Die Kompetenzzentren des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) mit Nachhaltigkeitsbezug:

 

Zentrum für Nachhaltige Energietechnik (zafh.net)

Das 2002 eingerichtete Zentrum für Angewandte Forschung – Nachhaltige Energietechnik unter der Leitung von Dr. Dirk Pietruschka, Prof. Dr. Bastian Schröter und Prof. Dr. Wolfram Mollenkopf befasst sich mit der Energieforschung für Gebäude und Kommunen. Im zafh.net kooperieren Experten der Bereiche erneuerbare Energietechnik, Gebäudeenergieversorgung und Simulation aus verschiedenen Baden-Württembergischen Hochschulen.

Zentrum für Nachhaltige Stadtentwicklung

Im Zentrum für Nachhaltige Stadtentwicklung unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christina Simon-Philipp werden alle Forschungsaktivitäten der Stadt- und Regionalplanung, des Städtebaus und der Stadterneuerung gebündelt. Die räumliche Bandbreite der Forschungsprojekte reicht von konkreten städtebaulichen Projekten über die Quartiersentwicklung bis hin zur grundsätzlichen Fragestellung der räumlichen Entwicklung.

Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management

Das Kompetenzzentrum „Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management/Center for Sustainable Economics and Management (ZNWM)“ fungiert innerhalb des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) an der HFT Stuttgart als eine inter- und transdisziplinäre Forschungsplattform für Nachhaltiges Wirtschaften. Aktuelle Themen sind z.B. Sustainable Finance (Prof. Dr. Tobias Popovic) und Umweltorientierte Logistik (Prof. Dr. Andrea Lochmahr).

Fächerübergreifende Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug

 

M4_LAB

Ziel des Projekts „M4_LAB – HFT-Innovationslabor für die Metropolregion 4.0“ ist es, die Forschungserfahrung der Hochschule für Technik Stuttgart in Stadtentwicklung und Stadtmodellierung für die Energiewende einzusetzen, um gemeinsam mit dem Verbundpartner, der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Strategien für eine klimaneutrale Region mit zukunftsfähigen Mobilitätskonzepten und nachhaltiger Industrieproduktion zu entwickeln. Hierzu soll sowohl eine stärkere Vernetzung innerhalb der HFT Stuttgart durch die Einbindung der Bereiche Bauwesen, verschiedener MINT-Fächer und Wirtschaftswissenschaften erfolgen, als auch der Transfer mit verschiedensten Akteuren aus der Region durch die Entwicklung innovativer Softwarelösungen im Transferportal und praxisoffener Innovationsräume wesentlich gestärkt werden. Neben virtuellen und physischen Innovationsräumen, sollen dabei auch Reallabore geschaffen werden, die Orte für den Ausbau transdisziplinärer Forschungsaktivitäten darstellen. Auf dieser Basis sollen ambitionierte Umsetzungsprojekte durchgeführt werden, wozu die Nutzung des 2017 beginnenden zehnjährigen Prozesses der Internationalen Bauausstellung (IBA) vorgesehen ist. Die thematischen Schwerpunkte Stadtforschung, urbane Energiesysteme, Akzeptanzforschung, grüne Logistik, Digitalisierung und dreidimensionale Modellierung werden dabei adressiert (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg (MWK-BW)).

I_city

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft zur intelligenten Stadt i_city, aufbauend auf ihrem anerkannten Forschungsschwerpunkt "Energieeffiziente Gebäude und nachhaltige Stadtentwicklung" der HFT Stuttgart, werden alle Forschungsaktivitäten in einem Leitprojekt Intelligente Stadt gebündelt, um innovative Konzepte für zentrale Schlüsselbereiche der intelligenten Stadt mit den wichtigsten Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Planung der Metropolregion Stuttgart herauszuarbeiten.
Für eine nachhaltige, energieeffiziente und ressourcenschonende Stadtentwicklung werden neuartige Konzepte entwickelt, die unter verstärkter Nutzung von Informationstechnik für eine höhere Vernetzung von Energiesystemen, smarten Gebäuden und Netzinfrastruktur sorgen und dabei die Nutzer in alle Planungs- und Betriebsführungsschritte einbeziehen. Nur so kann eine hohe Akzeptanz und Beteiligung der Bürger an der Transformation des komplexen städtischen Systems gewährleistet werden (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

EcoRZ

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ausgehend von einer Technologieanalyse die Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz und der Bereitstellung von Flexibilität im Bereich Rechenzentren für Baden-Württemberg zu bestimmen. Dabei werden stets Elektrizität, Wärme und Kälte integriert und über die Grenzen des Rechenzentrums hinaus betrachtet (gefördert durch das Umweltministerium Baden-Württemberg).

ENsource

Die Energieerzeugung und -distribution der Zukunft benötigt dezentralisierte und flexible Lösungen sowie die Vernetzung von Erzeugern, Wandlern, Speichern, Verteilern und Verbrauchern. Der Forschung kommt hierbei die elementare Aufgabe als Innovator zu. Um möglichst hohe Anteile erneuerbarer Energien bei maximaler Energieeffizienz zu ermöglichen, werden intelligente Kommunikations- und Steuerungssysteme benötigt. Die zunehmende Kombination von elektrischen und thermischen Netzen und Speichern sowie die Aktivierung von Flexibilisierungsoptionen bei den Verbrauchern erfordert die Entwicklung von innovativen systemübergreifenden Ansätzen und Prozessanalysen, um zukunftsfähige und (ressourcen-) effiziente Lösungen bereitzustellen und Umsetzungsbarrieren abzubauen. Dabei steht auch das Verbraucherverhalten im Fokus (gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK-BW) und die EU (EFRE)).

EnViSaGe - Kommunale netzgebundene Energieversorgung

Vision 2020 am Beispiel der Gemeinde Wüstenrot. Finanzierungskonzepte für die einzelnen Maßnahmen (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)).

Klimaneutrale Kommune

Sanierung des Nachkriegsbestandes am Beispiel Wohneigentümergemeinschaft Elefant, Ludwigsburg-Grünbühl: In enger Zusammenarbeit von Eigentümern, Kommune und externen Fachleuten werden in einem integrierten Prozess am Beispiel „Elefant“ in Ludwigsburg mögliche energetische Sanierungsszenarien entwickelt. Unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten wird als integriertes Finanzierungsmodell das optimale Kosten/Nutzen-Verhältnis eines umsetzbaren Maßnahmenbündels herausgearbeitet. Zur Refinanzierung werden insbesondere auch Konzepte zur Eigennutzung von Strom aus einem vorhandenen BHKW und aus möglichen zusätzlichen Photovoltaikanlagen betrachtet. (gefördert  durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg)

RealLabor ENSign - Klimaneutraler Innenstadtcampus

Die HFT wird klimafreundlich: die Nutzung erneuerbarer Energien, Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Energieeffizienz, energetische Sanierung, Nutzerverhalten und nachhaltige Finanzierung der einschlägigen Maßnahmen sind Themen des neuartigen, transdisziplinären Projekttyps, bei dem nicht nur geforscht, sondern auch umgesetzt wird. Als Beispiel für die klimafreundliche Sanierung öffentlicher Gebäude ist die HFT eines landesweiten Programms für neue Nachhaltigkeitsforschung (RealLabore) (gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden Württemberg (MWK-BW)).

Solar Decathlon

Die HFT Stuttgart trat  2010 als eines von 20 ausgewählten Hochschulteams aus der ganzen Welt an, um ein 75m² großes, ausschließlich mit solarer Energie versorgtes Wohnhaus zu entwerfen und zu bauen und hat dabei einen Spitzenplatz erzielt. Eine neuerliche Teilnahme wird gerade geplant (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)).

UmweltGIS

Gemeinsam setzen das Zentrum für Geodäsie und Geoinformatik und das Zentrum für Nachhaltige Entwicklung eine mobile App und Web-Service im Rahmen von EMAS (Eco-Management and Audit Scheme der Europäischen Kommission) ein, um an der Hochschule Energieeffizienzpotentiale zu erkennen, das Nutzerverhalten zu analysieren und einen Nachhaltigen Hochschulbetrieb mithilfe von digitalen Gebäudeplänen umzusetzen. (gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und den Europäischen Sozialfunds für Deutschland)

3ProzentPlus

Mit dem Projekt sollen energieeffiziente Sanierungsfahrpläne für kommunale Quartiere entwickelt werden. Die Zielsetzung des Vorhabens knüpft auf unterschiedlichen Ebenen an die Ergebnisse des Vorgängerprojekts „3%“ an. Das Zusammenspiel von finanzieller, technischer und sozialer Seite soll ausgearbeitet werden und damit Einfamilienhausbesitzern bis Kommunen dabei helfen, eine höhere energetische Sanierungsrate und dadurch die Ziele der Bundesregierung für Energieeinsparung zu erreichen.

REWARDHeat

Das Interesse an nachhaltigen Investitionen (Sustainable Investments) nimmt kontinuierlich zu. Vor diesem Hintergrund soll untersucht werden, inwiefern sich Nahwärmenetze als neue Anlageklasse im Bereich Sustainable Investments erschließen lässt und Investoren hierfür gewonnen werden können. Ziel des Arbeitspakets, an dem die HFT beteiligt ist, ist die Entwicklung von Geschäftsmodellen und Finanzierungslösungen sowie die Mobilisierung öffentlicher und privater Investitionen.

NATIVE

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Nachhaltigkeits-Indikatoren-Systems für die Versicherungsbranche als Instrument zur Bewertung und Messung der Nachhaltigkeits-, Klimaschutz und Klimaanpassungsleistung. Leistungskennzahlen sollen einen einfachen Vergleich ermöglichen, um Versicherungsgesellschaften auf ihre Nachhaltigkeit hin, beurteilen zu können.

Smart2Charge

Der zu erwartende schnelle Ausbau der E-Mobilität stellt ländliche Kommunen vor große Herausforderungen. Insbesondere stellt sich die Frage, wie die notwendige Ladeinfrastruktur intelligent und zukunftsweisend mit hoher Akzeptanz aufgebaut und in das bestehende, oft über mehrere Generationen gewachsene Stromnetz, integriert werden kann. In Zusammenarbeit mit den Wirtschaftspartnern soll die Funktionalität und wirtschaftliche Umsetzbarkeit innovativer Ladeinfrastruktur auf Gebäude- und Quartiersebene nachgewiesen und wirtschaftliche Lösungen erarbeitet werden.