Teilnahme des Teams coLLab der HFT Stuttgart am Solar Decathlon Europe 2021

Überblick

Den thematischen Rahmen für das Forschungsvorhaben gibt die Ausschreibung des Wettbewerbs Solar Decathlon Europe '21 vor, für den Gebäudeprototypen entwickelt werden sollen, die neben energetischer Exzellenz auch erstmals den urbanen Kontext adressieren. Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und verantwortungsbewusstem Ressourcenmanagement sind dabei die Wiederbelebung und Weiterentwicklung von typischen Bestandsquartieren durch Renovierung, Transformation und Wiedernutzung sowie die Entwicklung solarer Energieversorgungskonzepte über die Systemgrenze einzelner Gebäude hinaus wichtige Zielsetzungen.

Fragestellung

  • Nachverdichtungen im urbanen Raum mittels innovativer Interventionen
  • Entwicklung von klimaneutralen Gebäudekonzepten über den gesamten Lebenszyklus unter Einbezug der Bestandsgebäude
  • Kreislauffähige Konstruktionen aus nachwachsenden Baustoffen, rezyklierten bzw. rezyklierbaren Materialien und vorhandenen Bauteilen/-materialien (urban mining)
  • Nachhaltige Mobilität
  • Entwicklung von nachhaltigen Finanzierungskonzepten
  • Intensivierung des Dialogs der am Bau beteiligten Akteure
  • Innovative Lehrkonzepte durch interdisziplinäre Projektarbeit

Vorgehensweise

Das Projekt ist in verschiedene Arbeitspakete gegliedert und richtet sich im Zeitplan nach den Wettbewerbsvorgaben (Deliverables):

  1. Projektmanagement und Controlling
  2. Konzeptentwürfe und Vertiefung
  3. Detailplanung
  4. Ausführungsplanung
  5. Bau und Testphase der Demonstration Unit
  6. Wettbewerb und Betrieb in Wuppertal
  7. Nachnutzung

Ergebnisse

Im Bereich Architektur wurde ein Grundrisskonzept und Konstruktionssystem entwickelt, welches auf Gebäude mit ähnlichen Bestandsstrukturen wie das untersuchte Bestandsgebäude übertragbar ist. Ein besonderes Augenmerk wurde auf Modularität und ressourcenschonende Bauweisen gelegt. Im Bereich der Gebäudetechnik wurde neben der Bestandsanalyse und einem zugehörigen Sanierungskonzept anhand von umfangreichen Simulationen ein Energiekonzept entwickelt, welches Bestand und Aufstockung in einer Symbiose verbindet. Insbesondere sticht hier das in Zusammenarbeit mit Unternehmenspartnern entwickelte System für eine vorgehängte Energiefassade heraus. Das System besteht aus Stahlrahmen die vor Fassade des Gebäudes angebracht werden. In diese modularen Rahmen wird ein Edelstahlseilnetz eingehängt, welche als Aufnahme für organische Photovoltaikzellen (OPV) unterschiedlicher Größe dienen. Im Bereich der Nachhaltigkeit wurde bei den Baustoffen darauf geachtet, auf nachwachsende und ökologische Rohstoffe zu setzen. Die Aufstockung ist daher in Holzständerbauweise errichtet und als Dämmstoff werden z.B. ein Produkt unseres Projektpartners eingesetzt, welches aus Sägespänen besteht. Die Fassade der HDU wird aus Resthölzern gefertigt und es wird darauf geachtet im Aufbau und der Konstruktion durch die Trennbarkeit von Materialien und der Verzicht auf Verklebungen einen Sortenreinen Rückbau zu ermöglichen. Für das gesamte Gebäude wurde neben einer klassischen Ökobilanzierung (LCA) auch der Urban-Mining-Index (UMI) ermittelt.  

 

Projektpublikationen::

DOI: 10.5445/IR/1000153927

DOI: 10.25926/svtg-e916

Erfahren Sie mehr über das Team und das Projekt!

LeitungProf. Dr. Cremers
Projekt E-Mail Adressesde21@hft-stuttgart.de
FördergeberBundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
ProgrammEnergieforschung / Energiewende Bauen
Laufzeit01.12.2020–31.10.2022

 

Team

Name und Position Bereich E-Mail und Telefon Raum
Professor / Dekan Fakultät Architektur und Gestaltung / Dekanat +49 711 8926 2620 8/2.01