Hej, ich bin Chantal, studiere Infrastrukturmanagement im 7. Semester und verbringe mein Auslandssemester an der Jönköping University im schwedischen Småland.
Nach einem Gespräch mit einer ehemaligen ISM-Studentin auf einer Hochschulveranstaltung über ihren Aufenthalt dort, habe ich mich näher über die Uni informiert und mich im Februar auf eine der wenigen Austauschplätze beworben. Mit drei weiteren Studentinnen der HFT ging es dann für mich bereits Mitte August hoch nach Schweden. Jönköping ist mit rund 150.000 Einwohnern die 9. größte Stadt Schwedens und liegt am Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens (und nur mal zur Veranschaulichung wir sprechen hier über die 3,5-fache Größe des Bodensees). Mit rund 2 km Länge gibt es hier sogar den längsten Binnenstrand Schwedens.
Die Jönköping University besteht eigentlich aus vier verschiedenen Hochschulen mit den unterschiedlichen Fachrichtungen Business, Communication, Health and Welfare, sowie die technische Hochschule (JTH), an der ich mein Semester verbringe. Mit mir zusammen sind noch zahlreiche weitere internationale Studierende angereist, viele aus Frankreich, Deutschland und Italien aber auch von weiter weg beispielsweise aus Mexiko und Kanada. Dank einer sehr intensiven und aktiven Kick-Off Woche, hatte ich bereits zu Beginn die Möglichkeit, die anderen internationalen Studierenden an der JTH kennenzulernen und sich auszutauschen. Über die Student Union mit der für uns Internationals verantwortlichen Gruppe HINT, gab es immer Ansprechpartner, die unter dem Semester verschiedenste Events wie Pub Crawls, Waffle Nights und Vieles mehr organisiert haben.
An der JTH belege ich vier Kurse (Building Information Modelling (BIM), Leadership and Project Management, Principles of Sustainable Supply Chain Management und Swedish – Language, Culture and Society). Das schwedische Semester ist dabei in zwei Teile aufgeteilt, sodass ich in der ersten Hälfte nur BIM und Schwedisch hatte, in der zweiten Hälfte dann BIM und die beiden anderen Module. Durch den geringen Anteil an Vorlesungen und Assignments in der ersten Semesterhälfte konnte ich das schöne Wetter in Schweden an den Wochenenden nutzen, um mit anderen Internationals Südschweden zu erkunden. An dieser Stelle kann ich nur jedem mit einem Auto empfehlen, dieses mitzunehmen, wenn es nach Schweden geht. Dadurch hatten wir die Möglichkeit auch abgelegenere Naturreservate und Nationalparks zu besuchen.
In der zweiten Hälfte des Semesters habe ich dann erfahren dürfen, dass die JU Gruppenarbeiten liebt und man dann das inzwischen doch eher dunkle Wetter gut für wöchentliche Assignments nutzen darf, mit einer kleinen Ausnahme: Ende November ging es über die Student Organisation mit vielen anderen Internationals für eine Woche ins eiskalte, aber wunderschöne finnische Lappland, ein wirklich einzigartiges Erlebnis, bei dem wir unter anderem Polarlichter bestaunen, Rentiere streicheln und Husky-Schlittenfahren durften.
Auch wenn die vier Monate an der JU leider viel zu schnell vergangen sind und es für mich in knapp zwei Wochen schon wieder zurück Richtung Deutschland geht, war es eine einzigartige Möglichkeit, neue Kulturen und Menschen aus aller Welt kennenzulernen und unglaubliche Freundschaften zu schließen. Jedem, der über ein Auslandssemester nachdenkt, kann ich dieses nur aus vollem Herzen empfehlen und die Jönköping University eignet sich natürlich ganz besonders dafür.
Autor: Chantal Ehling