigen zugleich die Bedeutung projektorientierter Lehre, interdisziplinärer Zusammenarbeit und internationaler Austauschformate für eine zukunftsorientierte Ausbildung.

Diese erfolgreichen Projekte der HFT Stuttgart finden Sie auf der Website des competitionline CAMPUS Award 2026: Wohnen im Labor, Sonnenschutz aus Pilzen und eine Schule zum Zerlegen

Veröffentlichungsdatum: 02. Februar 2026