Wenn Professorinnen und Professoren neu an den Studienbereich Bauingenieurwesen berufen werden, verfügen sie in der Regel nicht nur über eine Promotion sondern auch über mehrjährige einschlägige Berufserfahrung. Dadurch bringen sie eigene Kontakte und Netzwerke mit, von denen auch die Studierenden unmittelbar profitieren. Nicht nur erzählen die Professorinnen und Professoren in ihren Lehrveranstaltungen von ihrer beruflichen Erfahrung, sie setzen auch ihre Kontakte ein, um konkrete Studienprojekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Behörden durchzuführen oder um Themen für Abschlussarbeiten aus der Praxis zu vermitteln. Hinzu kommen viele Lehrbeauftragten, die direkt aus der Praxis kommen und den Studierenden Einblick in teils hochspezialisierte Berufswelten geben können.

Im Fachgebiet der Geotechnik ist eine intensive Verknüpfung mit der Praxis durch das Geotechnik-Seminar gegeben, das bereits seit über 30 Jahren gemeinsam mit dem Institut für Geotechnik der Universität Stuttgart, dem Verein Deutscher Ingenieure VDI, Arbeitskreis Bautechnik, dem Verband Beratender Ingenieure VBI, Landesverband Baden-Württemberg, und der Ingenieurkammer Baden-Württemberg durchgeführt wird. Im Rahmen dieses Geotechnik-Seminars tragen an vier Terminen pro Semester in der Praxis tätige Spezialisten zu aktuellen Themen des Grund- und Tunnelbaus vor. Die Veranstaltung ist als Kooperation direkt in die Lehre des Masterstudiengangs Geotechnik/Tunnelbau der HFT als auch in die Geotechnik-Vorlesungen der Universität Stuttgart eingebunden und wird von Studierenden beider Hochschulen als auch von in der Praxis tätigen Ingenieuren besucht. Durch die an die Vorträge anschließende offene Diskussionsrunde wird neben dem Praxisbezug auch der Austausch zwischen Studierenden der HFT und der Universität Stuttgart als auch mit Vertretern aus Firmen, Ingenieurbüros und Verwaltungen gefördert.

Geotechnik-Seminar

Beim Thema "Netzwerke" ist insbesondere der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Bau und Immobilien hervorzuheben. Dieser ist ist im IWS Verband der Immobilienwirtschaft Stuttgart vertreten, in dem sich Akteure der Immobilienwirtschaft aus der Metropolregion Stuttgart zusammengefunden haben. Prof. Dr. Joachim Hirschner und Prof. Dr. Falk Huppenbauer sind Mitglieder im Arbeitskreis Wissenschaft und Bildung. Hier finden regelmäßig Treffen und Veranstaltungen statt. Darüber hinaus ist der Studiengang aktives Mitglied des VHK-Forum "Bau". Dies ist eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Studierenden, Professoren und Firmen der Branche. Aber die Studierenden organisierten sich auch selbständig! So gründeten die Studierenden des Studiengangs zum 01.10.2014 die VWI-Hochschulgruppe Stuttgart und sind somit Teil des Verbandes deutscher Wirtschaftsingenieure.

Immobilienwirtschaft

Herr Prof. Dr.-Ing. Heiner Hartmann ist aktives Mitglied im Technischen Ausschuss der Güte- und Informationsgemeinschaft für Nagelplatten e.V (GIN). Dieser berät über die technischen Randbedingungen, die Bemessung und Ausführung von Tragwerken aus Nagelplatten in Deutschland. Er berät aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel eines Prüfingenieurs für Bautechnik mit Fachrichtung Holzbau. Er leitet die Arbeitsgruppe zur Stabilität und zur Bemessung von Nagelplattenkonstruktionen und ist Hauptbearbeiter der zugehörigen Informationssschrift (Umfang 100 S), die in ca. 5-jährigem Turnus an die technischen Randbedingungen angepasst werden muss.Darüber hinaus ist Herr Prof. Dr.-Ing. Heiner Hartmann Mitglied im Technischen Ausschuss der Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V und berichtet dort über die Arbeit des Unterausschusses "Cluster Holzbau".

Holzbau

Prof. Dr.-Ing. Peter Baumann ist im DWA-Landesverband Baden-Württemberg e.V. als stellvertretender Vorsitzender und Beiratsmitglied aktiv an der Fortbildung und fachlichen Betreuung der Abwasseranlagen von den fast 1.000 Kommunen beteiligt. Fachexkursionen und die Möglichkeit für praxisnahe Abschlussarbeiten können somit bedarfsgerecht angeboten werden. Weiterhin erhalten Studierende für Fachveranstaltungen oft Sonderkonditionen zur Teilnahme, im Einzelfall sind diese sogar kostenfrei.

Abwasseranlagen