Vortragsankündigungen 2020 und 2021

Vortrag von PD Dr. Matthias Kettemann

12. November 2020, 17:30 Uhr in der Aula der HFT Stuttgart

"Menschenrechte 2.0 - ethische und rechtliche Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung"

PD Dr. Matthias C. Kettemann (Leibniz-Institut für Medienforschung; Hans-Bredow-Institut (HBI)), unter anderem Sachverständiger für Internet und Grundrechte für den Bundestag, hinterfragt die Stellung der Menschenrechte in der jetzigen digitalisierten Moderne. Obwohl die Menschenrechte weltweit fest verankert sind, werden sie von verschiedenen Akteuren verletzt. Dies betrifft nicht nur die Arbeitsbedingungen im Zuge der Digitalisierung (z.B. Abbau von seltenen Erden für Platinen), sondern auch die Rechte aller Nutzer*innen des digitalen Raums. Wer achtet auf die Einhaltung von (Menschen-)Rechten im Internet? Lassen wir es zu, dass Algorithmen entscheiden, was wir sehen? Wie können das Internet zu einem zukunftsgerechten Medium machen?

 

Vortrag von Dr. Frederike van Oorschot

14. Januar 2021 um 17:30 Uhr im Hospitalhof Stuttgart

"Ich muss mal runterfahren" - Wie Sprache das Verhältnis von Mensch und Technik beeinflusst

Dr. Frederike van Oorschot (Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft) spricht darüber, dass die Tendenz, menschliches Verhalten mit sprachlichen Bildern aus dem Bereich der Technik zu beschreiben und umgekehrt Technik mit menschlichen Eigenschaften zu versehen, dazu führt , dass Unterschiede verwischen. Die außerordentlich hohe Rechenleistung von Computern wird zur „künstlichen Intelligenz“, der Pflegeroboter zum Haustier-Ersatz und suggeriert ein lebendiges Gegenüber. Daraus ergeben sich ethische Fragen: Wie lässt sich das Verhältnis von Mensch und Maschinen beschreiben? Handeln, Denken, Intelligenz, Autonomie - gilt das für Menschen oder auch gibt es das auch für Maschinen? Und was ist die Aufgabe von Ethik in diesem Feld?

 

Das Ethikum-Zertifikat mit den Schwerpunkten Ethik oder Nachhaltigkeit

100

Ethikpunkte

3

benotete Scheine

1

Ethikumzertifikat

FAQs für das Ethikum-Zertifikat

Das Ethikum ist eine Zusatzqualifikation zum Bachelor- oder Masterstudium, die belegt, dass Sie während Ihres Studiums über den Tellerrand hinaus geschaut haben und sich intensiv mit den Themen Ethik und/oder Nachhaltige Entwicklung befasst haben.

Alle Studierenden an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.

  • Die Bearbeitung und Reflexion von Ethikthemen ermöglicht es Ihnen, Ihr späteres berufliches Handeln an ethischen Gesichtspunkten auszurichten.
  • Sie können gegenüber späteren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern Ihr Engagement dokumentieren, das über die Anforderungen Ihres Studiums hinausgeht.
  • Sie erhöhen Ihre Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit, verbessern Ihre sozialen Kompetenzen und erwerben Schlüsselqualifikationen für Ihre Berufstätigkeit.
  • Sie leisten einen Beitrag, ethisch-moralisches Verhalten in der Gesellschaft zu stärken.
  • Nicht zuletzt aufgrund von zahlreichen Fehlentwicklungen vor und während der Finanz- und Wirtschaftskrise und auch durch den Dieselgate, etc. haben ethische und Nachhaltigkeitsaspekte für viele Unternehmen erheblich an Relevanz gewonnen.

Beim Ethikum rechnet man nicht wie sonst im Studium üblich mit Creditpoints, sondern mit Ethikpunkten (EP). 1 EP = 2 akademischen Stunden (90 Minuten).

Anrechenbar sind ….

  • alle Angebote unter der Rubrik „Akademische Allgemeinbildung“ im Studium Integrale sowie das Service Learning
  • die Angebote des Referats für Technik- und Wissenschaftsethik (auch an anderen baden-württembergischen Hochschulen)
  • verschiedene Pflichtleistungen aus dem Studium (siehe unten)

Sie brauchen…
… drei benotete Scheine, die im Schnitt nicht schlechter als 2,5 sind
… mindestens 100 Ethikpunkte
… einen Nachweis über Grundlagenkenntnisse der Ethik (z.B. erwerbbar mit Online-Kurs EOS oder NEO des RTWE)

Die Veranstaltungen müssen einen klaren thematischen Bezug (Ethik/ Nachhaltigkeit) haben. Mit einigen Studienfächern wurde bereits abgestimmt, was standardmäßig anerkannt wird für das Ethikum.
Wenn Sie eine Pflichtleistung anrechnen lassen wollen, ist durch Ihre(n) Dozent(in) eine genaue prozentuale Angabe des ethischen oder nachhaltigen Anteils Ihrer Arbeit zu erstellen. Aus diesem Prozentsatz werden Ihre Ethikpunkte berechnet. Insgesamt sind nur 30 Ethikpunkte aus Pflichtveranstaltungen anrechenbar.

Für die reine Anwesenheit, die Sie auf der Anwesenheitsliste bestätigen, erhalten Sie 1 EP. Darüber hinaus ist es möglich, eine schriftliche Ausarbeitung zum Vortragsthema einzureichen, wobei 1 Seite = 1 Ethikpunkt ist (z.B. Anwesenheit und 3 Seiten Ausarbeitung = 4 Ethikpunkte).
Dies ist bis zu einer Höchstanzahl von 15 Ethikpunkten möglich (15 Ethikpunkte = Anwesenheit und 14 Seiten Ausarbeitung).

Nicht angerechnet werden Kurse, die einen rein didaktischen Inhalt haben (z.B. "Lernen lernen", "Wie halte ich gute Präsentationen?",...) oder Sprachkurse.

Dr. Diana Arfeli

 

Referentin für Ethik

Telefon +49 (0)711 8926 2354

diana.arfeli@hft-stuttgart.de

Raum 1/330

Kooperationspartner

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Tobias Popovic
Tobias Popovic tobias.popovic@hft-stuttgart.de +49 711 8926 2962
Diana Arfeli diana.arfeli@hft-stuttgart.de +49 711 8926 2354